3TF durch Magmakammer (Schauungen & Prophezeiungen)

NeuOrest, Freitag, 08.10.2010, 12:37 vor 5698 Tagen (3598 Aufrufe)

Hallo,

zunächst einmal zu meiner Person: bin neu im Forum registriert. Habe selbst häufig Zukunftsträume, allerdings gehen die in der Regel um ganz alltägliche Sachen, die mein persönliches Leben angehen, aber dabei ne gewisse Art von "Bewusstheit" in mir auslösen (schwierig auszudrücken).

Wie auch immer - ich habe mich natürlich auch in die gängigen Prophezeiungen eingelesen und finde darunter den Irlmaier am eindringlichsten. Das mit dem Staub und der dreitägigen Finsternis beschäftigte mich besonders, weil ich mir nicht erklären konnte, was das sein soll. Zu welchen Ergebnissen seid ihr diesbezüglich gekommen (Ich konnte über die Suchfunktion nichts finden; stelle mich vielleicht aber auch zu ungeschickt an)>

Ich hatte mal vor einigen Jahren bei einer Bekannten eine populärwissenschaftliche Zeitschrift gelesen, in denen über Magmakammern geschrieben wurde. Dort hieß es auch, dass nahe der tschechischen Grenze eine große Magmakammer sei. Es wurde weiterhin beschrieben, wie sich die bei einem Ausbruch ausgestoßene Asche im (feuchten) Respirationstrakt des Menschen zu einer Art Zement verhärten würde. Weiterhin wäre eine länger andauernde komplette Verdunklung durch die Asche eine denkbare Folge. (Allerdings würden Winde die dann auch wieder wegtragen können.) Passte ziemlich gut zu Irlmaier, der über sowas sicherlich nicht viel wusste.
Nur das mit dem schwarzen Papier vor die Fenster, das passt nicht (ich geh' von Sichtschutz aus, um nicht selbst panisch bzw. vor Angst verrückt zu werden). Und warum das Wasser giftig wird, das weiß ich auch nicht. Saurer Regen durch die Schwefelsäure in der Asche vielleicht?


Hab noch einmal die Sachen im Netz gesucht (Quelle im Querverweis):

1. Vulkanstaub
"Der Vulkanstaub ist sehr fein und dringt in jede Spalte. Durch seine Eigenschaft, in Verbindung mit Feuchtigkeit zu einer zementartigen harten Masse zu werden, können Lebewesen auch bei genügender Luftaufnahme ersticken, da die Lungen durch das Einatmen des Staubes funktionsunfähig werden — ohne Atemschutz hat man nur geringe Überlebenschancen. Werden Pflanzen von diesem Staub dicht bedeckt, ist Fotosynthese be- bzw. verhindert, sodass diese Pflanzen sterben."

2. Magmakammer
"[Bei Windischeschenbach im deutsch-tschechischen Grenzgebiet] stieß man auf merkwürdige Hinweise. Es war heißer, als ursprünglich angenommen. Zudem stellte man eine ungewöhnlich hohe Aktivität von sogenannten Fluiden fest - heiße Gas- und Flüssigkeitsgemische, die durch die Spalten im Gestein dringen. Der Grund für diese Auffälligkeiten könnte eine große Magmakammer sein, die sich in Richtung Oberfläche bewegt. Die aufsteigenden Fluide wirken dabei wie ein Schmiermittel in den Gesteinschichten, die bei Spannungen in der Erdkruste so leichter nachgeben [...]
Die Heliumisotopenwerte [, deutliches Anzeichen für aufsteigendes Magma], welche die Wissenschaftler gefunden haben, sind das höchste, was man in Mitteleuropa bisher überhaupt gemessen hat. "Und eigentlich kennt man diese Werte bislang nur vom Ätna als einem aktiven Vulkan" [...]
"


Aber wahrscheinlich nichts Neues für euch.

Gruß

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Aschefall

BBouvier, Freitag, 08.10.2010, 12:49 vor 5698 Tagen @ NeuOrest (3268 Aufrufe)
bearbeitet von Moderator, Freitag, 08.10.2010, 14:31

Grüss Dich, NeuOrest!....und sei herzlich willkommen!

<"Saurer Regen durch die Schwefelsäure in der Asche vielleicht?"?

Völlig richtig.
Deswegen werden die Aschen als grau-gelblich beschrieben.

Bei den Stäuben handelt es sich um vulkanische Auswerfungen
oder um Impaktaschen - bzw. vielleicht auch um beides.
=>
Verfinsterung.

Die kristallinen, scharfen Partikel setzen wie Zement
die Lunge zu und verletzen sie auch, was zum Tode führt.

Die die Giftigkeit der "Luft selber" scheint sich dabei
in Grenzen zu halten.(?)
Ich probierte das jedoch nicht aus.:-D
Jedenfalls scheint es zu genügen, Türen&Fenster
gegen die Stäube geschlossen zu halten.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Staubtod

Taurec ⌂, München, Freitag, 08.10.2010, 13:38 vor 5698 Tagen @ NeuOrest (3816 Aufrufe)

Hallo!

Danke!
Über Vulkanasche (auch aus einer Magmakammer, Yellowstone) wurde auch schon mal eine TV-Doku gesendet:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=700

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Eher Krampf als Blutgurgeln

NeuOrest, Samstag, 09.10.2010, 22:26 vor 5697 Tagen @ Taurec (3094 Aufrufe)

"Die Bestandteile sehen aus wie winzige Scherben mit gezackten Kanten. Geraten sie in die Lungen, wirken sie tödlich."

