An den Lorber-Experten: Zur Glaubwürdigkeit von Lorber (Schauungen & Prophezeiungen)

DerBerliner, Dienstag, 27.09.2011, 05:09 (vor 5510 Tagen) @ Alex (3244 Aufrufe)

Hallo Alex,

schön, hier einen Lorber-Experten zu treffen. Deine Meinung interessiert mich, denn es geht mir um die Glaubwürdigkeit von Lorber:

Ich bin bekennender Christ der eher raren Sorte liberaler preußischer Katholik und habe vor einigen Jahren mal versucht, mich in Lorbers Texte reinzulesen (ich glaube es war die "Haushaltung Gottes"), jedoch recht bald aufgegeben. Die Gründe sind eher subjektiv:
- Ich empfand manches der Texte als - pardon - "Geschwalle". Und das liegt nicht an den über 150 Jahren, denn unsere Sprache ist nicht so viel anders als die damals.
- Ich fragte mich alsbald, warum wenige Kernaussagen in so unheimlich aufgeblähte verbale Verpackung gehüllt (oder VERhüllt?) werden.
- Mein Bauch (Intuition) sagte mir, hier ich nicht "der Chef" am diktieren, sondern ein unterer oder mittlerer "Geist", der dem JvN durchaus wohlgesonnen sein mag, aber hier doch eher seine Ego-Spielchen treibt.
- Zusätzlich hatte ich die grundsätzliche Skepsis, ob und warum sich JvN auf diese Weise an Menschen wenden würden / sollte. Gäbe es dafür nicht eindrucksvollere und vor allem wirkungsvollere Wege als einen südsteiermärkischen (super schöne Landschaft übrigens) Musiker, der über 5.000 Seiten produziert!?

Rein objektiv stelle ich mir noch immer diese Frage:

Prämisse:
JvN hat Seine Nachricht in ziemlich wenige Worte verpackt, abgerundet und erklärt durch ein paar Beispiele ("Gleichnisse"). Geht ja auch prima, weil Seine Nachricht nun mal ziemlich kurz ist und alles andere sich daraus ableiten läßt.

Frage:
Warum bei Lorber der totale Gegensatz: Unheimlich viele Worte!

Inhaltlich habe ich nichts wirklich Neues gefunden, die naturwissenschaftlichen Beispiele mal außen vor gelassen, aber die Form, die verbale Verpackung, die hat mich gründlich abgeschreckt. Der Zeitgeist als Erklärung reicht mir nicht. Goethe war deutlich kürzer, wenn es ihm um Aussagen ging.

Das ist arg subjektiv, zugegeben. Auch will ich Lorber nicht verwerfen. Er ist sicher quasi ein Postulator der christlichen Lehre, aber seine Schreibe als direkt von JvN diktiert, das ist mir denn doch viel zu "heftig".

Ferner: Was ist für Dich so wichtig und beeindruckend an Lorber?

Über Deine Meinung und Kommentar dazu würde ich mich freuen.

Herzlichen Dank und Grüße
DerBerliner


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