Finis Germaniae (Schauungen & Prophezeiungen)

ricaro, Donnerstag, 14.10.2010, 19:28 vor 5692 Tagen (3188 Aufrufe)

Am 13.10. erschien im Gelben Forum ein zweigeteilter langer Beitrag
unter oben angeführtem Titel. Gut daß es eine Weltenwende gibt, möchte
man nach Studium dessen meinen. Da hier auch Prognosen nebst Rückschau
zum Thema zählen, möchte ich die werten Leser hierauf aufmerksam machen,
Mit Gruß!

link?

detlef, Donnerstag, 14.10.2010, 23:19 vor 5692 Tagen @ ricaro (2650 Aufrufe)

– kein Text –

--
"Wer eine Meinung hat, ist zu dumm zum Wissen und zu schwach zum Glauben.“

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Welterklärung.

BBouvier, Freitag, 15.10.2010, 00:11 vor 5692 Tagen @ detlef (2924 Aufrufe)
bearbeitet von Moderator, Freitag, 15.10.2010, 01:25

Das ist Gunnar Heinsohn, der die Hypothese vertritt,
die gesamte Geschichte der Menscheit liesse sich erklären,
indem man jeweils die Anzahl der Kinder/Elternpaar zählt.

J.Diamond hingegen gelangt in seinem Buche "Kollaps"
zu ganz anderern Schlüssen:
Seiner Meinung nach ist das Verhältnis Bäume<=>Menschen
ausschlaggebend.
Er hat nach jahrzehntelangen, mühevollen Untersuchungen herausgefunden:
Wo viele Menschen sind, da gibt es wenig Bäume.
Und - gibt es viele Bäume - dann findet man dort
meist nur recht wenige Menschen.
Was grundsätzlich derart einleuchtet, dass man sich schon fragt,
wieso das vorher noch nie Jemand bemerkt hat?
Beispielsweise in Tokio.
Oder in Hochlagen des Schwarzwaldes.

Und so bastelt eben Einjeder sich seine reduktionistische
Welterklärung.

Ich selber bin der Auffassung, das alles habe mit Menschen
auch nicht das geringste nur zu tun!
Entscheidend ist doch nur ein ausgeglichenes Verhältnis
Kühe<=>Privatwaffen.
Bei angemessenem Ausgleich blühen solche Länder.
Das beste Beispiel ist die Schweiz mit ihren vielen lila Kühen.
Auch Paraguay kommt als Kandidat durchaus infrage,
obwohl bei genauerer Betrachtung der Kühe dort
diese doch noch einiges zu wünschen übrig lassen:
=>
[image]

Jedoch sind erfolgversprechende Ansätze durchaus erkennbar.

Ganz im Gegensatz zu New-York beispielsweise, das solcher
Kühe völlig entraten muss!

Hier das Scharnier zu Heinsohns Welterklärung,
zu der ich mit Bedauern sagen muss,
dass diese mit der meinen in ganz wesentlichen Punkten
nicht in Einklang zu bringen ist:
=>
http://www.dasgelbeforum.de.org/index.php?id=187861

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Das wuerde mich mal interessieren

Malbork, Freitag, 15.10.2010, 15:12 vor 5691 Tagen @ BBouvier (2547 Aufrufe)

Hier das Scharnier zu Heinsohns Welterklärung,
zu der ich mit Bedauern sagen muss,
dass diese mit der meinen in ganz wesentlichen Punkten
nicht in Einklang zu bringen ist:
Gruss,
BB

Hallo BB,

habe Heinsohn gestern gelesen und ihn nicht so verstanden, als ob er die neuere Menschheitsgeschichte durch den Bevolkerungswachstum erklaeren moechte. Eher, das das rasante Wachstum die Geschehnisse beguenstigt hat, aber nicht, dass es zwangslaeufig zu Voelkerwanderungen und Eroberung kommen muss.
Trotzdem, falls du Zeit und Lust hast, wuerde mich deine Sicht ganz ausserordentlich interessieren.

Gruss
Malbork

--
Deus Vult

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kiegerisch

BBouvier, Freitag, 15.10.2010, 18:28 vor 5691 Tagen @ Malbork (2580 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Freitag, 15.10.2010, 18:38

Hier das Scharnier zu Heinsohns Welterklärung,
zu der ich mit Bedauern sagen muss,
dass diese mit der meinen in ganz wesentlichen Punkten
nicht in Einklang zu bringen ist:
Gruss,
BB


Hallo BB,

habe Heinsohn gestern gelesen und ihn nicht so verstanden, als ob er die
neuere Menschheitsgeschichte durch den Bevolkerungswachstum erklaeren
moechte. Eher, das das rasante Wachstum die Geschehnisse beguenstigt hat,
aber nicht, dass es zwangslaeufig zu Voelkerwanderungen und Eroberung
kommen muss.
Trotzdem, falls du Zeit und Lust hast, wuerde mich deine Sicht ganz
ausserordentlich interessieren.

Gruss
Malbork

Dank für das Vertrauen, Malbork! das Du offenbar in mich setzt,
indem Du offenbar davon ausgehst, ich könne mit einer eigenen
unikausalen Welterklärung, die obige richtig stelle, dienen.

