Brauche Eure Hilfe (Schauungen & Prophezeiungen)

Stjepan ⌂, Bochum, Samstag, 07.08.2010, 21:23 vor 5760 Tagen (3724 Aufrufe)

Hallo, grüßt Euch,

brauche "dringend" Eure Hilfe zu einer Textstelle bei Nostradamus, die im Brief an Cäsar zu finden ist. Nachdem Nostradamus weltweite sintflutartige Regenfälle und große Überschwemmungen, Dürrekatastrophen für die Zeit kurz vor dem Weltenbrand (Dreitätige Finsternis/Polsprung) ankündigt, schreibt er direkt danach:

"Car encores que la planette de Mars paracheue son siecle, & à la fin de son dernier periode, si le reprendra il:

"Denn zudem, dass der Planet Mars sein Jahrhundert/Zeitalter/Epoche vollendet, und am Ende seiner letzten Periode, wenn er sie wieder aufnehmen/zurücknehmen wird:"

KÖnnt Ihr Euch etwas unter dieser Aussage vorstellen? Ich habe diesen Text einigen Astrologen vorgelegt, die im astrologischen Sinne damit absolut nichts anfangen können. Wenn es keine astrologischen daten sind, dann bleibt nur noch die die mythologische Deutung übrig: Im Planeten Mars sahen die Römer ihren Gott Mars, was dann Krieg bedeuten würde.


Gruß,
Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

An BB

Stjepan ⌂, Bochum, Samstag, 07.08.2010, 21:58 vor 5760 Tagen @ Stjepan (3270 Aufrufe)

Hallo BB,

dann hätte ich speziell an Dich noch eine Frage. Wie würdest die den folgenden Textabschnitt übersetzen?

"que ie treuue le monde auant l’vniuerselle conflagration aduenir tant de deluges & si hautes inundations"

Ich wäre Dir für Deine kompetente Übersetzung sehr, sehr dankbar!


Gruß,
Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

Schrift

Franz Liszt, Samstag, 07.08.2010, 23:05 vor 5760 Tagen @ Stjepan (3153 Aufrufe)

Hallo Stjepan,

übersetzen mag ich nicht, und vielleicht weißt Du sie schon, jedenfalls hier die "bereinigte" Version:

"que ie treuue le monde auant l’vniuerselle conflagration aduenir tant de deluges & si hautes inundations"

= que se treuve le monde avant l' universelle conflagration advenir ...

Gruß franz_liszt

Interlinear - Übersetzung

Stjepan ⌂, Bochum, Samstag, 07.08.2010, 23:22 vor 5760 Tagen @ Franz Liszt (3087 Aufrufe)

Hallo Franz Liszt,

wie kommst Du auf "se" (sich") statt "ie" oder "je" ("ich")> Statt "treuve" steht in späteren Ausgaben "trouue" = "trouve".

Ich geh den Textabschnitt mal Wort für Wort durch:

"que ie treuue le monde auant l’vniuerselle conflagration aduenir tant de

deluges & si hautes inundations"

"dass ich finde die Welt vor dem Weltbrand/weltweiten Brand geschehen so viele von/der sintflutartigen Regenfällen und so großen Überschwemmungen ..."

Irgendwie krieg ich das nicht zusammen!


Gruß,
Stjepan

--
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überall Bürgerkriege und Revolutionen

BBouvier, Samstag, 07.08.2010, 23:43 vor 5760 Tagen @ Stjepan (3249 Aufrufe)

Hallo BB,

dann hätte ich speziell an Dich noch eine Frage. Wie würdest die den
folgenden Textabschnitt übersetzen?

"que ie treuue le monde auant l’vniuerselle conflagration aduenir tant de
deluges & si hautes inundations"

Ich wäre Dir für Deine kompetente Übersetzung sehr, sehr dankbar!


Gruß,
Stjepan

Kein Problem Stjepan!

