Grundlagenfrage (Schauungen & Prophezeiungen)

nickela, Samstag, 07.04.2012, 02:07 vor 5254 Tagen (5575 Aufrufe)

Hallo zusammen,

ich lese schon einige Zeit mit und glaube, hier ein paar Grundlagenfragen stellen zu können. Sollten diese schon vor längerer Zeit besprochen worden und für eine erneute Diskussion zu uninteressant sein, genügt mir auch ein Link auf ältere Themen hier im Forum.

Was sind Deja-Vus im Vergleich mit Schauungen?

Meine konkreten Erlebnisse:

Mit ca. 14 Jahren hatte ich das Bild einer Astgabel geträumt, verbunden mit einem erstaunten Schreck, von dem ich wach geworden bin. Wenige Wochen später habe ich auf dem Obstfeld meiner Eltern genau diese Astgabel gesehen und genau (!) den gleichen erstaunten Schreck gespürt wie im Traum.

In dieser Zeit wollte ich Schauspieler werden. Kurze Zeit nach dem Astgabelerlebnis habe ich eine längere Sequenz von einem Bühnenstück geträumt, verbunden mit der Gewissheit, Schauspieler zu werden. Ich war in dieser Sequenz allerdings nicht zu sehen. Wegen dieser geträumten Sicherheit habe ich mich bei der Projektwoche meiner Schule zu einer Theater-Arbeitsgruppe gemeldet und es sage und schreibe auf einen Bühnenauftritt von zwei Minuten mit fünf Sätzen Text gebracht. Nach meinem Auftritt habe ich mich unten ins Publikum gesetzt und die Aufführung der Musical-Gruppe angesehen - mit genau der geträumten Sequenz. In dem Moment habe ich allerdings (im Gegensatz zum Astgabelerlebnis) nicht die geträumte Gewissheit gespürt, sondern ein mit der Dauer der Sequenz ansteigendes Erstaunen, das wiederum in meinem Traum nicht vorgekommen war.

Einige Zeit danach habe ich ein Bild von einem Jungen bei einem kieloben abgelegten Ruderboot an einem bewaldeten Seeufer geträumt, verbunden mit einem ordentlichen Schreck. Dazu steht das reale Gegenstück (noch?) aus. Wenn ich es aber sehen sollte, werde ich wohl den dazugehörenden ordentlichen Schreck auch fühlen.

Ab ca. 15 Jahre habe ich sowas nicht mehr geträumt, jedenfalls nicht intensiv. Ich habe immer mal wieder Deja-Vus, die aber auch in das normale psychologische bzw. neurologische Erklärungsmuster passen können. Mit diesen üblichen Erklärungsmustern habe ich auch jahrelang die oben beschriebenen Träume und Erlebnisse verdrängt. Seit ein paar Jahren passieren mir allerdings andere Sachen immer öfter, die mich dazu gebracht haben, auch unwissenschaftliche Phänomene als gegeben hinzunehmen (z.B. habe ich das Gefühl, gleich angerufen zu werden, kurz bevor das Telefon klingelt, und ich weiß auch wer dran sein wird, oder mir fällt die Antwort auf eine Frage ein, Sekundenbruchteile bevor sie gestellt wird). Deshalb würde mich die Meinung bzw. die Erfahrungswerte des Forums zum Zusammenhang Deja-Vu mit Schauungen interessieren.

Schöne Grüße

Nickela

Prägognition durch Traum

Heron, Samstag, 07.04.2012, 03:08 vor 5254 Tagen @ nickela (5222 Aufrufe)

Hallo nickela,
mich würde interessieren, ob Du schon beim Erleben des Traums weißt, dass es ein präkognitives Ereignis ist, oder fällt dir erst beim Erleben der Realität der vorausgehende Traum wieder ein?
Hast Du beim Wiedererleben von Traumereignissen ein Muster für den Abstand bis zum realen Ereignis, also liegt der Traum nur Stunden, Tage oder sehr viel länger zurück?
Und schließlich fände ich es interessant, ob Du bei deinen Traumerlebnissen neben dem Bild und der Emotion auch andere Sinneseindrücke wie Hören, Riechen, Tasten, usw. erlebst.
Gruß, Heron

Details

nickela, Samstag, 07.04.2012, 03:56 vor 5254 Tagen @ Heron (5102 Aufrufe)

Hallo Heron,

bei den beschriebenen Träumen habe ich gemerkt, dass sie definitiv "anders" sind als normale Träume. Auch beim ersten. Den Gedanken, dass "anders" = präkognitiv ist, hatte ich bei den ersten beiden Träumen nicht. Beim dritten dann schon, aber mehr nach dem Aufwachen und aus der Erfahrung der ersten beiden.

Die zeitlichen Abstände hatte kein Schema. Beim ersten mal ging's ziemlich schnell, Tage oder Wochen. Beim zweiten mal ging's um Wochen oder Monate. Der dritte Traum ist jetzt über 25 Jahre her. Ich war mir anfangs sehr sicher, dass ich das Bild zu sehen kriege, dann habe ich die Sache ca. 20 Jahre lang hinter den üblichen neurologischen Deja-Vu-Erklärungen verdrängt weil ich mich mit der Sache unwohl gefühlt habe, jetzt denke ich wieder, dass ich irgendwann an einem bewaldeten Seeufer einen ordentlichen Schreck kriegen werde.

Zur Frage nach anderen Sinneseindrücken: Riechen und Tasten definitiv nein. Hören... ich erinnere mich bei der Bühnensequenz nicht ob da beim Traum auch was zu hören war; ich bin eher visuell ausgelegt, auch im Alltag.

Ich habe heute solche Träume nicht mehr. Mittlerweile würde ich sagen: leider. Als mich die Sache noch beunruhigt hat, war ich froh dafür, nicht noch mehr verdrängen zu müssen.

Mittlerweile habe ich wie gesagt eher Erlebnisse wie, vor dem Anruf zu fühlen dass einer anrufen wird und wer es ist, oder dass mir im Gespräch eine Frage im Kopf auftaucht und ich die Antwort im Kopf habe, bevor mir die Frage gestellt wird - und das bei Fragen, die sich nicht automatisch aus dem Gesprächsverlauf ergeben. Es fühlt sich dabei mehr so an, als ob mir die Frage gleichzeitig im Kopf entsteht wie dem, der fragt, und dass ich die Zeit zum Antwort erdenken nur dadurch gewinne, weil der Frager seine gedachte Frage erst noch sprechen muss. Aber das hat mit Schauungen wohl nicht allzu viel zu tun.

Gruß

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Ergänzung

nickela, Samstag, 07.04.2012, 04:29 vor 5254 Tagen @ nickela (5080 Aufrufe)

Eine Ergänzung habe ich noch, Heron:

Es gibt einen weiteren Traum, bei dem ich schweißgebadet wachgeworden bin mit dem Gefühl, dass er "anders" ist, genau wie die ersten drei: Meine Mutter sagt mir weinend und verzweifelt, dass sie Krebs hat. Bei diesem Traum habe ich sie klar sprechen gehört, weniger klar gesehen, um deine Detailfrage nochmal aufzugreifen.

Sie hat's am Herz, deshalb hoffe ich sehr, dass ich daneben liege und es ein stinknormaler Alptraum war. Aber der Traum war so beunruhigend, dass ich meinen Eltern vor ein paar Jahren ihren Traumurlaub geschenkt habe. Und zwar zum damaligen Zeitpunkt und nicht später... Sie haben sich sehr gefreut und sprechen heute noch davon :o) Immerhin, dafür war der Traum gut, egal welcher Natur er war.

Gruß

Nickela

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Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Einordnung des Déjà-vu's

Heron, Montag, 09.04.2012, 03:05 vor 5252 Tagen @ nickela (5187 Aufrufe)

Hallo nickela,

also ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass Déjà-vu's genau in der von dir beschriebenen Weise auftreten und das es sehr viele Menschen (wahrscheinlich sogar alle) gibt, die bereits ein Déjà-vu hatten. Die bisherigen Erklärungsversuche der Neurophysiologen sind etwas hilflos, weil man die irrationale Komponente dabei nicht einbeziehen kann. Auch hat man sich dem Phänomen daher nur mehr eher beschreibend nähern können. Eine unbestreitbare funktionale Erklärung gibt es daher nicht. Immerhin gibt es aber unter Einfluss von Drogen und manchen psychischen Erkrankengen sehr wohl Personen, die wesentlich häufiger Déjà-vu's erleben als bei anderen Menschen. z.B. hier beschrieben

Den Ansatz in dem Link das Déjà-vu grundsätzlich als "falsche Erinnerung" und damit als Hirnstörung zu betrachten bitte ich zu ignorieren. Meiner Meinung nach ist das "wissenschaftlich untersuchte" Déjà-vu etwas anders definiert, nämlich in Richtung auf eine untersuchbare Störung, womit das präkognitive Déjà-vu nicht zum Untersuchungsspektrum zählt.

Ich kann versichern ich stehe nicht unter Drogen. Ich habe auch keine diagnostizierte Hirnfunktionsstörung und es geht mir wie den 90% aller Menschen, die zugeben ein Déjà-vu gehabt zu haben. Im Unterschied zum wissenschaftlichen Erklärungsanatz kann ich aber "Falscherinnerungen" ausschließen. Bei mir hat es sich auch jeweils um Traumerlebnisse gehandelt, die später genau in der im Traum erlebten Weise geschehen sind.
Konkret waren das nur Bilder oder Kurzsequenzen von weniger als 1s Dauer, so dass keine Chance bestand bei Erleben etwas zu ändern. Der Eindruck besteht jeweils aus dem Bild und der Stimmung beim Erlebnis, keine Farben, keine Geräusche oder sonstige Sinneserlebnisse. Außerdem kann ich einen präkognitiven Déjà-vu Traum nicht erkennen. Er ist wie jeder andere Traum. Allerdings werte ich meine Träume nicht besonders aus oder sammle sie. Erst im Moment des Erlebnisses (bzw. in der Sekunde danach) wird mir bewußt, dass genau diese Situation schon einmal von mir im Traum erlebt wurde. Der Zeitabstand zum Traum ist variabel, immer mehrere Jahre, niemals weniger. Interessant dabei ist die Präzision dabei, das Bilderlebnis ist exakt und detailliert. Aber ich könnte das nur schwer in präzise Worte kleiden. Als Analogie mag dienen, das es schwer fällt, bei einem flüchtigen Blick auf ein unbekanntes Bild, die Details genau zu beschreiben, obwohl man es ohne Zweifel sofort wiedererkennen würde.
Ich darf ausserdem anmerken, dass meine Präkognitionserlebnisse allesamt nur auf mich bezogen sind und dass es sich immer um banale Situationen handelt. Z.B. ein Bild auf einer Wanderung, aber korrekt mit den begleitenden Leuten und der Stimmung. Ein Bild beim Abgeben von etwas (allerdings eindeutig zuordnungsfähig, was und wo das war, keine Wiederholung oder Verallgemeinerung möglich) oder ein Bild von meinem PC-Display mit einem Programm, das exakt die Wiedererkennung erlaubt.
Das ist nun alles nichts weltbewegendes und erlaubt in keiner Weise einen Blick in die Zukunft. Allerdings implizieren meine Erlebnisse, das die Zukunft eben doch schon im Detail existieren muss. Ich kann mir keine Phantasie vorstellen, die einen exakten Bildeindruck Jahre im Voraus für Entscheidungen, die noch gar nicht getroffen sind, produziert. Allerdings ist es möglich, dass nur eine von vielen möglichen Zukünften wirklich realisiert, da ich nicht weiss, was ich vielleicht noch alles träume und was aber nie real wird. Totzdem ist mein Erinnerungsbild aus dem jeweiligen Traum konkret und exakt und nicht irendwie vage.

