Völlig sicher kann man da wohl kaum sein (Schauungen & Prophezeiungen)

Klara, Sonntag, 04.09.2011, 21:46 (vor 5532 Tagen) @ BBouvier (1418 Aufrufe)

Hallo, Klara!

Sehr gute Frage!

Völlig sicher kann man da wohl kaum sein.

Hallo BBouvier!
So eine Antwort ist mutig und ehrt den Schreiber.
.....

Bei den hier in der Forumstonne befindlichen
Fälschungen hingegen sieht es diesbezüglich
bereits deutlich besser aus,
weil dort rational belegbare Unstimmigkeiten
nachgewiesen werden konnten:
Exemplarisch mag da dieser
"Hepidanus von St. Gallen" dienen.

Blöde Frage: kann man Irrationales (Schauungen) mitheute
Rationalem gänzlich erklären?
Ist es nicht eher so, dass man sagt
- ok, dies ist eine echte Schau, da sie sich logisch
in den Gegenwarts- oder Zukunftskontext einfügt.
- ok, dies ist keine echte Schau, da der absolute Nonsens,
nicht einfügbar und/oder keine echte Schau, da reihenweise
abgeschrieben.
Um ein Beispiel aus einem anderen Bereich zu nennen - dem Drama.
Würden wir nun ganz Blöde behaupten, Shakespeare schrieb
keine echte Literatur, da das Thema nun schon seit Jahrhunderten
durch die Bücher-und Gedankenwelt geistert und er ganze Absätze abgeschrieben und/oder kopiert hat, nähme man dies uns heute nicht nur übel,
sondern ... naja. Wir wären auf jeden Fall außerhalb unseres
gegenwärtigen allgemeinhin akzeptierten Moduses. Rational logisch
und heute anerkannt wäre, dass Sh. "echte" Literatur schrieb usw. usf.
Wenn wir diese Situation nun auf jeglichen Umgang mit Geschriebenen
beziehen, auch vorausgesetzt, dass zu anderen Zeiten die Herstellung
eines Buches ein etwas aufwendigeres Unterfangen gewesen ist, welches
aufgrund seiner Kostspieligkeit nur mit Hilfe des heute als
Mäzenatentum bekannten Systems möglich gewesen ist, ergibt sich folgende
etwas prekäre Situation:
- die Schauung muss anerkannt und akzeptiert werden, d.h. sie muss sich in einen gesellschaftlichen Kontext einfügen. Tut sie dies nicht, gäbe es entweder keinen Gönner für die Veröffentlichung oder politische Querelen - Verfolgung etc. pp., wenn außerhalb des gesellschaftlichen Kontextes.
Die leichteste Methode sich als echte Schauungsschrift zu identifizieren, ist Altes und Anerkanntes in die "eigene" Schauung, die es zu veröffentlichen gilt, einzufügen.
In solcherart Schriften wäre die "eigene" Schau zwischen dem zu suchen, was um der Akzeptanz willen, kopiert wurde und kopiert wurde und kopieren war gut und anerkannt.
Ich schreibe erst mal nicht weiter, da bereits zu lang der Text.

Lg Klara
P.s. Ich freue mich auf Deine Antwort!

Beste Grüsse!
BB


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