Aber recht gerne doch!
=>
1)
"wörtlich"
dass ich finde die Welt vor dem allgemeinen Umsturz geschehen soviele
Überschwemmungen & derart hohe Überflutungen
2)
besseres Deutsch:
ich bin der Auffassung, vor der weltweiten "Wende" gibt es jede Menge
Überschwemmungen und sehr hohe Fluten

Soweit so gut.
Bei Nostradamus sind "Fluten/Überschwemmungen" jedoch
überaus häufig politische Grosswechsel bzw. Revolutionen.
Bei N. wimmelt (!) es nur so von "Fluten"!

So dass ich die Zeile etwa folgendermassen lese:
=>
"Meiner Meinung nach kommt es vor der Weltenwende überall
zu Aufständen und Revolutionen."

Das "Wasser" reinigt und spült alles Alte&Schlechte mit sich reissend
davon, und es ist hier eine Metapher für den Reinigungsvorgang.
Mitnichten handelt es sich dabei um H-2O.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Die Zeitangabe dazu

Stjepan ⌂, Bochum, Sonntag, 08.08.2010, 00:12 vor 5760 Tagen @ BBouvier (3203 Aufrufe)

Hallo BB,

danke vielmals! Hatte die Textpassage dann doch richtig übersetzt. Hab mich aber nicht getraut, sie hier preiszugeben! Hatte Angst vor Schimpfe!

Die Deutung Überschwemmungen = Revolutionen, Umstürze ist mir zwar fremd, sie klingt aber plausibel. Möglicherweise hat Nostradamus auf diese Weise Beides auszudrücken beabsicht: reale Überschwemmungen + Revolutionen!

In diesem Zusammenhang wären die astrologischen Daten sehr interessant, die zum Schluss dieses Abschnitts genannt werden:

"mais assemblés les vns en Aquarius par plusieurs années,
les autres en Cancer par plus longues & continues. "

"indessen sind die einen mehrere Jahre hindurch im Wassermann versammelt,
die anderen für noch längere Zeit und anhaltend im Krebs."

Im 16. Jahrhundert waren noch keine Planeten bekannt, die sich "mehrere Jahre" in einem Tierkreiszeichen aufhalten können, weil der äußerste PLanet - Saturn - nur etwa 2,3 Jahre in einem Tierkreiszeichen verweilt, alle anderen (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars und Jupiter) unter 2 Jahre.

Die einzigen Planeten, die mehrere Jahre in einem Tierkreiszeichen verweilen können, wurden Jahrhunderte später entdeckt, zuerst Uranus und dann Neptun. Uranus betrat 1995 das Zeichen Wassermann und blieb dort mit einigen kleinen Unterbrechungen bis 2003. 1998 kam Neptun hinzu, um dort, ebenfalls mit kleinen Unterbrechungen, bis 2012 zu bleiben. Pluto tritt 2023 in das Zeichen Wassermann ein, um dort bis 2044 zu bleiben - auch mit einigen Unterbrechungen.

Welche Planeten nun noch länger und dauerhaft in einem Tierkreiszeichen - hier im Krebs - bleiben, sind nicht bekannt.

Ich glaube, dass wir nun für die Revolutionen einen gewissen Zeitrahmen haben:

bis 2044!


Gruß,

Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

befindlich

Franz Liszt, Sonntag, 08.08.2010, 00:29 vor 5760 Tagen @ Stjepan (3078 Aufrufe)

Wie ich auf "se" komme?

Ganz einfach: "se trouver" heißt "sich befinden". Ist das nicht die viel einfachere Übersetzung?

Für das S wurden früher mehrere Zeichen verwendet. An jener Stelle vermute ich aufgrund Deines Textes das s, das wie ein f aussieht. Daher die Verwechslung mit dem J.

Gruß franz_liszt

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Hast Recht, Franz

BBouvier, Sonntag, 08.08.2010, 00:40 vor 5760 Tagen @ Franz Liszt (3045 Aufrufe)

Wie ich auf "se" komme?

Ganz einfach: "se trouver" heißt "sich befinden". Ist das nicht die
viel einfachere Übersetzung?

Für das S wurden früher mehrere Zeichen verwendet. An jener Stelle vermute
ich aufgrund Deines Textes das s, das wie ein f aussieht. Daher die
Verwechslung mit dem J.

Gruß franz_liszt

Hast Recht, Franz!!