Deine ursprüngliche Frage ob ein Déjà-vu eine Schauung ist möchte ich daher so beantworten.

- Die Definition des Déjà-vu muss auf das präkognitive Déjà-vu erweitrt werden, um nicht mit der neurowissenschaftlichen Definition verwechselt zu werden.
- Das präkognitive Déjà-vu ist offenbar eher kurz und präzise, fast immer optisch. Außer den durch Sinnesorgane gelieferten Informationen können auch Stimmungen/Emotionen Bestandteil sein. Genau so, als würde das Ereignis erlebt werden, nicht nur geschaut.
- Das Déjà-vu wäre nach dieser Beschreibung der Spezialfall einer Schauung, die ungewöhnlich präzise und verwechslungsfrei vom Sehenden wahrgenommen wird.
- Schauungen sind sonst viel allgemeiner definiert, weil hierbei der Schauende nicht immer persönlich die Quelle ist, auch kann eine Schauung daher auch Inhalte zum Gegenstand haben, die nicht nur den Schauenden betreffen. Ebenso gibt es bei Schauungen viele Unschärfen, die meiner Meinung nach nicht nur durch die Schwierigkeit der Beschreibung entstehen. Es gibt auch die vielfach beschworenen "symbolischen Elemente" im Gegensatz zum konkreten Bild. Bei Schauungen wird außerdem inzwischen diskutiert, ob Verlaufsänderungen möglich sind.

Mir ist klar, dass ich mit obiger Beschreibung das Déjà-vu auch nicht erklären kann, aber es ist ein sehr interessanter Ansatz um das Thema Schauung überhaupt untersuchen zu können ohne dabei immer ins nebulöse abzuirren. Allerdings ergibt sich für das Forum wohl auch keine nutzbringende Anwendung, wie eine zutreffende Vorhersage des Weltgeschehens.

Gruß, Heron

Gute Analyse

nickela, Montag, 09.04.2012, 12:25 vor 5252 Tagen @ Heron (4957 Aufrufe)

Hallo Heron,

danke für deine ausführliche Antwort und Analyse, die ich sehr stimmig finde. Auch die Unterscheidung zwischen "normalen" und "präkognitiven" Déja-Vus erscheint mir sehr sinnvoll.

Ich habe öfter mal "normale" Déja-Vus. Auf die kann die gängige Erklärung über "falsche Erinnerungen" aber sehr gut zutreffen, weil ich mich nicht explizit erinnern kann, wo und wann ich die Situation vorher schonmal gesehen habe. Dagegen sind die drei von mir beschriebenen präkognitiven (wenn der dritte Traum auch einer ist) Déja-Vus ganz anderer Natur, weil ich vor Schreck wachgeworden bin und deshalb sehr genau in Erinnerung hatte / habe, dass ich die Sachen ca. 1986/87 geträumt habe.

Vielleicht wird dir beim Träumen deshalb nicht bewusst, dass du einen präkognitiven Déja-Vu-Traum hast, weil du dich erst, wie du schreibst, eine Sekunde später darüber wunderst bzw. erschreckst. Bei mir ist das zwei mal schon in dem Moment passiert, als ich das geträumte gesehen und sofort wiedererkannt habe - damit ist der Schreck "mitübertragen" worden und konnte als Erkennungsmarker dienen.

Das nur als kleine Ergänzung.

Schöne Grüße

Nickela

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Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Wirklich Zukunftsschau?

Bernhard_Berlin, Donnerstag, 12.04.2012, 14:56 vor 5249 Tagen @ Heron (5027 Aufrufe)

Guten Tag,

wenn Dir erst im Nachhinein auffällt, dass Du die jeweilige Situation schon einmal Jahre zuvor erträumt hast, woher weißt Du dann, dass dieser angenommene Traum wirklich stattgefunden hat und Du Dich nicht nur nachträglich an einen vermeintlichen Traum zu erinnern glaubst, den es aber nie gegeben hat, eben weil es eben doch nur ein neurowissenschaftlich erklärbares Déjà Vu gewesen ist?

Ich kenne das Phänomen ebenfalls aus eigenem Erleben und Deine Beschreibung passt dazu exakt. Nur bin ich geneigt anzunehmen, dass dabei die vermeintliche Erinnerung an früheres Erträumen eine Täuschung ist -- eben jene, von der die Neurowissenschaft ausgeht. Wer kann sich schon so gut an kleinste Details aus Jahre zurückliegenden Träumen erinnern, dass er diese Möglichkeit ausschließen könnte?

Grüße,
Bernhard

Déjà-vu in der Neurophsiologie und präkognitiv?

Heron, Donnerstag, 12.04.2012, 16:27 vor 5249 Tagen @ Bernhard_Berlin (5130 Aufrufe)

Hallo Bernhard,

> wenn Dir erst im Nachhinein auffällt, dass Du die jeweilige Situation schon einmal Jahre zuvor erträumt hast, woher weißt Du dann, dass dieser angenommene Traum wirklich stattgefunden hat und Du Dich nicht nur nachträglich an einen vermeintlichen Traum zu erinnern glaubst, den es aber nie gegeben hat, eben weil es eben doch nur ein neurowissenschaftlich erklärbares Déjà Vu gewesen ist?

Mit letzter Gewissheit ließe sich Dein Gegenargument nur ausräumen, wenn ich ein Traumtagebuch hätte, auf das ich verweisen könnte. Allerdings ist das bei der Anzahl der Träume und den wenigen, die ein Déjà-vu ergeben ein ziemlich mühseliges Unterfangen. Auch weil man dazu alle Träume erfassen müsste. Dazu wäre es erforderlich nach jeder Traumphase aufzuwachen, um die Erinnerungsblockade zu umgehen. Ein völlig unmögliches Unterfangen.

Immerhin kann ich dir versichern, dass ich mich daran erinnere das entsprechende Bild im Moment des Erlebens geträumt zu haben. Das Traumbild ist am ehesten wie ein etwas unscharfes Foto, weil Details wie Text, Zahlen, und bisher auch Gesichtszüge, fehlen. Ich habe ja schon darauf hingewiesen, dass ich das Bild zwar wiedererkenne, aber es handelt sich nicht um ein verarbeitetes Erlebnis über das ich reflektiert berichten könnte. Stell dir mal vor Du guckst bei einer Fahrt, z.B. mit dem Auto, kurz zur Seite aus dem Fenster. Dieser kurze Blick auf etwas würde dir reichen um das Gesehene einwandfrei als schon mal gesehen zu identifizieren. Du wüßtest wahrscheinlich auch den Umstand dazu (bei einer Fahrt), aber es würde dir schwer fallen ohne dieses Wiedererkennungserlebnis gerade diesen kurzen Seitenblick detailliert zu beschreiben.

Besonderheiten unseres Gehirns haben mit Sicherheit einen Einfluß auf dieses Problem der Beschreibbarkeit. Beispielsweise kann ich mich normalerweise an Träume nur direkt nach dem Aufwachen (wenn überhaupt) erinnern. Wenn ich versuche sie zu beschreiben, verblaßt noch während ich das tue in ganz kurzer Zeit das total plastische und eindrückliche Bild und ich bin unfähig konkret zu benennen was ich da gesehen habe. Das liegt dann natürlich daran, dass beim Träumen die dadurch anfallende Erinnerung anders verarbeitet wird, als beim bewußten Erleben. Bei bewußtem Erleben läuft der "Langzeitspeicher" gewissermaßen mit, beim Träumen ist nur der "Kurzzeitspeicher" noch abbrufbar. Wenn sich dieser leert ergeben sich solche Unfähigkeiten, dass die Worte zur Beschreibung nicht zugeordnet werden können. Ähnliche Unfähigkeiten kann man z.B. auch bei Amnäsiepatienten finden.

Im übrigen finde ich es z.B. überraschend, dass es durchaus Träume gibt, an die ich mich wieder erinnere, obwohl ich sie längst vergessen hatte, weil es irgendein Erlebnis gibt, dass eine Assoziation mit diesem Traum wieder herstellt. Und das sind ganz ausdrücklich keine Déjà-vu's, weil der Traum nicht Deckungsgleich mit dem Erlebnis ist.

Bei einem neurophysiologisch beschreibbarem Déjà-vu, gehe ich mal davon aus, dass es auch keine Erinnerung an einen Traum dabei gibt, sondern es entsteht lediglich das verstörende Gefühl schon mal erlebt zu haben aber keine Einordnung wann und wie das geschehen sein soll.

Zitat von hier: Süddeutsche - falscher-eindruck-wo-die-dej-vus-herkommen 07.11.2007
Traten bei den Teilnehmern falsche Erinnerungen auf, wich ihre Gehirnaktivität von diesem Schema ab: Der Scheitellappen war aktiv und die Personen glaubten, sich an eine Szene erinnern zu können. Doch das Areal im Schläfenlappen blieb stumm - die Befragten konnten keine Details zu der Erinnerung angeben oder sagen, wann sie das Ereignis bereits erlebt hatten. Zudem waren sie sich unsicherer, ob die Déjà-vus echt waren, als bei Erlebnissen, die tatsächlich stattgefunden hatten.

Mir ist schon klar, dass damit nichts bewiesen ist. Aber ich denke schon, dass man besonders Im Hinblick auf das Forumsthema auch das präkognitive Déjà-vu als Schauungsform nicht einfach abtun kann. Außerdem haben die Neurophysiologen als Naturwissenschaftler nicht die Freiheit sich mit Präkognition ernsthaft zu befassen (wegen des Verstoßes gegen die Kausallogik). So dass jede Untersuchung dazu die Ergebnisse in eine andere Richtung interpretieren muss.

Gruß, Heron

Déjà-vu - analyse

detlef, Freitag, 13.04.2012, 12:38 vor 5248 Tagen @ Heron (4902 Aufrufe)

warum beschaeftigen wir uns hier jetzt mit "Déjà-vu"?

da oben steht:
Weltenwende
Schauungen - Analysen - Prognosen

also mal kurz analysiert:
da einem die Déjà-vus immer erst bewusst werden, wenn die "geschaute" (getraeumte) handlung real eintritt, haben sie keinerlei wert fuer prognosen.

wie du richtig schreibst, ist es praktisch nicht moeglich alle traeume zu protokollieren.
also kann man den Déjà-vus auch nicht ueber die traumdeuterei beikommen.

dies phaenomen ist zwar weit verbreitet, aber leider fuer unsere zwecke vollkommen unbrauchbar.
(ausser vielleicht als aufhaenger fuer persoenliche "zeugnisse", die uns aber auch nur ablenken, statt uns weiter zu bringen)

gruss,detlef

Relevanz von Déjà-vu's in Bezug auf Schauungen

Heron, Samstag, 14.04.2012, 01:07 vor 5247 Tagen @ detlef (4986 Aufrufe)

Hallo detlef,

Ich habe ja schon in meinem ersten Beitrag in diesem Thread geschrieben, dass ich Déjà-vu's nicht verwendbar für Zukunftsprognosen halte. Allerdings nicht deshalb, weil einige "immer" erst im nachhinein als präkognitiv erkannt werden, sondern wegen ihrer Kürze. Der Informationsgehalt läßt eher im Ausnahmefall als in der Regel Schlüsse zu, wie die, die aus einer Schauung gewonnen werden könnten.

