An Norbert und Mitleser (Schauungen & Prophezeiungen)

Down Under, Samstag, 26.11.2011, 13:00 (vor 5450 Tagen) @ Norbert (2589 Aufrufe)

Hallo Norbert,
ich versuche noch einmal, Dich wieder zum Schreiben zu bewegen. Du hattest einen sehr interessanten Beitrag ins Forum gestellt und wurdest daraufhin aus Kuebeln uebergossen. Das kommt leider vor in diesem Forum.
Wie oftmals im Leben sind die schnellsten und lautesten Aeusserungen meist nicht die sachlichsten und hilfreichsten. Vieles hier ist von Zynismus, Ueberheblichkeit und teilweise von hasserfuellter Gesinnung gepraegt. Wir hatten gerade vor kurzem wieder einen Beispielsfall.
Ich versuche, dies zu ignorieren und von den Menschen guten Willens etwas mitzunehmen und vielleicht auch ein wenig zurueckzugeben. Deartige gibt es hier im Forum. Auch das hat der letzte Beispielsfall wieder gezeigt, in Form der Reaktionen darauf.
Uebrigens wird in Neuseeland der Katholizismus zum Teil noch sehr aktiv und traditionell gelebt, vor allem auch dank der jungen asiatischen Einwanderer, von denen viele katholisch sind. Die Kirche waechst hier, wie in vielen Teilen Ozeaniens/Asiens. Im Januar wird es wieder ein sogenanntes 'Hearts Aflame' geben.
Ich wuerde gerne mehr ueber Deine Quellen und Ansichten/Einsichten hoeren. Besonders interessiere ich mich fuer Fatima und Akita sowie die Marienerscheinungen von Aegypten (Zeitoun und Assiut).
Meine diesbezuegliche Suche nach Antworten richte ich nicht nur an Dich, sondern an das gesamte Forum. Ich hatte dies schon einmal unternommen, aber es sind noch viele Fragen offen geblieben.
Hinsichtlich Fatima und Akita wundere ich mich ueber die Uebereinstimmungen der Akita-Aussagen mit dem in der Zeitschrit 'Neues Europa' von 1963 veroeffentlichtem Text zu Fatima. Kardinal Bertone hat in seinem Buch 'The last secret of Fatima' ca. 2007 darauf bestanden, dass die 1917 in Fatima getroffenen Aussagen im Jahr 2000 vollstaendig vom Vatikan veroffentlicht wurden. Diese Veroeffentlichung auf der Homepage des Vatikans stimmt allerdings mit den Akita-Aussagen nur wenig ueberein. Jedoch hat bei der Pruefung der Akita-Aussagen ca. 1980 der damalige Kardinal Ratzinger wohl selbst eine Uebereinstimmung der Aussagen von Fatima (1917) sowie Akita (ca. 1980) angesprochen.
Was koennte das bedeuten? Wird etwa 'gemauert'? Ist es ketzerisch, so etwas anzunehmen, oder waere es hilfreich, hier einigen Teilnehmern zu folgen, die auf 'die Protokolle' verweisen?
Mich interessiert ueberhaupt das 'wieso, weshalb, warum'. Wer (das) nicht fragt, bleibt dumm (schrieb ein Teilnehmer vor einiger Zeit im Forum).
An den Erscheinungen von Zeitoun und Assiut fasziniert mich, dass diese fotografisch festgehalten und teilweise sogar in Zeitungen veroeffentlich wurden, also nicht einfach abgetan werden koennen. Die Hinweise hier im Forum auf meine frueheren entsprechenden Fragen (zweifelhafte Quelle der 'Lichterscheinungen') habe ich nicht ueberlesen.
Schauungen halte ich fuer schwer verifizierbar. Dies hat auch ein Beispielsfall vor kurzem gezeigt, wo tagelang diskutiert wurde, wie die Sauerstoffschlaeuche der geschauten Masken beschaffen waren. Ein in Kaufering wohnender Teilnehmer hat sich dabei verstaendlicherweise ob der fuer seinen Ort geschauten Militaeraktion erschrocken. Am Ende musste alles verworfen werden, weil die Quellenangaben voller innerer Widersprueche waren. Dies scheint mir in genereller Hinsicht das Hauptproblem bei Schauungen zu sein.
Die Aussagen von Fatima und Akita nehme ich ernster, weil die einhergehenden Erscheinungen in Fatima von Zehntausenden und in Akita von Hunderten beobachtet wurden. Dennoch bin ich auch fuer Schauungen aufgeschlossen, da ich grundsaetzlich versuche, offen fuer Neues zu bleiben und nicht geistig oder verbal zu entgleisen oder mich festzufahren.
Ich glaube nicht an eine deterministische Weltordnung, sondern an Willensfreiheit. Deshalb sehe ich eine Gefahr darin, sich zu sehr auf Schauungen zu kaprizieren.
Prophezeiungen scheinen mir leichter verifizierbar zu sein (zumindest wenn sie mit sichtbaren Begleiterscheinungen wie in Fatima oder Akita einhergehen). Sie sind auch leichter mit Willensfreiheit und einer deistischen Weltordnung in Einklang zu bringen, da sie Raum fuer Umkehr anbieten und das Prophezeite nicht als Zwangslaeufigkeit darstellen.
Andere Prophezeiungen (wie etwa die 'Feldpostbriefe') sind nachpruefbar, weil Teile des Prophezeiten bereits eingetreten sind. Diese scheinen hier im Forum allgemein anerkannt zu sein. Allerdings haben wohl auch die Feldpostbriefe (indirekt) einen christlichen Hintergrund (nicht durch den Schreiber Andreas Rill, sondern in Form des prophetischen Franzosen). Der prophetische Franzose soll es als 'Maurer' zum Millionaer gebracht haben, um sich dann nach Weggabe seines Vermoegens in ein katholisches Kloster zurueckzuziehen. Wer weiss, welchen Maurergrad er erreicht hatte und was ihn zu seiner radikalen Bekehrung im Sinne des Hl. Franziskus von Assisi bewegt hat. Vielleicht wusste er, was in 'den Protokollen' angedeutet wird. Ich bin gespannt auf Antworten.
AMDG,
Kiwi


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