Beifall&Glückwunsch! :-)

Gruss,
BB

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Krebs und Wassermann

Imagination, Sonntag, 08.08.2010, 01:04 vor 5760 Tagen @ Stjepan (3197 Aufrufe)

"indessen sind die einen mehrere Jahre hindurch im Wassermann
versammelt,
die anderen für noch längere Zeit und anhaltend im Krebs."

Gruß,
Stjepan

Hallo Stjepan,

Nostradamus konnte sich die Entwicklung der Menschheit vorstellen.

Krebs könnte auch bedeuten:

"Die Menschheit schaut nach innen auf ihre Gefühle."

Wassermann könnte bedeuten:

" Denken und Freiheit "

Also, es sind über mehrere Jahre die Theman "Krebs" und "Wassermann" in der Menschheit angesagt.

Heute können wir z.B. in Deutschland sehen, wie die Menschen in ihr Inneres gehen und sich fragen was sie wirklich wollen. ( Krebs )
Und auf der anderen Seite sehen wir, wie die Menschen egoistisch im Verstande, nur ihre eigene Freitheit ausleben wollen. ( Wassermann )

Das ist nur der Versuch einer Deutung.

Imagination

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wohl keine Wettervorhersagen

BBouvier, Sonntag, 08.08.2010, 12:06 vor 5759 Tagen @ Stjepan (3122 Aufrufe)

Die Deutung Überschwemmungen = Revolutionen, Umstürze ist mir zwar fremd,
sie klingt aber plausibel.

Hallo, Stjepan!

Und "40 Jahre fällt kein Regen" und dergleichen verstehe ich so:
=>
Eine symbolisch schier endlos-lange Zeit
herrscht Ordnung, Ruhe und Stabilität.
Eben keine "Fluten&Überschwemmungen, die alles umstürzen und ändern".

Auch dabei handelt es sich m.E. nicht um Wettervorhersagen,
sondern um politische.

Gruss,
BB

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Vers I.17

Stjepan ⌂, Bochum, Sonntag, 08.08.2010, 14:14 vor 5759 Tagen @ BBouvier (3069 Aufrufe)

Hallo BB,

du beziehst Dich auf Vers I.17, der mit der Textstelle im Cäsar-Brief verknüpft ist:

Par quarante ans l’Iris n’aparoistra,
Par quarante ans tous les iours sera veu:
La terre aride en siccité croistra,
Et grands deluges quand sera aperceu.

Vierzig Jahre hindurch wird die Iris nicht erscheinen,
Vierzig Jahre hindurch wird sie täglich gesehen werden:
Die ‚terra arida‘ wird in Dürre wachsen,
Und große Wolkenbrüche/sintflutartige Regenfälle/Fluten wenn [sie] erblickt wird.

Die Zahl "40" ist eine Symbolzahl, die Nostradamus aus der Bibel entnimmt. Sie symbolisiert Wendezeit und Neubeginn verbunden mit allerhand Prüfungen.

"Iris" steht in diesem Vers für griech. "Regenbogen". Offensichtlich wird hier Bezug genommen auf 1 Mose Kapitel 9, wonach Gott mit den Menschen und Tieren einen Bund schließt, damit, solange der Bund auch gehalten wird, keine neue "Sintflut" über die Erde kommen solle. Nach I.17 Zeile 1 scheint dieser Bund gebrochen. Nach Zeile 2 scheint der Bund wieder erneuert und sehr stabil zu sein.

In Zeile 3 schreibt N. "terre aride", lat. "terra arida", die bei den Römern die Sahara bezeichnete - auch "terra deserta" genannt. Seit 1968 herrscht Dürre im Süden der Sahara, weshalb sie sich seit diesem Jahr nach Süden ausbreitet.

Gehen wir nun von dieser Deutung aus, wird es nach Zeile 4 dort eines Tages, wohl nicht in allzu ferner Zukunft, zu großen Überflutungen kommen.

Aber vielleicht hast Du ja recht, und ich irre mich mit dieser Deutung, und es sind in "Zeile 4" tatsächlich Revolutionen gemeint, die das "trockene Land", welches in der "Dürre" wächst, überschwemmen.

Du schreibst:

Eine symbolisch schier endlos-lange Zeit
herrscht Ordnung, Ruhe und Stabilität.