Es langt bei mir aber bestenfalls dazu, obige zu beanstanden.
Ein (dilettantischer?) Versuch sei also gestattet,
was mich jedoch nicht wenig fordert.

- expansiv-kriegerische Ausbrüche haben nicht selten ihren Kern
ausschliesslich in dem Charakter einzelner Menschen,
die "tatendurstig" sind und Führerpersönlichkeiten:
* Alexander der Grosse
* Cäsar
* Dschingis-Khan
* Chaka
* Friedrich der Grosse
* Hitler ( - ein Künstler - bildete sich den "Führer" jedoch nur ein)
* Stalin
....Frankreich unter Louis XIV hat pausenlos Kriege geführt.
Und unter Louis XV und XVI nicht.
Aber dann unter Napoleon!
Und dann wieder nicht.
Wo also bestünde eine Kausalität zu "Kindern"?

- ganze Völker der "jungen" Epoche Europas waren seelisch
"in die Ferne" ausgerichtet und haben die halbe Welt erobert.
* Holland
* Portugal
* Spanien
* England...aber eben nicht alle Völker...den Deutschen hat das -
trotz identischer Kinderzahl - seelisch schlicht nicht gelegen

- und den Chinesen ebenfalls nicht...nie jemals!

- Welche Kriege hat denn Deutschland zwischen 1871 und 1914 geführt?
Eben.
Gar keine!
England hingegen (ich hoffe, die Jahreszahlen richtig zu erinnern)
hat zwischen 1753 und 1922 nur während zweier Jahre keinen (!)
Krieg geführt.

- in der nachkulturellen, der zivilisatorischen Phase, schrumpfen die Völker.
Paare haben kaum noch Kinder, Megametropolen vermassen, Hedonismus grassiert,
eine völkisch- sterile Vergreisung tritt ein, verbunden mit diffusen "Ängsten",
mit der fixen Idee des "ewigen Friedens".
Die Kinderlosigkeit korreliert zeitlich mit dem Totalausfall
jeglichen kriegerischen Impulses noch junger Völker.
Sie ist jedoch nicht dessen Ursache!
Hei! - was war es doch dem jungen Wiking, dem Germanen eine Lust,
sich wagend im Kampfe zu bewähren!
Und auch dem Ritter.
Und dem war es schnurz&piepe, wieviele Kinder seine Bauern hatten.
Oder auch nicht.

So etwa.
In der Hoffnung, gedient zu haben,

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

schon duemmeres gelesen...

detlef, Freitag, 15.10.2010, 15:56 vor 5691 Tagen @ BBouvier (2466 Aufrufe)

Das ist Gunnar Heinsohn, der die Hypothese vertritt,
die gesamte Geschichte der Menscheit liesse sich erklären,
indem man jeweils die Anzahl der Kinder/Elternpaar zählt.

J.Diamond hingegen gelangt in seinem Buche "Kollaps"
zu ganz anderern Schlüssen:
Seiner Meinung nach ist das Verhältnis Bäume<=>Menschen
ausschlaggebend.
Er hat nach jahrzehntelangen, mühevollen Untersuchungen herausgefunden:
Wo viele Menschen sind, da gibt es wenig Bäume.
Und - gibt es viele Bäume - dann findet man dort
meist nur recht wenige Menschen.
Was grundsätzlich derart einleuchtet, dass man sich schon fragt,
wieso das vorher noch nie Jemand bemerkt hat?
Beispielsweise in Tokio.
Oder in Hochlagen des Schwarzwaldes.

Und so bastelt eben Einjeder sich seine reduktionistische
Welterklärung.

Ich selber bin der Auffassung, das alles habe mit Menschen
auch nicht das geringste nur zu tun!
Entscheidend ist doch nur ein ausgeglichenes Verhältnis
Kühe<=>Privatwaffen.
Bei angemessenem Ausgleich blühen solche Länder.
Das beste Beispiel ist die Schweiz mit ihren vielen lila Kühen.
Auch Paraguay kommt als Kandidat durchaus infrage,
obwohl bei genauerer Betrachtung der Kühe dort
diese doch noch einiges zu wünschen übrig lassen:
=>
[image]

Jedoch sind erfolgversprechende Ansätze durchaus erkennbar.

Ganz im Gegensatz zu New-York beispielsweise, das solcher
Kühe völlig entraten muss!

Hier das Scharnier zu Heinsohns Welterklärung,
zu der ich mit Bedauern sagen muss,
dass diese mit der meinen in ganz wesentlichen Punkten
nicht in Einklang zu bringen ist:
=>
http://www.dasgelbeforum.de.org/index.php?id=187861

Gruss,
BB


moin,

dank dir fuer das glied (verbindungsglied mein' ich natuerlich!)

also, mal ehrlich, ich hab schon weniger ausgereifte theorien gelesen.

was er unerwaehnt liess, dass fruehere fuersten sich im allgemeinen genau einen krieg pro generation leisteten. ausser hessen. die haben die soldaten direkt verkauft.

wenn wir unsere kenntnisse des zukunenftigen nicht haetten, wuerden wir ihm wohl glauben.

gruss,detlef

--
"Wer eine Meinung hat, ist zu dumm zum Wissen und zu schwach zum Glauben.“

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