Systemkrisen haben wenig mit dem Szenario zu tun (Schauungen & Prophezeiungen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Mittwoch, 14.07.2010, 23:21 (vor 5784 Tagen) @ Simun (2613 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Mittwoch, 14.07.2010, 23:28

Hallo Simun!

"Der amerikanische Ökonom Prechter ist überzeugt, dass uns das dicke Ende der globalen Krise nämlich noch bevorsteht. Als Anhänger der "Elliot-Wellen"-Theorie vergleicht er die Krisenerscheinungen und kommt zu dem Schluss, dass demnächst die Börsen den schlimmsten Rückschlag seit dem Platzen der Südseeblase in den 1720er erleben werden. Der New Yorker Dow Jones werde auf ein Zehntel seines Wertes fallen, "es werde einen Schock geben, von dem die Leute noch ihren Großenkeln erzählen werden.", so Prechter."

Diese Elliot-Wellen haben aber keine Garantie auf
absolute Richtigkeit.
In jeder geschichtlichen Epoche gibt es besondere
Bedingungen und Eigenheiten.
Da gibt es inzwischen zuhauf Artikel, in denen der baldige
Zusammenbruch des Finanzsystems prophezeit wird, in einem
populären Schreibstil der Zeitungen mit vier Buchstaben, ohne
daß die ganze Sache nur irgendwie begründet wird.

Ich meine doch eher, daß diese Art von Krisen vom System
selbst verursacht werden, um schwächere Firmen und
Kleinanleger vom Feld zu räumen.
Um die Position der wirklichen global Players zu stärken.
Klar, auf lange Sicht läuft das ganze auf eine
Monopolisierung heraus.
Dann gibt es im Lebensmittel-Bereich nur noch Aldilidl
als "Kaufläden", als Beispiel, - Montsanto sät aus,
und Nestle stellt her, weltweit.

Je länger wir in Friedenszeiten leben, desto stärker wird
der Terror des Systems.
- Elliot hin oder her.
Durch das Zinseszinssystem werden einige immer reicher,
und der Rest kommt kaum mehr durch die Runden,
denn zahlen müssen wir ja ständig.:schief:

Bei uns ist inzwischen jedes Haus, das älter als 50 Jahre
ist, vom Baggerzahn bedroht.
Die Banken spähen aus, wie alt die Bewohner sind, und locken
die Besitzer, dann das Grundstück zu verkaufen.
Dann wird abgerissen und neue Doppelhaus-Eigentumswohnungen
darauf errichtet, mit TG.
=> Inzwischen gibts bei uns kaum mehr irgend einen alten
Mauerrest oder Ähnliches, es sieht bald so aus wie in den
USA.

Aber was hat das mit der 3tf oder dem russischen Feldzug
zu tun?
Actio = Reactio: ohne einen Impakt oder dergleichen machen
die 'oben' auf die Tour noch hundert Jahre weiter,
und Revolutionen kommen da auch nicht auf, bei einer Jugend,
die nur auf Konsum abfährt.

Also ich "plädiere" dafür, daß die geschaute hohe Inflation
und die Revolutionen auf Impakte zurückzuführen sind,
die dann Mißernten und Hungersnöte zur Folge haben.
Beispielsweise die Minieiszeit, die ja zigfach gesehen wird.

Klar, theoretisch gibt es die Möglichkeit, daß die Gläubiger
der wichtigen Staaten ihr Geld alle auf einmal zurück haben
wollen. Dann würde der Staat das Geld drucken, und hätte
seine Schulden los.
Und wir hätten dann die Hochinflation, und die Regale wären
leer, Millionen täten verhungern.
Aber dieses Szenario wurde so von keinem Seher gesehen,
Irlmaier hätte uns davon sicher berichtet.
=> Die Frage ist, unter welchen Bedingungen würden alle
Gläubiger gleichzeitig plötzlich weltweit ihr Geld
zurückhaben wollen?

=> Die Franz. Rev. wurde auch durch Mißernten ausgelöst,
obwohl die Staatsverschuldung horrend war.
Es gibt keine einzige Schauung die sagt, die Teuerung
werde durch technischen Fortschritt erzeugt, was die
Globalisierung letztlich doch darstellt und ist.

Grüße,
Eyspfeil


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