"Dürre" würde ich in dieser Hinsicht nicht mit "Ordnung, Ruhe und Stabilität" deuten, sondern eher als eine dürre Zeit, in der alles verwelkt und eingeht, weil das rechte Maß an "Wasser"/"Regen" fehlt.

Das andere Extrem in Zeile 4 sind die "sintfluartigen Regenfälle" bzw. "Überflutungen", die ebenso zerstörerisch sind!

In der Cäsar-Textstelle schreibt N., nachdem er erklärt, dass die sehr großen "Überschwemmungen" die Welt heimsuchen, dass "vor und nach solchen Überschwemmungen ... die Regenfälle in mehreren Gegenden sehr geringfügig sein" würden. Somit ist Vers I.17 mit dieser Textstelle eng verknüpft.


Gruß,
Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

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trockene Weltecken

BBouvier, Sonntag, 08.08.2010, 14:56 vor 5759 Tagen @ Stjepan (3151 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 08.08.2010, 15:12

Somit ist Vers I.17 mit dieser Textstelle eng verknüpft.

Sehe ich auch so, Stjepan!

Wo man den Schwerpunkt einordnet
(politisch oder mechanisch) ist Geschmackssache.
.......................................

Die Sahara wächst übrignes nicht erst seit 1968.
Sondern seit rund 10.000 Jahren.
(ganz zu Beginn gab es sie natürlich noch überhaupt nicht)
=>
Vor den Plattenverschiebungen, - generiert durch die
Sintflutimpakte - lag das Gebiet der heutigen Sahara
vielleicht etwa auf der Breite Südfrankreichs.
Und Norddeutschland dort,wo itzt Norwegen sich befindet.
Nur ohne den Golfstrom: => ganz schön schattig!! :-D

Gruss,
BB

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Sahara - Seit wann eine Wüste?

Stjepan ⌂, Bochum, Dienstag, 10.08.2010, 11:38 vor 5757 Tagen @ BBouvier (2918 Aufrufe)
bearbeitet von Stjepan, Dienstag, 10.08.2010, 11:45

Hallo BB,

ich habe jetzt einige Tage bzgl. der Sahara recherchiert. Das Ergebnis ist folgendes:

Im Verlauf der Erdgeschichte bis vor etwa 10.500 v. Chr. war die "Sahara" immer wieder von Wasser/Meeren bedeckt. Zwischenzeitlich gab es dort auch Urwälder, Flüsse und Sümpfe.

Dann änderte sich das ab ca. 10.500 v. Chr. Sie wuchs nicht, wie Du schreibst, seit 10.000 Jahren, sondern wurde seit etwa 10.500 zu einer fruchtbaren Savannenlandschaft, bis sie sich im 3. Jtsd. v. Chr. innerhalb kürzester Zeit in eine Wüste verwandelte. Seit etwa 2000 Jahren hat dann die Sahara als Wüste die Größe erreicht, die sie bis vor einigen Jahrzehnten noch hatte. Seit 1968 breitet sie sich durch die wachsende Dürre zunehmend nach Süden aus.

Das ist nun die Zusammenfassung dessen, was ich in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und -Büchern finden konnte!

Gruß,
Stjepan

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nichts neues aus Niederbrombach

BBouvier, Dienstag, 10.08.2010, 12:14 vor 5757 Tagen @ Stjepan (2982 Aufrufe)

...bis sie sich im 3. Jtsd. v. Chr. innerhalb kürzester Zeit in eine Wüste verwandelte.

Meine Rede.
Seit der letzten Plattenverschiebung vor rund 10.000 Jahren
trocknet die Gegend immer weiter aus.
Und noch zu Zeiten der Römer war Nordafrika
(neben Ägypten) die Kornkammer des Reiches.

Und man darf getrost wohl davon ausgehen, dass die selben
Hysteriker, die uns das Ozonloch, das Waldsterben, den Butterberg,
die Vogelgrippe, das Ende des Golfstromes, die neue Eiszeit,
die Klimaerwärmung und so weiter und so weiter beschert
haben, gegen 1968 aufgefallen ist, dass (womöglich!)
diese Gegend noch immer weiter austrocknet.