Es gibt aber schon Aspekte am Déjà-vu, die zum Thema Schauung Beachtung verdienen.
1. Fast alle Menschen haben welche. (Allerdings ist unbekannt wieviele davon mit präkognitivem Charakter sind.)
2. Unter der Annahme, dass es präkognitive Déjà-vu's gibt, sind sie auch eine Schauung, wenn auch eine spezielle Form (Hypothese: Es könnte sich um die Basisfähigkeit handeln, die erst Schauungen ermöglicht.)
3. Nur ich kann meine Déjà-vu's erst im nachhinein als präkognitiv einordnen. Bei nickela ist das anders. Gemeinsam ist dagegen die Seltenheit derart eingeordneter Déjà-vu's. (Das Phänomen ist bisher eigentlich wenig Untersucht. Ich werde mal sehen ob ich dafür öffentlich zugängliche Studien finde, die das Phänomen etwas ausführlicher behandeln. Ich erwarte eigentlich, dass das Phänomen vielschichtiger ist. D.h. es wird verschiedene Phänomene geben. die unter diesem Begriff subsummiert werden und es wird schwer sein Präkognition von anderen Formen des Déjà-vu zu unterscheiden, wenn man die physiologischen Grundlagen nicht/ungenügend kennt.)

Ich erinnere daran, dass auch Schauungen erst dann verifiziert werden, wenn sie eingetroffen sind. Ganz zu schweigen von den Unschärfen durch Symbolik, Interpretation, Erfindung und Fälschung. Die Vermutung, dass ein Seher korrekte Vorhersagen gemacht hat, weil es bereits eingetroffene Vorhersagen gibt, reicht ja leider nicht aus, weil das die Gilde der Fälscher geradezu motiviert. Auch hat sich bisher jede Schau bezüglich der Vorhersage ihres Erfüllungszeitraums als Ente erwiesen.

Die Brauchbarkeit von Schauungen für die Zukunftsprognose ist ebenfalls recht begrenzt, weil es bisher immer schwer war eine Fälschung auszuschließen und Prophezeiungen (die sich nicht erfüllen müssen, aber dennoch gesehen werden) zu erkennen. Ich gebe zu, man kann bei Schauungen wesentlich mehr diskutieren, wie man sie einordnen will und welche Seriösität ihnen innewohnt. Aber Gewissheiten ergeben sich genau so wenig, wie bei Déjà-vu's.

Letztlich kann nur der Seher selber sagen, welchen Grad an Relevanz er seinen Schauungen zumisst. Da bist Du zum Beispiel eine große Ausnahme, indem Du nach deinen eigenen Schauungen handelst. Mir sind nicht besonders viele Seher bekannt, die für ihre Schauung in dieser Weise eine Verantwortung übernehmen.

Andere können darüber nun spekulieren und vergleichen, aber wie Du aus eigener Erfahrung weißt, wird dem Seher nicht geglaubt, es sei denn seine Schau trifft ein. Dieses Problem haben Seher bekanntlich schon so lange, wie es Berichte darüber gibt. Wenn ich es richtig verstanden habe glaubst Du selbst auch eher nur deinen eigenen Schauungen.

Ich verstehe deinen pragmatischen Ansatz dem Phänomen Schauung etwas nützliches abzugewinnen, aber auch wenn natürlich letztlich immer der Nutzeffekt das Ziel irgendeiner Aktion ist, so ist es doch recht oft nötig ein Phänomen erst einmal zu untersuchen mit dem Idealziel es zu verstehen, damit es dann auch zielgerichtet (aus)genutzt werden kann.

Bei Schauungen kommt man mit dieser Methode nur nicht besonders weit, weil es:
1. relativ wenige Beispiele gibt und
2. es kein bekannte physikalische Basis gibt (geben kann?),
3. es aus unterschiedlichsten Gründen nur so vor Scharlatanen wimmelt, und
4. häufig Glaubensvorstellungen es verhindern eine Schauung in Frage zu stellen.

Beim Déjà-vu könnte das aber anders sein, weil:
1. das Phänomen weit verbreitet auftritt,
2. es Untersuchungen dazu gibt (in wie weit, diese allerdings brauchbar sind, muss ich noch in Erfahrung bringen), und
3. Betrug durch die Untersuchungsbedingungen nach Möglichkeit ausgeschlossen werden kann.

Ich hoffe ausführlichen begründet zu haben, warum ich das Déjà-vu für interessant in Bezug auf Schauungen halte.

Es gibt zwei Hypothesen:
1. es gibt präkognitive Déjà-vu's
2. es handelt sich dabei um verifizierbare Schauungen

In diesem Zusammenhang hätte ich z.B. die Frage an Dich, ob Du neben deinen Schauungen auch Déjà-vu Erlebnisse hattest und ob sich diese dann Schauungen zuordnen lassen.

Gruß, Heron

"Self-fulfilling Déja-Vu"

nickela, Samstag, 14.04.2012, 02:36 vor 5247 Tagen @ Heron (4911 Aufrufe)

Hallo Heron, hallo Detlef,

dem möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen: Bei meinem zweiten Déja-Vu-Erlebnis, dem mit dem Schauspielerwerden und dem Blick auf die Bühne beim Auftritt unserer Nachfolgertruppe, da handelt es sich praktisch um eine sich selbst erfüllende Geschichte. Nach meinem Traum habe ich gefühlt und zusätzlich geschlossen, dass ich "Schauspieler werde". Deshalb habe ich mich zum Theaterprojekt in der Projektwoche angemeldet. Und nur deshalb habe ich nach unserem Auftritt da gesessen und konnte sehen, was ich vorher geträumt hatte. Ohne den Traum hätte es nicht die Perspektive für das Déja-Vu gegeben.

Offenbar ist es beim präkognitiven Déja-Vu prinzipiell nicht möglich, etwas am Geschichtsverlauf zu ändern. Ist es genau so bei Schauungen? Oder ist vielleicht der grundsätzliche Unterschied zwischen Déja-Vus und Schauungen, dass Schauungen abstrakter sind, aber bei den richtigen Schlüssen daraus und angepasstem Verhalten auch Änderungen des Geschichtsverlaufs zulassen?

Sind Schauungen vielleicht deshalb abstrakter, weil sie nicht aus einem fest vordefinierten Geschichtsverlauf entstehen, im Gegensatz zu den von mir erlebten praktisch fotografischen Deja-Vu-Träumen?

Gruß

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Schauung, Prophezeiung, Déjà-vu

Heron, Samstag, 14.04.2012, 04:55 vor 5247 Tagen @ nickela (5028 Aufrufe)

Hallo Nickela,

> dem möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen: Bei meinem zweiten Déja-Vu-Erlebnis, dem mit dem Schauspielerwerden und dem Blick auf die Bühne beim Auftritt unserer Nachfolgertruppe, da handelt es sich praktisch um eine sich selbst erfüllende Geschichte. Nach meinem Traum habe ich gefühlt und zusätzlich geschlossen, dass ich "Schauspieler werde". Deshalb habe ich mich zum Theaterprojekt in der Projektwoche angemeldet. Und nur deshalb habe ich nach unserem Auftritt da gesessen und konnte sehen, was ich vorher geträumt hatte. Ohne den Traum hätte es nicht die Perspektive für das Déja-Vu gegeben.
[quote]
Offenbar ist es beim präkognitiven Déja-Vu prinzipiell nicht möglich, etwas am Geschichtsverlauf zu ändern. Ist es genau so bei Schauungen? Oder ist vielleicht der grundsätzliche Unterschied zwischen Déja-Vus und Schauungen, dass Schauungen abstrakter sind, aber bei den richtigen Schlüssen daraus und angepasstem Verhalten auch Änderungen des Geschichtsverlaufs zulassen?

Sind Schauungen vielleicht deshalb abstrakter, weil sie nicht aus einem fest vordefinierten Geschichtsverlauf entstehen, im Gegensatz zu den von mir erlebten praktisch fotografischen Deja-Vu-Träumen?
[/quote]

Den Unterschied Prophezeiung/Schauung hatten wir schon öfter diskutiert. Es ist z.T. eine Frage der Definition (was genau ist eine Schauung, was ist eine Prophezeiung). Es liegt aber vermutlich auch am Wesen der Zeit oder der Quelle für die Schau/Prophezeiung. Ich verweise dazu auf diese beiden Forumsbeiträge:
NeuOrest 26.03.2012 https://schauungen.de/forum/index.php?id=15762
rauhnacht 20.12.2011 https://schauungen.de/forum/index.php?id=14606

Ich verwende gern die folgende Definition:

Prophezeiung:
Eine Beschreibung eines zukünftigen Ereignisses, dessen Eintreffen nicht gewiss ist und, neben dem Ereignis selbst auch dessen Abwendung/Änderung zum Inhalt hat.

Schauung:
Eine Beschreibung eines zukünftigen Ereignisses, dessen Eintreffen nicht gewiss ist und, da ja bekannt, geändert werden könnte.

Dabei fragt sich natürlich, ob die zur Änderung nötigen Faktoren auch von dem/den Empfänger/n der Prophezeiung beeinflußt werden können.

Gewissheit, ob es eine Prophezeiung war, gibt es leider nur dann, wenn das Ereignis eingetreten ist, aber einen anderen Verlauf nahm, wie prophezeit. Wenn das Ereignis nicht eingetreten ist, ist es entweder noch nicht eingetreten oder aber es ist komplett ausgefallen. In dem Fall gibt es niemals eine Bestätigung, ob es sich um eine Prophezeiung gehandelt hat. Man kann im Prinzip bis zum jüngsten Tag warten, ob sie sich noch erfüllt. Es hängt natürlich auch immer davon ab, was eine Prophezeiung zum Inhalt hat, ob man sie als erfüllt, erfüllt und geändert oder als ausgefallen betrachten will.

Gewissheit, ob es eine Schauung war, gibt es ebenfalls erst dann, wenn das Ereignis unverändert genau so eingetroffen ist, wie es gesehen wurde.
Eine Schauung kann nachträglich als Prophezeiung klassifiziert werden, wenn die Schauung nicht unverändert eingetroffen ist. In dem Fall unterliegt es der Interpretation, wie der tatsächlich stattgefundene Verlauf der ursprünglichen Schauung zuzuordnen ist. Es ist klar, dass unter diesen Umständen die Abgrenzung spekulativ werden kann.

Das Problem bei diesen Begriffen ist, dass sie auch in der Umgangssprache verwendet werden und dort nicht die Bedeutung einer Definition haben.