Das war mir bislang nicht bewußt. Es paßt haargenau auf die Aussagen Irlmaiers zu dem Staub:

"Wer den staub einschnauft, kriegt einen Krampf und stirbt."

"Draußen geht der Staubtod um, es sterben sehr viel Menschen."

Guten abend,

und danke für den Link. Was du da geschrieben hast, ist ja schon etwas älter. Aber ich möchte trotzdem noch etwas dazu sagen: Ich finde nämlich nich, dass die Glassplittertheorie haargenau auf Irlmaiers Aussage passt.

Scharfkantige Partikel, die in die Atemwege gelangen, würden (wie ich es mir denke) zu kleinsten Verletzungen im Bronchialbaum führen, aus denen innerhalb weniger Sekunden massiv Blut austritt. Dieses Blut würde in die Alveolen sickern und den Gasaustausch verhindern sowie (nach meiner Vorstellung) anteilig hochgehustet. Die Betroffenen würden gurgelnd und blutspuckend auf dem Boden liegen, bis sie an ihrem eigenen Blut ertrunken sind.
Das hätte weniger mit einem "Atemkrampf" zu tun, als viel mehr mit einem dramatischen und qualvollen Todeskampf. Das hätte Irlmaier bestimmt hervorgehoben, oder?

Demgegenüber ist die Zementierungstheorie passgenauer: Bronchien und Alveolen würden versteinert. Das sonst so flexible Lungengewebe kann sich dann nicht mehr ausdehnen bzw. zusammenziehen. Damit steht die Atemmuskulatur, die mit dem Gewebe verwachsen und durch Adhäsionskräfte fest verbunden ist, ebenfalls still. Das klinische Bild ist dabei absolut identisch mit einem Krampf der Atemmuskulatur, bei der ebenfalls keine Luft mehr in die oder aus der Lunge strömt. Der Betroffene würde vergleichsweise schnell keinen einzigen Lufthauch mehr ein- oder ausatmen können. Er könnte keinen Hilferuf oder Angstschrei von sich geben, da dies ebenfalls atemabhängig ist. Er würde mit vor Angst aufgerissenen Augen still zu Boden fallen und ersticken (wie bei einem letal verlaufenden Bronchospasmus oder Krampf der Atemmuskulatur).
Ich finde, dass das noch präziser nach "Wer den staub einschnauft, kriegt einen Krampf und stirbt" klingt.

Das nur als Idee, wie ich es mir denke. Es tut gut, sich mal mit jemandem ernsthaft konstruktiv über das Thema austauschen zu können.

Viele Grüße

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"Staubtod"

BBouvier, Samstag, 09.10.2010, 23:29 vor 5697 Tagen @ NeuOrest (2996 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 09.10.2010, 23:44

<"Das hätte Irlmaier bestimmt hervorgehoben, oder?"?

Sicherlich!
Denn wir wissen ja ganz genau, was Irlmaier
in Wirklichkeit gesehen hat und was er eigentlich
hätte sagen sollen.

(bitte nichts für ungut!!)

Und im übrigen magst Du durchaus recht haben!

Variante der Beschreibung womöglich:

Der "Sibylle von Prag" zugeschrieben.
=>
"Prag, mein liebes Prag, du wirst ein selten grausam Ende finden.
Ein Hauch durcheilt deine Gassen, süß und warm;
erstaunt werden ihn die Menschen fühlen.
Mit grausig verzerrtem Gesichtern legen sich Tausende zur Ruhe
und frösteln trotz der Wärme."

Allerdings wirkt das - unvoreingenommen betrachtet -
eher wie der Einsatz chemischer Waffen...

"Lied von der Linde"
=> "Atemkrampf"

Irlmaier:
"Wer den Staub einschnauft, kriegt einen Krampf und stirbt."

Und Irlmaier, der das "Lied" ja gut kannte, hat womöglich schlicht
den ihm bekannten Begriff verwendet.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Das mag schon sein,

Georg, Sonntag, 10.10.2010, 15:14 vor 5696 Tagen @ NeuOrest (3065 Aufrufe)

Hallo beisammen,


Vulkanausbrüche und das sich Entleeren von Magmakammern dürfte aber nicht die
primäre Ursache der 3tF sein.
Vielmehr selbst eher eine Folgeerscheinung.
Fragt sich, was ist das primäre?

Möglich wär's ja schon

NeuOrest, Sonntag, 10.10.2010, 21:53 vor 5696 Tagen @ Georg (2936 Aufrufe)
bearbeitet von NeuOrest, Sonntag, 10.10.2010, 21:59

# Diese Magmakammern heißen nicht umsonst Supervulkane. Speit ein ordinärer Vulkan kleinerer Klasse Asche, löst das schon eine temporäre nachtfinstere Dunkelheit aus. So z.B. geschehen 2008 in Chile: "Die Sicht war zeitweise gleich Null, es war wie mitten in der Nacht."

Vielmehr selbst eher eine Folgeerscheinung.

# Ich denke, eine Folgeerscheinung der eskalierenden Ereignisse. Aber das ist Spekulation meinerseits. Der Impakt irgendwelcher Flugkörper aus dem All kann sicher gleichsam dramatische Folgen haben.

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