Und das wars auch schon.

Gruss,
BB

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Unsachlich

Stjepan ⌂, Bochum, Dienstag, 10.08.2010, 12:40 vor 5757 Tagen @ BBouvier (2940 Aufrufe)

Hallo BB,

...bis sie sich im 3. Jtsd. v. Chr. innerhalb kürzester Zeit in eine
Wüste verwandelte.

Meine Rede.
Seit der letzten Plattenverschiebung vor rund 10.000 Jahren
trocknet die Gegend immer weiter aus.
Und noch zu Zeiten der Römer war Nordafrika
(neben Ägypten) die Kornkammer des Reiches.


Und das stimmt ja eben nicht! Vor rund 10.000 Jahren war das Gebiet der Sahara nicht trocken, sondern fruchtbar. Und das ist eben keine Trockenheit! Die kam erst Jahrtausende später - 3. Jtsd. v. Chr. Das, was die Sahara heute noch ist - nämlich reine Wüste - ist sie erst Jahrtausende später geworden. Was die Kornkammer zur Zeit der Römer betrifft: Teile Nordafrikas ja! Aber nicht die Wüste Sahara. Das ist ein Unterschied!Nicht umsonst nannten die Römer die Sahara deshalb "terra dieserta" oder "terra arida".Sie war nämlich keine Kornkammer!

Seit etwa 2000 Jahren war die Sahara das, was sie heute noch ist - eine Wüste, die sich in den letzten 2000 Jahren eben nicht mehr ausgeweitet hat. Die Ausweitung der Sahara vollzieht sich nun mal erst seit 1968 wieder.

Und man darf getrost wohl davon ausgehen, dass die selben
Hysteriker, die uns das Ozonloch, das Waldsterben, den Butterberg,
die Vogelgrippe, das Ende des Golfstromes, die neue Eiszeit,
die Klimaerwärmung und so weiter und so weiter beschert
haben, gegen 1968 aufgefallen ist, dass (womöglich!)
diese Gegend noch immer weiter austrocknet.

Naja, das kann ich nicht weiter ernst nehmen, wegen Unsachlichkeit, "Butterberg", Verallgemeinerung, Vermischung pseudowissenschaftlicher Behauptungen mit wissenschaftlichen Behauptungen und weil alles auf diese unsachliche Weise ad absurdum führen willst.


Gruß,
Stjepan

--
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Eine Modellrechnung

Taurec ⌂, München, Dienstag, 10.08.2010, 14:42 vor 5757 Tagen @ Stjepan (3294 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Dienstag, 10.08.2010, 14:48

Hallo!

Aus meinem Studium:
Es geht um die Verwandlung der Sahara von einer Savanne in eine Wüste:

[image]

Dazu hat man eine Modellrechnung (für die Randzone des Sahel-Bereiches im Übergang zur Wüste) durchgeführt, ausgehend von der Einstrahlung der Sonne, wie sie sich aufgrund der Bahneigenschaften der Erde über Jahrtausende ändert.
Dementsprechend - so nimmt man an! - habe die abnehmende Sonneneinstrahlung einen gleichzeitigen Rückgang der Niederschläge bewirkt (weniger Sonne => weniger Verdunstung).
Ab 460 W/m² soll ein kritischer Punkt erreicht worden sein, an dem der Niederschlag stärker sinkt und zwar unter die für die Vegetation verkraftbare Grenze. Von da an hat die Vegetationsbedeckung abgenommen bis nur noch die aller robustesten Pflanzen übrig waren. Selbst das hat noch über 1000 Jahre gedauert.

Der Fehler, bzw. die Einschränkung des Modells liegt darin, daß es unberechenbare Ereignisse ausblendet. Die Schulwissenschaft kennt keine Polsprünge. Sie kennt überhaupt keine plötzlichen Umschwünge, weder evolutionär in Form des plötzlichen Auftauchens neuer Lebensformen, noch geologisch in Form plötzlicher Veränderung der Gestalt der Erde. Selbst die Geschichte läuft dort linear, weil man technischen und wissenschaftlichen Fortschritt mit der Entwicklung schlechthin gleichsetzt.