Außerdem ist ja auch schon die Frage ob eine Schauung/Prophezeiung eingetroffen ist immer strittig, wenn es sich um symbolische Inhalte, Vermischungen, Interpretationen, usw. handelt. Ganz zu schweigen von der Verwirrung die Fälscher oder Spaßvögel anrichten.

Ich würde das präkognitive Déjà-vu gerne als Schauung ansehen. Das markante daran ist ja die exakte Übereinstimmung der Schau/Traum mit dem Ereignis. Darüber berichtet wird ja gewöhnlich auch nur dann, wenn es eine Verifizierung gibt, also das Ereignis eingetreten ist.
Ein Déjà-vu Erlebnis ist eigentlich zu kurz, um geändert werden zu können, es kann höchstens ausfallen. In dem Fall hat man dann wieder die bekannten Zuordnungsprobleme.

Gruß, Heron

definitionen

detlef, Samstag, 14.04.2012, 13:59 vor 5247 Tagen @ Heron (4916 Aufrufe)

moin,

meine definition weicht ab.

Ich verwende gern die folgende Definition:

Prophezeiung:
Eine Beschreibung eines zukünftigen Ereignisses, dessen Eintreffen nicht gewiss ist und, neben dem Ereignis selbst auch dessen Abwendung/Änderung zum Inhalt hat.

eine beschreibung von zukuenftigen, alternativen ereignissen, deren eintreffen konditional vom verhalten des empfaengers abhaengt.
(im allgemeinen mit religioesem inhalt und haeufig von einer "person" moderiert )

Schauung:
Eine Beschreibung eines zukünftigen Ereignisses, dessen Eintreffen nicht gewiss ist und, da ja bekannt, geändert werden könnte.

eine beschreibung von zukuenftigen ereignissen, die normalerweise nicht geaendert werden kann.
(kann von einer "person" moderiert sein, oder nicht)

Dabei fragt sich natürlich, ob die zur Änderung nötigen Faktoren auch von dem/den Empfänger/n der Prophezeiung beeinflußt werden können.

nach den definitionen, die wir hier ueber die jahre entwickelt haben, ist gerade diese, vom empfaenger geforderte beeinflussung das entscheidende merkmal fuer eine einordnung als prophezeiung.
(eine erscheinung kann also je nach inhalt eine prophezeiung, oder eine schau mitteilen)


Gewissheit, ob es eine Prophezeiung war, gibt es leider nur dann, wenn das Ereignis eingetreten ist, aber einen anderen Verlauf nahm, wie prophezeit. Wenn das Ereignis nicht eingetreten ist, ist es entweder noch nicht eingetreten oder aber es ist komplett ausgefallen. In dem Fall gibt es niemals eine Bestätigung, ob es sich um eine Prophezeiung gehandelt hat. Man kann im Prinzip bis zum jüngsten Tag warten, ob sie sich noch erfüllt. Es hängt natürlich auch immer davon ab, was eine Prophezeiung zum Inhalt hat, ob man sie als erfüllt, erfüllt und geändert oder als ausgefallen betrachten will.

ja.


Gewissheit, ob es eine Schauung war, gibt es ebenfalls erst dann, wenn das Ereignis unverändert genau so eingetroffen ist, wie es gesehen wurde.

ja.

Eine Schauung kann nachträglich als Prophezeiung klassifiziert werden, wenn die Schauung nicht unverändert eingetroffen ist. In dem Fall unterliegt es der Interpretation, wie der tatsächlich stattgefundene Verlauf der ursprünglichen Schauung zuzuordnen ist. Es ist klar, dass unter diesen Umständen die Abgrenzung spekulativ werden kann.

nein.
da das wesen der prophezeiung die aufforderung zur "aenderung" ausdruecklich enthalten muss, um eine solche zu sein.

was ist eine veraendert eingetroffene "schauung"?
in meinen augen weder exakt eine prophezeiung, noch exakt eine schauung.

mir ist diese moeglichkeit nur aus einem einzigen fall bekannt. der famosen "strassenbahnschau".
und wenn ich nicht vollstes vertrauen zu BB haette, dass er seinen sohn bis zum letzten tropfen ausgemolken haben wird, waere ich geneigt, anzunehmen, dass uns nicht die ganze "schau" mit allen begleitumstaenden bekannt ist.
im moment behelfe ich mir, indem ich diese sache als die "ausnahme der regel" auf eis lege.

Ich würde das präkognitive Déjà-vu gerne als Schauung ansehen. Das markante daran ist ja die exakte Übereinstimmung der Schau/Traum mit dem Ereignis. Darüber berichtet wird ja gewöhnlich auch nur dann, wenn es eine Verifizierung gibt, also das Ereignis eingetreten ist.
Ein Déjà-vu Erlebnis ist eigentlich zu kurz, um geändert werden zu können, es kann höchstens ausfallen. In dem Fall hat man dann wieder die bekannten Zuordnungsprobleme.

ja.


gruss,detlef

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Definition

BBouvier, Samstag, 14.04.2012, 18:28 vor 5247 Tagen @ Heron (4959 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 14.04.2012, 18:41

Prophezeiung:
Eine Beschreibung eines zukünftigen Ereignisses,
dessen Eintreffen nicht gewiss ist und, ...

Schauung:
Eine Beschreibung eines zukünftigen Ereignisses,
dessen Eintreffen nicht gewiss ist und, ...

Hallo, Heron!

Zur Diskussion.

Vielleicht ist es ja möglich und sinnvoll,
auch in den ersten Halbsätzen Unterschiede
herauszuarbeiten.

Versuche.
=>
Eine Schauung hat die Information selbst zum Inhalte.
a)
"Ein ca. 50 Meter hoher, schief stehender Turm aus Marmor
mit einem Eisengeländer oben.
Oben steht ein Mann mit braunem Mantel
und lässt unterschiedlich grosse, runde Gegenstände fallen."

Eine Prophezeiung fasst eine Begebenheit im Futur zusammen.
b)
"Jemand wird mal Kugeln von Schiefen Turm zu Pisa werfen."

Eine andere:
a)
"Etwa 30 T-72 rollen auf der BAB südlich Hannovers
nach Süden. Hannover brennt. Ich höre Artillerieabschüsse
und sehe die Einschläge bei Langenhagen.
Es ist heiss - die Sonne steht hoch am wolkenlosen Himmel."
b)
"Es kommt einst noch ein Krieg,
falls Russland nicht Maria geweiht wird.
Im Sommer.
Die Russen werden die BRD angreifen.
Auch bei Hannover wird gekämpft werden."

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Ganz einfach

Mirans, Baden-Württemberg, Samstag, 14.04.2012, 18:45 vor 5247 Tagen @ BBouvier (4971 Aufrufe)

Hallo BB,

Eine Prophezeiung fasst eine Begebenheit im Futur zusammen.
b)
"Jemand wird mal Kugeln von Schiefen Turm zu Pisa werfen."

Außerdem trägt die Prophezeiung unbedingt das Element des "Mitteilens" in sich, denn der Ausdruck stammt
vom altgriechischen propheteía für "aussprechen", "aussagen".

Wenn ich eine "Schau" (Traum/Wachtraum etc.) habe und die niemanden mitteile,
wird daraus auch keine Prophezeiung.

Gruß
Mirans

--
"Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind, und ihre Stimmen zählen genau wie unsere." - Albert Einstein
http://psiram.com/index.php?lang=de

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Definition - die Zweite

BBouvier, Sonntag, 15.04.2012, 22:04 vor 5245 Tagen @ BBouvier (4818 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 15.04.2012, 22:09

Hallo, Heron!

Zur Diskussion.

Vielleicht ist es ja möglich und sinnvoll,
auch in den ersten Halbsätzen Unterschiede
herauszuarbeiten.

Versuche.
=>
Eine Schauung hat die Information selbst zum Inhalte.
a)
"Ein ca. 50 Meter hoher, schief stehender Turm aus Marmor
mit einem Eisengeländer oben.
Oben steht ein Mann mit braunem Mantel
und lässt unterschiedlich grosse, runde Gegenstände fallen."

Eine Prophezeiung fasst eine Begebenheit im Futur zusammen.
b)
"Jemand wird mal Kugeln von Schiefen Turm zu Pisa werfen."

Eine andere:
a)
"Etwa 30 T-72 rollen auf der BAB südlich Hannovers
nach Süden. Hannover brennt. Ich höre Artillerieabschüsse
und sehe die Einschläge bei Langenhagen.
Es ist heiss - die Sonne steht hoch am wolkenlosen Himmel."
b)
"Es kommt einst noch ein Krieg,
falls Russland nicht Maria geweiht wird.
Im Sommer.
Die Russen werden die BRD angreifen.
Auch bei Hannover wird gekämpft werden."

Gruss,
BB


"Schau"
Die "Information selbst " eines präcognitiv Begabten, künftiges Geschehen betreffend.

"Prophezeiung"
Eine - oft von Bedingungen abhängige - Prognose
künftigen Geschehens auf Basis recht unterschiedlicher Information.

Beispiele Schau:
"Paris. Der Eiffelturm brennt. Schwarzer Rauch über der ganzen Stadt."
"Auf der Autobahn bei Stuttgart rollen 33 T-72 nach Westen."
"Über Bayern schwebt die Himmelskönigin und breitet
schützend ihren blauen Mantel über das Land."

Beispiele Prophezeiungen:
"Falls Du weiter so viel frisst,
dann wirst Du bald aus Deiner Hose platzen."
"Bis 2025 werden Menschen auf dem Mars landen."
"Die Russen werden einst plötzlich ganz Europa angreifen."
"Falls nicht genug gebetet wird,
dann wird GOTT die Welt fürchterlich strafen."

Gruss,
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

prognosen

detlef, Montag, 16.04.2012, 15:08 vor 5245 Tagen @ BBouvier (4876 Aufrufe)

Beispiele Prophezeiungen:


[quote]"Falls Du weiter so viel frisst,
dann wirst Du bald aus Deiner Hose platzen."
[/quote]

[quote]"Bis 2025 werden Menschen auf dem Mars landen."
"Die Russen werden einst plötzlich ganz Europa angreifen."
[/quote]

[quote]"Falls nicht genug gebetet wird,
dann wird GOTT die Welt fürchterlich strafen."
>
Gruss,
BB[/quote]

warum bezeichnest du die von mir rot gefaebten beispiele als prophezeiungen?
sind das nicht eher prognosen?
schliesslich ist da keine kondition eingebaut.

gruss,detlef

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Es geht auch "alles durcheinander"

BBouvier, Montag, 16.04.2012, 16:31 vor 5245 Tagen @ detlef (4939 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 16.04.2012, 16:52

Beispiele Prophezeiungen:

"Falls Du weiter so viel frisst,
dann wirst Du bald aus Deiner Hose platzen."

"Bis 2025 werden Menschen auf dem Mars landen."
"Die Russen werden einst plötzlich ganz Europa angreifen."

"Falls nicht genug gebetet wird,
dann wird GOTT die Welt fürchterlich strafen."
Gruss,
BB

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

warum bezeichnest du die von mir rot gefaebten beispiele als prophezeiungen?
sind das nicht eher prognosen?
schliesslich ist da keine kondition eingebaut.

gruss,detlef

Hallo, Detlef!

