Hallo BB,
du beziehst Dich auf Vers I.17, der mit der Textstelle im Cäsar-Brief verknüpft ist:
Par quarante ans lIris naparoistra,
Par quarante ans tous les iours sera veu:
La terre aride en siccité croistra,
Et grands deluges quand sera aperceu.
Vierzig Jahre hindurch wird die Iris nicht erscheinen,
Vierzig Jahre hindurch wird sie täglich gesehen werden:
Die terra arida wird in Dürre wachsen,
Und große Wolkenbrüche/sintflutartige Regenfälle/Fluten wenn [sie] erblickt wird.
Die Zahl "40" ist eine Symbolzahl, die Nostradamus aus der Bibel entnimmt. Sie symbolisiert Wendezeit und Neubeginn verbunden mit allerhand Prüfungen.
"Iris" steht in diesem Vers für griech. "Regenbogen". Offensichtlich wird hier Bezug genommen auf 1 Mose Kapitel 9, wonach Gott mit den Menschen und Tieren einen Bund schließt, damit, solange der Bund auch gehalten wird, keine neue "Sintflut" über die Erde kommen solle. Nach I.17 Zeile 1 scheint dieser Bund gebrochen. Nach Zeile 2 scheint der Bund wieder erneuert und sehr stabil zu sein.
In Zeile 3 schreibt N. "terre aride", lat. "terra arida", die bei den Römern die Sahara bezeichnete - auch "terra deserta" genannt. Seit 1968 herrscht Dürre im Süden der Sahara, weshalb sie sich seit diesem Jahr nach Süden ausbreitet.
Gehen wir nun von dieser Deutung aus, wird es nach Zeile 4 dort eines Tages, wohl nicht in allzu ferner Zukunft, zu großen Überflutungen kommen.
Aber vielleicht hast Du ja recht, und ich irre mich mit dieser Deutung, und es sind in "Zeile 4" tatsächlich Revolutionen gemeint, die das "trockene Land", welches in der "Dürre" wächst, überschwemmen.
Du schreibst:
Eine symbolisch schier endlos-lange Zeit
herrscht Ordnung, Ruhe und Stabilität.
"Dürre" würde ich in dieser Hinsicht nicht mit "Ordnung, Ruhe und Stabilität" deuten, sondern eher als eine dürre Zeit, in der alles verwelkt und eingeht, weil das rechte Maß an "Wasser"/"Regen" fehlt.
Das andere Extrem in Zeile 4 sind die "sintfluartigen Regenfälle" bzw. "Überflutungen", die ebenso zerstörerisch sind!
In der Cäsar-Textstelle schreibt N., nachdem er erklärt, dass die sehr großen "Überschwemmungen" die Welt heimsuchen, dass "vor und nach solchen Überschwemmungen ... die Regenfälle in mehreren Gegenden sehr geringfügig sein" würden. Somit ist Vers I.17 mit dieser Textstelle eng verknüpft.
Gruß,
Stjepan
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Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche