Móðuharðindin (isländisch etwa für: Not mit dem Nebel) war eine Naturkatastrophe,
die sich in den Jahren 17831784 in Island ereignete.
Ursache war der Ausbruch des Vulkans Lakagígar,
der sogar Auswirkungen auf das weltweite Klima hatte.
Der Ausbruch der Vulkanspalte der Lakagígar (dt. Lakikrater)
begann am 8. Juni 1783. Die Eruption hielt bis zum Jahr 1784 an
und gilt heute als eine der größten in historischer Zeit dokumentierten Vulkaneruptionen.
Geschätzte 12 - 14 km³ Lava und vulkanische Asche wurden ausgestoßen.
Die Vulkaneruption verwüstete einen erheblichen Teil des südlichen Island
und hatte Auswirkungen in allererster Linie auf Island,
aber auch auf das gesamte globale Klima.
Wegen des dadurch hervorgerufenen vulkanischen Winters
kam es weltweit zu Missernten und Massensterben.
Die ausgestoßenen Aschewolken verursachten eine
Verdunkelung der Atmosphäre
und einen deutlichen Temperatursturz in Island sowie in weiten Teilen der Welt.
Die Sommer in den Jahren 17831785 verliefen ungewöhnlich kurz.
Das Land lag unter dem aerosolischen Schleier einer mit
giftigen vulkanischen Gasen (insbesondere Schwefeldioxid)
und Fluorid-haltigen Partikeln angereicherten Dunstwolke.
Die ungeheuren Mengen ausgestoßenes Schwefeldioxid reagierten mit den Wassertröpfchen
der Wolken zu schwefliger Säure und Schwefelsäure.
Millionen Tonnen Fluor wurden ausgestoßen - dieses hochgiftige Gas
regnete vermengt mit Asche auf den Boden.
Es kam in der Folge zu einem Absterben der Vegetation.
Drei Viertel des isländischen Viehbestandes ging zugrunde.
Eine Hungerkatastrophe war die Folge und fast ein Viertel
isländischen Bevölkerung verhungerte.
Vergiftungserscheinungen machten sich besonders bei den Bauern durch Atemnot bemerkbar,
die ihrer Feldarbeit kaum noch nachgehen konnten.
Malta wurde am 20. Juni von einem so dicken Nebel bedeckt,
dass die Sonne nicht zu sehen war.
In England und Finnland gab es Ascheregen.
Ganz Europa wurde von Ende Dezember 1783 bis in den Januar von einer Kältewelle heimgesucht,
die vom Schwarzen Meer bis an den Atlantik reichte.
In Frankreich war es so kalt, dass Wölfe in Dörfern auftauchten,
um Vieh zu reißen.
Die Schneemengen im Winter 1783/84 und die folgenden Hochwasser
(s.dazu Velten!)
schränkten den Ackerbau in verschiedenen deutschen Ländern in solch erheblichem Maße ein,
dass es zu gravierenden Versorgungsengpässen kam.
Man geht davon aus, dass der Laki-Ausbruch
eine der Ursachen der französischen Revolution gewesen ist,
und dass die folgenden Missernten in Frankreich die Revolution mit herbeiführten.
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Anmerkung:
Übereinstimmungen mit den uns geläufigen Schauungen
sind beabsichtigt und durchaus nicht zufällig.
Gruss,
BB
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- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."