Als Definition "Prophezeiung" hatte ich ausgeführt:
"Eine - oft von Bedingungen abhängige - Prognose künftigen Geschehens
auf Basis recht unterschiedlicher Information
."

Der Begriff schillert daher ein wenig und ist nicht einheitlich.
Eine Prophezeiung gründet sich auf:
- prognostische Vermutung, die sehr wahrscheinlich
als auch eintreffend erachtet wird
- Kenntnis einer Schauung
(die pauschal wiedergegeben oder gedeutet wird)
- sich gedachte Folgen menschlichen Verhaltens ( falls => dann)
Letztere nicht selten ("Moral") in religiösem und warnendem Kontext.

Es geht auch "alles durcheinander":
"Falls der Rosenkranz nicht fleissig genug gebetet wird
(Moral)
dann werden die Russen Europa angreifen
(hat mal was von Irlmaier gehört)
und weithin wird alles eine strahlende, atomare Wüstenei
(denke ich mir mal so - ist doch eigentlich logisch)

Gruss,
BB

--
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provisorisch geantwortet

detlef, Samstag, 14.04.2012, 12:50 vor 5247 Tagen @ nickela (4852 Aufrufe)

moin,

bitte lies im zusammenhang mit dieser antwort auch, was ich auf herons gute beitraege vor und nach dem deinen schreiben werde.

dem möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen: Bei meinem zweiten Déja-Vu-Erlebnis, dem mit dem Schauspielerwerden und dem Blick auf die Bühne beim Auftritt unserer Nachfolgertruppe, da handelt es sich praktisch um eine sich selbst erfüllende Geschichte. Nach meinem Traum habe ich gefühlt und zusätzlich geschlossen, dass ich "Schauspieler werde". Deshalb habe ich mich zum Theaterprojekt in der Projektwoche angemeldet. Und nur deshalb habe ich nach unserem Auftritt da gesessen und konnte sehen, was ich vorher geträumt hatte. Ohne den Traum hätte es nicht die Perspektive für das Déja-Vu gegeben.

das, was du hier schilderst, wuerde ich nicht als déja vu einordnen.
die tatsache, dass du vor eintreten von diesem "traum" wusstest (bewusst wusstest)zwingt mich, ihn als schauung einzuordnen.


Offenbar ist es beim präkognitiven Déja-Vu prinzipiell nicht möglich, etwas am Geschichtsverlauf zu ändern. Ist es genau so bei Schauungen? Oder ist vielleicht der grundsätzliche Unterschied zwischen Déja-Vus und Schauungen, dass Schauungen abstrakter sind, aber bei den richtigen Schlüssen daraus und angepasstem Verhalten auch Änderungen des Geschichtsverlaufs zulassen?

meine grundmeinung - geschautes kann nicht (wesentlich) abgeaendert werden.
... aaaber da ist dann noch diese stoerende "strassenbahnschau", wo doch geschautes abgeaendert werden konnte...


Sind Schauungen vielleicht deshalb abstrakter, weil sie nicht aus einem fest vordefinierten Geschichtsverlauf entstehen, im Gegensatz zu den von mir erlebten praktisch fotografischen Deja-Vu-Träumen?

nach meinen persoenlichen erfahrungen haben schauungen und déja vus gerade dies gemeinsam.


gruss,detlef

mal schaun, wo wir hinkommen

detlef, Samstag, 14.04.2012, 15:31 vor 5247 Tagen @ Heron (5124 Aufrufe)

moin,

vorneweg, es war mir ein vergnuegen, deine beitraege in diesem thread zu lesen. endlich kommen wir wieder vom "godlike-productions" stil weg.


Ich habe ja schon in meinem ersten Beitrag in diesem Thread geschrieben, dass ich Déjà-vu's nicht verwendbar für Zukunftsprognosen halte. Allerdings nicht deshalb, weil einige "immer" erst im nachhinein als präkognitiv erkannt werden, sondern wegen ihrer Kürze. Der Informationsgehalt läßt eher im Ausnahmefall als in der Regel Schlüsse zu, wie die, die aus einer Schauung gewonnen werden könnten.

ein nicht "im nachhinein" kaeme doch nur in frage, wenn die fragliche information vor eintreten bewusst bekannt ist.
doch nach meinem verstaendnis bezeichnet "déja vu" ausnahmslos vorkommnisse, wo erst in der situation die erinnerung wach wird an getraeumtes/vorher wahrgenommenes.
eine schau muss nicht unbedingt epische laenge haben.
ein vorfall:
mir schoss, mitten am tag ein einziges bild einer unfallszene durch den kopf.
woraufhin ich die erste hilfe ausruestung kontrollierte und ergaenzte.
nach wochen sah ich genau diese szene real.
das war in meinen augen kein déja vu, sondern eine kurze schau.
der einzige zulaessige schluss nach dem sehen des bildes war: es wird einen unfall geben. (aber das reicht doch, oder?)


Es gibt aber schon Aspekte am Déjà-vu, die zum Thema Schauung Beachtung verdienen.
1. Fast alle Menschen haben welche. (Allerdings ist unbekannt wieviele davon mit präkognitivem Charakter sind.)

meiner meinung nach alle. - lediglich die qualitaet des empfanges ist schwach.

2. Unter der Annahme, dass es präkognitive Déjà-vu's gibt, sind sie auch eine Schauung, wenn auch eine spezielle Form (Hypothese: Es könnte sich um die Basisfähigkeit handeln, die erst Schauungen ermöglicht.)

ja (und ja)

3. Nur ich kann meine Déjà-vu's erst im nachhinein als präkognitiv einordnen. Bei nickela ist das anders. Gemeinsam ist dagegen die Seltenheit derart eingeordneter Déjà-vu's. (Das Phänomen ist bisher eigentlich wenig Untersucht. Ich werde mal sehen ob ich dafür öffentlich zugängliche Studien finde, die das Phänomen etwas ausführlicher behandeln. Ich erwarte eigentlich, dass das Phänomen vielschichtiger ist. D.h. es wird verschiedene Phänomene geben. die unter diesem Begriff subsummiert werden und es wird schwer sein Präkognition von anderen Formen des Déjà-vu zu unterscheiden, wenn man die physiologischen Grundlagen nicht/ungenügend kennt.)

na, da hab ich meine zweifel. da es meines wissens keine indikatoren gibt, wann déja vus eintreten, muesste man jeden traum der versuchsperson vor einem, eventuellen eintreten bewusst machen.
da ich mir keine "déja-vu versuchsanordnungen" vorstellen kann, bliebe doch nur der weg der nachtraeglichen psychoanalyse.
(was waere gewonnen, wenn mir nachtraeglich ein kopfklempner erklaeren wuerde, meine vorausschau auf den unfall sei mit meinen fruehkindlichen sexualphantasien verknuepft??)


Ich erinnere daran, dass auch Schauungen erst dann verifiziert werden, wenn sie eingetroffen sind. Ganz zu schweigen von den Unschärfen durch Symbolik, Interpretation, Erfindung und Fälschung. Die Vermutung, dass ein Seher korrekte Vorhersagen gemacht hat, weil es bereits eingetroffene Vorhersagen gibt, reicht ja leider nicht aus, weil das die Gilde der Fälscher geradezu motiviert. Auch hat sich bisher jede Schau bezüglich der Vorhersage ihres Erfüllungszeitraums als Ente erwiesen.

nun, so stoerend sie sind, erfindung und faelschung sind unangenehme nebenerscheinungen.
(btw - ich erinnere mich, dass ich seinerzeit hinter den kulissen dem BB monatelang damit auf den nerv ging, dass mir wuestenrufers schauungen "unrichtig" vorkamen.
hypothese: seher koennen (teilweise?) fuehlen, ob von anderen mitgeteilte schauungen "richtig" sind, oder nicht)
symbolik - da bin ich ueberzeugt, dass das vorhanden sein oder nicht von symbolik in schauungen oder prophezeiungen von der poersoenlichkeitsstruktur des emfangenden abhaengt.
interpretation - ist in jedem fall eine verfaelschung der empfangenen information.
schon, wenn der seher die information das erste mal in worte packt, werden akzente gesetzt oder weggelassen. wenn dann die spezialisten auf die schau losgelassen werden, wird's grausam...
trotzdem kommen wir nicht ohne sie aus.
das gleiche gilt fuer den maßstab der bereits eingetroffenen schauungen.
es ist ein schlechtes instrument, aber wir haben keine besseren.
und, ja, die bestimmung des erfuellungszeitraumes ist sehr schwer.
(und, wenn ueberhaupt, IMHO nur vom seher selbst zu bewaeltigen, unter einbeziehung der nicht verbal uebertragbaren informationen)


Die Brauchbarkeit von Schauungen für die Zukunftsprognose ist ebenfalls recht begrenzt, weil es bisher immer schwer war eine Fälschung auszuschließen und Prophezeiungen (die sich nicht erfüllen müssen, aber dennoch gesehen werden) zu erkennen. Ich gebe zu, man kann bei Schauungen wesentlich mehr diskutieren, wie man sie einordnen will und welche Seriösität ihnen innewohnt. Aber Gewissheiten ergeben sich genau so wenig, wie bei Déjà-vu's.

jein. bewiesene gewissheiten sind nicht zu erreichen. gefuehlte gewissheiten der seher selber sind (bei den serioesen sehern) ueberhaupt erst die voraussetzung eine schau anderen mitzuteilen.


Letztlich kann nur der Seher selber sagen, welchen Grad an Relevanz er seinen Schauungen zumisst. Da bist Du zum Beispiel eine große Ausnahme, indem Du nach deinen eigenen Schauungen handelst. Mir sind nicht besonders viele Seher bekannt, die für ihre Schauung in dieser Weise eine Verantwortung übernehmen.

das glaub ich dir nicht.
abgesehen davon, dass wir alleine hier im forum kenntniss von zwei weiteren "schiffbauern" haben, kann man sich fuer die meisten geschauten szenarien leichter (und unauffaelliger) vorbereiten.
nimm nur BB, der (dank des zeitproblems zu frueh) sich eine palette oelsardinen einlagerte.
oder ITOma, die wegen ihrer schauungen den wohnort wechselte.
oder wizzard, der dauernd im harz rumlatscht, weil er sich da sah.
nö, da liegst du schief.