Der in den Diagrammen dargestellte Prozeß wäre nichtig, wenn man annimmt, daß zu Beginn polsprungbedingt eine plötzliche Senkung der Sonneneinstrahlung um denselben Wert stattgefunden habe (dazu noch Verschiebung der Klimazonen). Der kritische Punkt wäre plötzlich unterschritten worden und die Veränderung der (potentiellen) Vegetation wäre ohne einige Tausend Jahre Vorlaufszeit erfolgt (und auch in kürzerer Zeit). Das hängt natürlich davon ab, daß wenigstens der angenommene Zusammengang von Sonneneinstrahlung, Niederschlag und Vegetationsbedeckung nicht nur in seiner Art, sondern auch in der Stärke der Wirklichkeit entspricht. (Offenbar merkt man in der Wissenschaft, daß man mit Linearität nicht völlig zum Ziel kommt und versucht zunächst nichtlineare Reaktionen auf lineare Prozesse aufzumodulieren.)

Solche kataklysmischen Modelle wird man in Sachbüchern jedoch nicht finden. Mit wissenschaftlichen Methoden bekommt man stets nur Ergebnisse innerhalb des selbstgesteckten Rahmens. Man findet, was man zu finden gedenkt. Im äußersten Falle fällt ein Meßergebnis aus dem erwarteten Rahmen. Das stellt aber nicht die grundlegenden Annahmen in Frage. Die Grundannahme erdgeschichtlicher Forschungen ist seit etwa 1830, ganz dem Geiste des 19. Jahrhunderts folgend, der bis heute fortwirkt, der Aktualismus von Charles Lyell, der annahm, daß in der Erdgeschichte stets nur so harmlose Kräfte am Werk waren, wie sie in geschichtlicher Zeit festgestellt werden können. So weit unsere Geschichtsschreibung aber zurückreicht, gab es keine Katastrophen, welche die Erdoberfläche im großen Stil dauerhaft veränderten. Alles, was über die schriftliche Überlieferung hinaus zurückreicht, ist Mythos und wird ausgeblendet. Daher besteht alle Erdgeschichte nur aus der Rückrechnung des heutigen Zustandes, also linearer Verlängerung gegenwärtig meßbarer Vorgänge in die Vergangenheit. Widersprechende (Be-)Funde werden an Stellen im System eingeordnet, an die sie passen. Das muß jedoch nicht der Wahrheit entsprechen.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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hartnäckiges Missverständnis

BBouvier, Dienstag, 10.08.2010, 15:42 vor 5757 Tagen @ Stjepan (2966 Aufrufe)

Vor rund 10.000 Jahren war das Gebiet der Sahara nicht trocken,
sondern fruchtbar
.

Es wäre ja vielleicht sinnvoll, zu lesen, was ich
geschrieben hatte.
Bevor Du mir widersprichst.
Vor rund 10.000 Jahren war das Gebiet der Sahara nicht trocken,
sondern fruchtbar.

Nochmal ganz langsam also:
Vor des Sinflutimpakten grün und fruchtbar.
Itzt Wüste.
Und seit 10.000 Jahren zunehmend trockener.

Und da hilft auch kein Widerspruch Deinerseits:
=>
"Vor rund 10.000 Jahren war das Gebiet der Sahara nicht trocken,
sondern fruchtbar."
:-D

Gruss,
BB

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Dein Forum. Kontakt.

Guerrero, Dienstag, 10.08.2010, 19:33 vor 5757 Tagen @ Stjepan (2932 Aufrufe)

Hallo Stefan,

ich wollte über dein Forum zum Thema Heilung mit dir in
Kontakt kommen.

Zwei Nails an zwei deiner E-Mail Anschriften wurden mit "Fehler" nicht zu dir
weitergegeben.

Bitte lass dir meine Mail geben und melde dich!

Gruß

Guerrero

E-Mail

Stjepan ⌂, Bochum, Dienstag, 10.08.2010, 22:16 vor 5757 Tagen @ Guerrero (2946 Aufrufe)

Hallo Guerrero,

hier ist meine neue E_mail:

prophetie2020@web.de


Gruß,
Stjepan

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