Andere können darüber nun spekulieren und vergleichen, aber wie Du aus eigener Erfahrung weißt, wird dem Seher nicht geglaubt, es sei denn seine Schau trifft ein. Dieses Problem haben Seher bekanntlich schon so lange, wie es Berichte darüber gibt. Wenn ich es richtig verstanden habe glaubst Du selbst auch eher nur deinen eigenen Schauungen.

hmmm.... nee, ich glaub eher, dass da sehr viele schauungen sind, wo die interpretation mist gebaut hat. (besonders in zeitlicher hinsicht)


Ich verstehe deinen pragmatischen Ansatz dem Phänomen Schauung etwas nützliches abzugewinnen, aber auch wenn natürlich letztlich immer der Nutzeffekt das Ziel irgendeiner Aktion ist, so ist es doch recht oft nötig ein Phänomen erst einmal zu untersuchen mit dem Idealziel es zu verstehen, damit es dann auch zielgerichtet (aus)genutzt werden kann.

ich bin, als religioeser mensch, felsenfest davon ueberzeugt, dass schauungen irgend einen sinn haben. und als pragmatischer realist glaube ich, dass dieser sinn in vorbereitung auf das geschaute liegt.
(und all denen, denen nun die kinnlade am guertel haengt - nein, es ist fuer mich kein widerspruch, als religioeser mensch hier gegen die staendigen, stoerenden missionsversuche anzukaempfen)
der wunsch zu verstehen ist der hauptgrund, warum ich hier mit euch so viel zeit verplempere. (zeit, die ich fuer vorbereitung und genuss gut brauchen koennte)


Bei Schauungen kommt man mit dieser Methode nur nicht besonders weit, weil es:
1. relativ wenige Beispiele gibt und

relativ wenige bekannte beispiele. wer weiss, wieviele menschen ihre schauungen einfach verschweigen, weil sie nicht als spinner gelten wollen?

2. es kein bekannte physikalische Basis gibt (geben kann?),

und, was hindert das? fuer blitze gab es auch keine bekannte physikalische basis, bis die elektrizitaet "erfunden" wurde.
ich weiss nicht, wie'n computerchip funktioniert, und benutze ihn trotzdem.

3. es aus unterschiedlichsten Gründen nur so vor Scharlatanen wimmelt, und

lass doch den Stephan in ruhe! (im ernst, damit muessen wir halt einfach leben)

4. häufig Glaubensvorstellungen es verhindern eine Schauung in Frage zu stellen.

oder auch, sie anzuerkennen.


Beim Déjà-vu könnte das aber anders sein, weil:
1. das Phänomen weit verbreitet auftritt,
2. es Untersuchungen dazu gibt (in wie weit, diese allerdings brauchbar sind, muss ich noch in Erfahrung bringen), und

siehe mein geschreibsel oben.

3. Betrug durch die Untersuchungsbedingungen nach Möglichkeit ausgeschlossen werden kann.

das wuerde mich interessieren, wie.


Ich hoffe ausführlichen begründet zu haben, warum ich das Déjà-vu für interessant in Bezug auf Schauungen halte.

hast du. aber ich kann dir nicht in allem folgen.


Es gibt zwei Hypothesen:
1. es gibt präkognitive Déjà-vu's
2. es handelt sich dabei um verifizierbare Schauungen

womit die bezeichnung "déja-vu" entfallen muss, wenn der "trauminhalt" der person vor eintreten bewusst ist.


In diesem Zusammenhang hätte ich z.B. die Frage an Dich, ob Du neben deinen Schauungen auch Déjà-vu Erlebnisse hattest und ob sich diese dann Schauungen zuordnen lassen.

ja, das kommt vor.
das letzte mal unterhielt ich mich mit einer unappetitlichen person. der fing an, in der nase zu bohren. da sah ich innerlich ihn mir die hand reichen. und schon geschah's auch in der wirklichkeit...
und nein, ich hab noch nie ein déja vu gehabt, welches irgendwie mit einer meiner schauungen in relation stand.

gruss,detlef

Eigene Erfahrung

Walle, Samstag, 07.04.2012, 03:17 vor 5254 Tagen @ nickela (5162 Aufrufe)

Ich hab ähnlich wie Du auch Deja-vus.
Bis jetzt sind sie alle zwar mit einem kleinen Schreck oder Aha Effekt versehen, aber immer NICHT negativ, sondern eher ein positives Zeichen.
Ab und an sind Erinnerungsfetzen dabei, die ein negative Fortführung des Deja-Vus haben. Es ist aber noch nie eingetreten.

Was ich habe sind Träume. Wenn Tote, Leichen etc. in dem Traum auftreten, passiert irgendwo ein Erdbeben größer als 6 mit mehreren Toten.
Nützt uns nix, da es keine Hilfe ist.


Was ich sonst bieten kann, ist ein gutes Bauchgefühl und Intuition, Vorahnungen Gefühle pp.
Nützt der Masse auch nichts

BSP:
Mein Gefühl sagt mir das BB seinem Zeitplan falsch ist.
Seine Argumentation ist schon logisch.

Ich müßte normalerweise Sardinen einlagern.
Mein Gefühl sagt mir:"Nö, mach es nicht. Es wird alles richtig, so wie du es jetzt machst."

Mein Arzt sagt nimm ab.
Mein Schicksal sorgt dafür das ich jedesmal durch Krankheiten oder sonst was, an erhöhter Sportlicher Aktivirtät gehindert werde.

Ich komme jedenfalls mit meinem "6.Sinn / Deja-Vus" gut klar und sehe dem "Chaos" relativ entspannt entgegen.
Egal was kommt, es wird nicht langweilig
(und sterben tun wir früher oder später eh)
Gruß Walle

--
Hexenverbrennung, Inquisition, Kreuzzüge

Wir wissen wie man feiert
Ihre Kath.-Kirche

Bauchgefühl

nickela, Samstag, 07.04.2012, 04:18 vor 5254 Tagen @ Walle (5121 Aufrufe)

Hallo Walle,

Bauchgefühl ist auch so eine Sache. Die ist so vage, dass ich sie gar nicht ansprechen wollte. Da liege ich auch öfter richtig, als die Vernunft es erklären kann. "Geh jetzt nach Feierabend kein Schnitzel essen, fahr sofort nach Hause" (was ich normal nie gemacht habe) hat da schon dazu geführt, dass ich an dem Abend einem Freund nach dem Tod seines Vaters beistehen konnte. Aber das Thema will ich jetzt nicht weiter ausbreiten.

Als Jugendlicher haben mich solche naturwissenschaftlich nicht erklärbaren Sachen irgendwann extrem beunruhigt. Dann habe ich das verdrängt. Im Lauf der Jahre bin ich lockerer geworden - gerade als naturwissenschaftlich geprägter Ingenieur kenne ich jetzt auch die Erkenntnisgrenzen der Naturwissenschaft. Und wegen meiner naturwissenschaftlichen Prägung bin ich jetzt auch bereit, empirische Erfahrungen auch ohne theoretische Erklärung zur Kenntnis zu nehmen und anzuerkennen.

Was du zur Nützlichkeit solcher ungewöhnlicher Wahrnehmungen schreibst: Volle Zustimmung :o)

Ich find's mittlerweile ganz nett, wenn ich mein Handy von Stumm (80% der Zeit hab ich's auf Stumm) auf Klingeln stellen kann und dann innerhalb der nächsten zehn Minuten der einzige Anruf des Tages eingeht (nein, kein Zeitschema hinterlegt!). Das mit den Antworten vor den Fragen stört mich eher, weil's mich aus dem Timing einer üblichen Unterhaltung bringt. Weltbewegend nützlich ist der Käse jedoch wirklich nicht. Selbst die beiden (drei?) präkognitiven Träume waren vollkommen nutzlos, sowohl persönlich als auch für den Rest der Welt. Und selbst wenn ich jetzt den super-hyper-megamäßigen Traum zum ultimativen Weltschicksal hätte, wäre er nutzlos, weil er (gemäß der Erfahrungen der ersten beiden Träume) keine Änderung des Geschehens zulassen würde.

Von daher nehme ich's locker. Nach einigen interessanten Diskussionen hier im FOrum zur Natur von Schauungen und verwandter Phänomene hat mich jetzt aber die grundsätzliche Einordnung meiner Erlebnisse in das Gesamtsystem interessiert (interessiert mich immer noch!).

Gruß


Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Bouviers Zeitplan

Rita, Samstag, 07.04.2012, 12:42 vor 5254 Tagen @ Walle (5259 Aufrufe)

Sein Zeitplan steht seit etlichen Jahren. Ich habe ihn für mich mehrmals überprüft. Bis auf eine Unstimmigkeit (welche, weiß ich nicht), ist er stimmig.

Wenn etwas Wichtiges in meinem Leben angesagt ist, entsteht in mir ein innerer Drang, Maßnahmen zu ergreifen. Meistens geht es darum, mich für ein bestimmtes Tier, seltener auch Menschen, einzusetzen. Jedenfalls war ich immer gut beraten, wenn ich auf meine innere Stimme, oftmals wider aller Vernunft, hörte.

Diese Stimme sagt mir neuerdings, es wäre Zeit für eine Neuorientierung. Also habe ich nach dem zu Grunde liegenden Motiv gefragt. Zu 50 % ist es Angst vor dem Tod, zu 50 % aber auch eine Aufgabe, die ich noch erfüllen könnte.

Betrachtet man ganz allgemein die Geschichte der Menschheit, erkennt man, wie nutzlos vernunftbestimmte Voraussagen sind. Immer kam es anders, als die vom Intellekt bestimmten Menschen dachten.

So, und wenn ich nun das Schicksal, ein richtig altes Weib zu werden, auf mich nehmen sollte, so hätte Bouvier sein Scherflein dazu beigetragen.

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Zeitplan

BBouvier, Samstag, 07.04.2012, 16:07 vor 5254 Tagen @ Rita (5348 Aufrufe)

Danke sehr, Rita!

Von einem "Zeitplan BB" weiss ich allerdings nichts.
Gelegentlich stelle ich hier allerdings eine Strichaufzählung
von Ereignissen ein die noch offen sind, von denen ich ausgehe,
sie träfen auch ein und versuche, diese in logischer
und nachvollziehbarer Folge zu ordnen.

Angenommen, das Geschehen rund um den Kältesommer
sei ein massiv relevanter Wendepunkt, der wie eine
Initialzündung eine Kette weiterer Ereignisse nach sich
zieht, die anschliessend fast zwingend die politischen
Begebenheiten der letzten beiden Jahre vor dem Jahre "X"
bedingen - so kann das ein jedes Jahr sein.
Dieses gar.
Oder auch erst in 10 Jahren oder mehr.

Darüberhinaus lassen sich über die zeitliche Länge
obiger Kette selbst bestenfalls ganz subjektive Vermutungen
anstellen, die nicht unerheblich doch von der eigenen Psyche
und seelischer Verfasstheit abhängig sind.

Liebe Grüsse!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Eher ein Ablaufplan

Rita, Sonntag, 08.04.2012, 10:59 vor 5253 Tagen @ BBouvier (5111 Aufrufe)

Hallo Bouvier,

wie man anhand der diversen Nostradamus Übersetzungen sieht, mangelt es nicht nur mir an Präzision. Insofern befinde ich mich in guter Gesellschaft, was aber nicht heißen soll, ich würde mich nicht bessern wollen.

Wenn ich mich richtig erinnere (Irrtum vorbehalten), war im Jahr 2008 die Rede vom Maja-Kalender und dem Jahr 2012. Hattest Du damals nicht irgendwo geschrieben, Du würdest die Ereignisse später sehen?

Viele Grüße Rita

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gehäkelte Ostereierwärmer

BBouvier, Sonntag, 08.04.2012, 16:00 vor 5253 Tagen @ Rita (5194 Aufrufe)

Wenn ich mich richtig erinnere (Irrtum vorbehalten),
war im Jahr 2008 die Rede vom Maja-Kalender und dem Jahr 2012.
Hattest Du damals nicht irgendwo geschrieben,
Du würdest die Ereignisse später sehen?

Viele Grüße Rita

Hallo, Rita!

Das mag sein.

Jedoch habe ich dazu rein gar nichts "gesehen".
Sondern vielmehr wohl:
"Du meinst also, gehäkelte Ostereierwärmer wären
eine nette Sache? - hmmm - ich sehe das nicht so ..." :-)

Ich habe zeitlebens nur folgende Scenen gesehen,
von denen ich ausgehe, es handele sich dabei wohl um Schauungen:
- 2x identisch vom Deich Ostfrieslands aus
einen vielleicht 50-100 Meter hohen Tsunami,
der frei weg über die Inseln an der Kimm saust
und auf mich zu. Frühsommer/blauer Himmel/windstill
- zusammen mit 3 mir Unbekannten
(wir alle um die 30 Jahre alt)
gehe ich am frühen Vormittag
einen Feldweg entlang, Richtung Osten.
Keine Ahnung, wo.
Plötzlich blitzt es hinter uns hoch über der geschlossenen,
ganz leichten, diffusen Wolkendecke, so dass wir nach vorn
scharfe Schatten werfen. Als ich mich überrascht umdrehe,
durchschlagen die 4 (hausgrossen?) Trümmer eines geplatzen
Impaktors mit Rauchfahnen hinter sich, soeben die Wolkendecke.
Und es blitzt in grösserer Nähe hoch oben erneut!
Ich mache spontan einen langen Satz Richtung
eines Bächleins im Wiesengrund gleich links von mir,
dort am Hang Deckung zu finden.
- Steilküste Jütland.
Frühsommer/blauer Himmel/windstill !!
Die Nordsee ist jedoch wild bewegt mit sehr (!) hohen
kabbeligen Brechern - fast rasend.
[image]
Urplötzlich hebt sich der gesamte Meeresspiegel
wie eine ebene Fläche und erreicht die etwa
25 Meter hohe Abbruchkante direkt vor mir binnen
1-2 Sekunden.
Vorher hatte ich gar nichts von einer
Steilküste dort gewusst.
[image]
- "Abfall Mitteldeuschland" => hier in der Quellensammlung

Beste Grüsse!
(hier hat es in der Nacht ordentlich geschneit,
weswegen Ostereierwärmer doch wohl anzuraten wären...)
BB

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geborstene Impaktoren - Feldweg

BBouvier, Sonntag, 08.04.2012, 17:43 vor 5253 Tagen @ BBouvier (5338 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 08.04.2012, 17:49

- zusammen mit 3 mir Unbekannten
(wir alle um die 30 Jahre alt)
gehe ich am frühen Vormittag
einen Feldweg entlang, Richtung Osten.
Keine Ahnung, wo.
Plötzlich blitzt es hinter uns hoch über der geschlossenen,
ganz leichten, diffusen Wolkendecke, so dass wir nach vorn
scharfe Schatten werfen. Als ich mich überrascht umdrehe,
durchschlagen die 4 (hausgrossen?) Trümmer eines geplatzen
Impaktors mit Rauchfahnen hinter sich, soeben die Wolkendecke.
Und es blitzt in grösserer Nähe hoch oben erneut!
Ich mache spontan einen langen Satz Richtung
eines Bächleins im Wiesengrund gleich links von mir,
Deckung zu suchen.

[image]

Ich habe ein wenig im Netz gesucht.
So einen Weg in einer solchen Gegend gingen wir Vier entlang.
Fast gleich war mein Blick und mein Gesichtsfeld.
Zwei gingen nebeneinander vor mir,
und wir anderen Zwei dahinter - ich links.
Die Vegetation passt.
Jedoch war es ein wenig hell-sonniger und auch warm.
Dass links parallel ein Bächlein floss, musste mir bekannt sein.
Jedoch sah ich es erst, als ich wegen Deckungsssuche
dorthin einen langen Satz machte.

Zu dumm, dass ich keinen Schimmer habe,
in welcher Gegend "ich" da war.
Und, was wir Vier da wohl wollten - und wohin?

Gruss,
BB

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Ostprignitz

Rita, Montag, 09.04.2012, 01:23 vor 5252 Tagen @ BBouvier (5081 Aufrufe)

Hallo Bouvier,

diese Landschaft kommt mir sehr bekannt vor. Aus folgenden Gründen tippe ich auf die Ostprignitz:

Das Bächlein scheint mir ein Entwässerungsgraben zu sein. Die Prignitz besteht überwiegend aus trockengelegten Sumpfgebieten und ist topfeben. Es gibt kaum Wald. Die Bäume auf Deinem Bild kann man nicht als natürlich gewachsenen Forst bezeichnen.

Man hat zwar in der Prignitz nach der Trockenlegung einige Bäumchen, kleine Mini-Wäldchen, angepflanzt. Entweder Weiden, weil sie den Boden austrocknen, Robinien und vor allem die Märkische Kiefer. Die ehemaligen Mülldeponien rund um Berlin wurden allesamt mit Kiefern aufgeforstet.

Die Äcker sind nach altem DDR-Muster gepflügt. Was da keimt, könnte Raps sein. Das Jahr ist noch jung, man sieht es an den Knospen.

Deine Beschreibung ist hochinteressant. Ich muss das alles erst einmal in Ruhe überschlafen.

Übrigens habe ich heute keine Eier gewärmt, sondern warmes Osterbrot gebacken.

Gute Nacht und viele Grüße Rita

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Landschaftsbeschreibung - Sonne rosarot

BBouvier, Montag, 09.04.2012, 04:07 vor 5252 Tagen @ Rita (5342 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 09.04.2012, 04:36

Danke, Rita!

Das eingestellte Foto kommt meinem Erlebnis so nahe,
wie ich es im Netz nur habe finden können.

Hier das von mit gemalte Aquarell
der 2 geplatzten Impaktoren:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=entry&id=4066

Natürlich war mein Blickwinkel ein klein wenig anders
als auf dem Foto, weil ich ja in der linken Spur
des Feldweges ging.
Und mein Gesichtsfeld war leicht nach rechts ausgerichtet.
Die ganze Gegend war völlig flach, nur ganz leicht wellig.
Bäume gab es dort überhaupt nicht.
Früher Vormittag im Sommer.
Zwischen den sandigen Fahrspuren die Grasbüschel
bereits voll ausgeprägt.
Auf dem Acker rechts entweder nur trockene, graue Krume,
oder aber bestenfalls flache Rübenblätter oder so.
Die Sonne stand rechts vor uns noch nicht hoch am Himmel,
und sie schien dort wie ein silberner Thaler
durch die hohe, geschlossene Bewölkung.
Aber nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann kippte
die Farbe von "normal" auf ein unwirkliches rosarot:
Wie ein hellroter Kinderlutscher.
Dann blitzte es, und warfen wir Schatten vor uns -
mein rechter Vordermann dreht sich erstaunt um, und ich ebenfalls.
------------------------

Erst, als ich mich mit einem langen Satz später
nach links werfe, sehe ich das schulterbreite Bächlein.
Murmelt. Leicht bräunliches, sauberes Wasser.
Das schlängelte sich mit leichten Windungen
etwa 15 Meter links des Weges und gut einen Meter tiefer
parallel des Feldweges uns entgegen.
Die Böschungen hatten so 45 Grad waren und prall-feucht
mit dichtem Gras bedeckt. Definitiv naturbelassen!
Eine geneigte, nicht sehr grosse Weide mit hängenden
Ästen auf der anderen Seite.
...und ausgeblendet.

Grüsse!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Dein Aquarell

Rita, Montag, 09.04.2012, 13:29 vor 5252 Tagen @ BBouvier (5126 Aufrufe)

Hallo Bouvier,

ich habe Dein Aquarell lange betrachtet und bin beeindruckt. Es zeugt von einem guten Auge, einem geschulten Blick. Die Farben sprechen für sich. Ist es das, was einen Seher ausmacht? Wie war das eigentlich mit dem vom Vatikan freigegebenen Buch mit Bildern von Nostradamus? Oder die Zeichnungen von Parravicini? Bildlich lässt sich nur festhalten, was man sieht.

Als Kind hatte ich einen Schreckenstraum von einer roten, sonnenähnlichen Kugel, umgeben von schwarzen Wolken, die tief am Nordhorizont auftauchte und der Aare entlang Richtung Osten wanderte. Natürlich war ich mit einem Pferd, einer braunen Stute, Richtung Stockhornkette unterwegs, wo wir uns in Sicherheit bringen wollten. Allerdings kann dieser Traum auf den Gesprächen im Elternhaus über die Schrecken des Atombombenabwurfs in Japan beruhen. Jedenfalls betete ich damals jeden Abend zum lieben Gott, er möge uns vor der Atombombe beschützen.

Die Prignitz ist sehr monoton. Äcker und Wiesen, eine Ebene ohne richtige Wälder. Warst Du schon dort?

Viele Grüße Rita

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Prignitz?

BBouvier, Montag, 09.04.2012, 16:30 vor 5252 Tagen @ Rita (5058 Aufrufe)

Die Prignitz ist sehr monoton. Äcker und Wiesen, eine Ebene ohne richtige Wälder. Warst Du schon dort?

Hallo, Rita!

Danke sehr!

Nein.
Aber das passt recht gut:
[image]
[image]
Teils womöglich wegen des leicht gesenkten Blickes beim Gehen
habe ich allerdings weder Wald noch Bäume gesehen.

<"Richtung Stockhornkette unterwegs,
wo wir uns in Sicherheit bringen wollten
.">

Hingegen hat mein Sohn, der ja in der Gegend dort wohnt,
vor zwei Wintern mal gesagt:
"Hier sind Schneeschuhe für Dich.
Wir machen eine kleine Winterwanderung auf das Stockhorn.
Keine Bange:
Ist ja ganz flach, dort!"
=>
[image]

:-D

Nach 5 Stunden habe ich - noch unterhalb der Baumgrenze -
allerdings das Handtuch geworfen... :yes:

Beste Grüsse!
BB

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Mein Geistesblitz - von wegen Prignitz

Rita, Dienstag, 10.04.2012, 12:24 vor 5251 Tagen @ BBouvier (5238 Aufrufe)

Hallo Bouvier,

Du schreibst, Ihr wart ungefähr 30 Jahre alt. In meinen Träumen bin ich auch immer im besten Alter, so um die 30. So ist es auch, wenn ich von Verstorbenen träume.

In der Prignitz, in Preddöhl, gab es einen berühmten Heiler, der auch hellsichtig war. Ich hatte damals, nach dem Mauerfall, ganz Brandenburg bereist. Friedhöfe interessieren mich sehr, und so stieß ich in Preddöhl auf ein auffallendes Grab, weil der Grabstein viel größer war. Ich wollte wissen, was es damit auf sich hat und ließ mir von Einheimischen die Lebensgeschichte von Paul Conrad Buss, dem Wunderheiler, schildern. Er starb 1951. Man kann den Mann auch bei Google finden. Sein schönes Haus, das nach der Landreform als Schulhaus genutzt wurde, steht immer noch zum Verkauf. Keiner will es haben, weil es dort spuken soll. An seinem Grab sollen immer noch Wunder geschehen. Jedenfalls waren an diesem Tag frische Blumen auf seinem Grab, obwohl er schon seit 40 Jahren tot war.

Dr. Paul C. Buss war weltweit angesehen. Seine Patienten kamen aus ganz Europa, der Sowjetunion und sogar aus Amerika. Wenn ich mich richtig entsinne, gab es irgend eine unangenehme Weibergeschichte, nachdem seine Frau in jungen Jahren verstorben war.

Nicht eben klug von ihm war, 1939 bei Kriegsausbruch die verheerende Niederlage Deutschlands vorauszusagen. Das kostete ihn die Erlaubnis zum Praktizieren. Er soll noch andere zukünftige Ereignisse prophezeit haben. Z. B. dass die Landreform nicht von ewiger Dauer sein würde.

Worauf ich hinaus will: Vielleicht, lieber Bouvier, bist Du auf einer anderen Ebene mit Dr. Paul C. Buss verbunden?

Viele Grüße Rita

2013

Ed, Montag, 09.04.2012, 14:43 vor 5252 Tagen @ BBouvier (5392 Aufrufe)
bearbeitet von Ed, Montag, 09.04.2012, 15:07

Hallo BBouvier, es gibt da einige nicht ungefährliche Asteroide, die der Erde näher kommen als die Satelliten, die sich in der geostationären Umlaufbahn befinden. Aber ein Impakt oder Naturkatastrophen hevorgerufen durch vorbeiziehende Asteroide werden nach den aktuellen Berechnungen und Schätzungen (Palermo-Skala und Turiner-Skala) für die nächsten 50-100 Jahre ausgeschlossen.

Auch der erst kürzlich entdeckte Asteroid "2012 DA14", der die Erde im Februar 2013 nur knapp verfehlen wird, birgt voraussichtlich keine allzu grosse Gefahr für den Planeten Erde und uns Menschen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,819859,00.html

[image]

Bekanntlich können aber jedes Jahr weitere, neue erdnahe Asteroide auftauchen, die für die Erde eine ernstzunehmende Gefahr darstellen könnten.
Deshalb sollte man die Liste der bereits bekannten erdnahen Asteroiden nicht aus den Augen verlieren, da die Berechnungen ihrer Bahnen noch nicht abgeschlossen sind und laufend aktualisiert werden.

"Near Earth Object Programm" der NASA:
http://neo.jpl.nasa.gov/risk/index.html

Palermo-Skala:
http://de.wikipedia.org/wiki/Palermo-Skala
Turiner Skala:
http://de.wikipedia.org/wiki/Turiner_Skala

Der einzige Asteroid, der es kurzzeitig auf Stufe 4 der Turiner Skala geschafft hat, heisst (99942) Apophis:

http://de.wikipedia.org/wiki/%2899942%29_Apophis

Beste Grüsse
Ed

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in Utting hat niemand überlebt

BBouvier, Montag, 09.04.2012, 16:58 vor 5252 Tagen @ Ed (5712 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 09.04.2012, 17:09

Danke, Ed!

Ja.
Derlei kann völlig überraschend wohl jederzeit passieren.
Ich grübele seit ein paar Tagen, wie "ich" mich beim Gehen
dort fühlte - was mir dabei durch den Kopf ging - indem ich
die Situation noch einmal aufrufe.
Aber leider ist da wenig bis nichts.
Weshalb gehen immerhin vier gut bekannte (wohl befreundete)
Männer gleichen Alters so einen nichtssagenden Feldweg entlang?
Stumm.
Ein wenig Zielstrebigkeit war vorhanden, aber keine Eile.
Etwa so, als wenn man etwas abholen oder sich ansehen wolle.

In der Schau des WV ("Funkenregen")ist der dörflichen Bevölkerung bekannt,
dass nunmehr ein ganz seltenes, ungefährliches Himmelsspektakel
eintreten wird. Die Menschen schauen bereits erwartungsvoll nach oben.

Ich meine, beide Bilder gehören in die Rubrik
"Vorgeschehen" - genauso das meines Freundes Dr. H.,
der gleich neben seinem Dorfe am Südrande des Ammersees
ein paar noch glosende und rauchende Impaktfragmente
von garagengrösse in der Wiese dort hat stecken sehen.
Und an denen er radelnd rein zufällig vorbeikommt.
Das ist die Wiese:
=>
[image]
Allerdings hatte er dabei mitten im Sommer
seinen alten Wintermantel an.
Und er "wusste":
"In Utting (Nordwestrand Ammersee) hat Niemand überlebt!"

Blick nach Norden - der Südrand des Ammersees.
[image]

Utting leicht ausserhalb des Bildausschnittes oben links.
Die Impakttrümmer stecken rund 1.000 Meter südlich
der Mündung der Ammer und ein Stück rechts davon (ostwärts)
in einer Wiese.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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Impakttrümmer in Wiese

nickela, Dienstag, 10.04.2012, 00:24 vor 5251 Tagen @ BBouvier (5090 Aufrufe)

Hallo BB,

garagengroße Impakttrümmer, die in einer Wiese stecken, können nicht direkt aus einem Einschlag stammen. Wenn es Teile eines Himmelskörpers wären, hätten Teile dieser Größe noch eine Restgeschwindigkeit von mehreren Kilometern pro Sekunde und würden jeweils einen eigenen kleinen Krater schlagen. Wenn dagegen ein Mordsteil in Utting (ca. 11 km Luftlinie nach deiner Beschreibung) eingeschlägt und aus dem dort als Untergrund vorherrschenden eiszeitlichen Geschiebe außer Schotter auch Findlinge in die Luft schleudert, kann ich mir vorstellen, dass die Findlinge nach dem Einschlag noch aus der Wiese ragen.

Sollte der Einschlag in Utting nur ein Teil eines zerbrochenen Himmelskörpers sein, und sollte der Einschlag mit dem Funkenregen des Waldviertlers im Zusammenhang stehen, und mit dem Dürerbild... dann würde es im Süddeutschen aber ganz gewaltig krachen!

Und wenn alle Beobachter überrascht sind bzw. im Vorfeld recht cool mit der Sache umgehen, dann dürfte der HImmelskörper unerkannt bleiben bzw. unerkannt im Zusammenhang mit einem harmlosen Himmelsphönomen erfolgen. Mir ist dabei das Timing des Einschlags nicht ganz klar: Findet er prophezeiungsgemäß im Kriegschaos statt, kurz vorher oder kurz nachher? Könnte der Brocken wegen des dann aktuellen Chaos übersehen werden? Denn bei der für einen solchen Einschlag nötigen Größe sollte man ihn eigentlich vor dem Einschlag entdecken...

Was deine Wanderung angeht: Vier Wanderer auf dem Feldweg, ruhig und zielstrebig, das könnte einfach nur eine Wanderung sein. Wüste Spekulation ins Blaue hinein: Vatertrag = Christi Himmelfahrt, Ende Mai?

Schöne Grüße

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

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Himmel von aschgrauem Schleier bedeckt

BBouvier, Dienstag, 10.04.2012, 01:18 vor 5251 Tagen @ nickela (5205 Aufrufe)

Hallo, Nickela!

Jau.
Eigentich sollten sich die Trümmer eines
geplatzen Impaktors tief in das feuchte Schwemmland
der Ammermündung bohren.
Findlinge von woanders schliesse ich aus,
weil die Trümmer noch glosten und rauchten.
Dr. H. fragte sich (Wachbewusstsein) in der Schau:
"Weswegen ist denn noch nicht die Feuerwehr hier?"
Möglicherweise schauten sie ja auch nur deswegen noch so schön
aus der Wiese, damit H. die auch recht deutlich sehen konnte.

<"...dann dürfte der Himmelskörper unerkannt bleiben
bzw. unerkannt im Zusammenhang mit einem harmlosen
Himmelsphänomen erfolgen.
">

Genau!
Velten sagt, der Himmel sei von einem aschgrauen "Schleier" bedeckt.
Dazu passt die merkwürdig fahl-rote Sonnenscheibe und die durchgängige
Bewölkung, als wir Vier auf dem Feldwege gehen:
Ohne klare Sicht (hochfliegende Stäube):
Keine Entdeckung!

<"Mir ist dabei das Timing des Einschlags nicht ganz klar:
Findet er prophezeiungsgemäß im Kriegschaos statt,
kurz vorher oder kurz nachher?
">

Obiges und ähnliches m.M. nach weder noch.
Sondern (weit?) im Vorlaufe - evtl. im Zusammenhang
mit dem Kältesommer!

Deine Vatertagsidee gefällt mir!
Danke!

Grüsse auch,
BB

--
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Findlinge im Untergrund

nickela, Dienstag, 10.04.2012, 02:53 vor 5251 Tagen @ BBouvier (5186 Aufrufe)

Hallo BB,

jetzt habe ich aber eine ganze Weile recherchieren müssen, um mein Halbwissen zu untermauern: Drei Seiten des Ammersees sind von Endmoränen des ehemaligen Loisachgletschers umgeben, und im Süden ist das von dir bezeichnete Schwemmland.

Links dazu:
http://satgeo.zum.de/satgeo/beispiele/glossar/Geom.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Endmor%C3%A4ne
http://de.wikipedia.org/wiki/Ammersee

Utting müsste, wenn ich die Quellen richtig beurteile, auf Endmoränenmaterial stehen, das neben reichlich Schotter auch Findlinge enthält. Den Impaktrechner kann man quälen (was ich getan habe), ohne dass er das Ergebnis liefert, dass "Ejecta" = Auswurfmaterial bis in 11 km Entfernung fliegen kann, ohne gleichzeitig eine halbe Atombombenexplosion hinzulegen. Allerdings kann man bei dem Rechner als Untergrund nur Wasser oder mehr oder weniger solide Gesteine angeben, aber keinen Haufen Schotter mit dicken Felsbrocken drin. Wer als Kind schonmal Klicker im Sand gespielt hat weiß, dass ein Klicker in Sand geschnickt nicht viel Material wirft, ein Klicker auf einen anderen Klicker diesen ordentlich weit weiterstoßen kann und dass es auch gemischte Treffer geben kann, bei denen der Sand nicht weit fliegt aber der getroffene Klicker sich noch ein gutes Stückchen weiterbewegt.

Aus rein technischer Überlegung erscheint mir plausibel, wenn ein Einschlag in Utting jede Menge Schotter ein paar hundert Meter weit befördert, ein paar gut getroffene garagengroße Findlinge aus dem Einschlagsbereich aber 11 km weit fliegen und dann beim Einschlag nicht ganz im weichen Boden versinken, geschweige denn einen Krater erzeugen. Und das bei einem so "sanften" Einschlag, dass im Bereich der Flussmündung noch Laub und Äste an den Gehölzen verbleiben.

Ich rechne gern nochmal nach, ob bei der Flugweite und Masse der Brocken diese noch sichtbar steckenbleiben können - aber nicht mehr heute Nacht, da muss mein Kopf frischer sein.

Dass die Brocken nicht nur symbolisch aus dem Boden ragen, sondern wirklich sichtbar bleiben, davon gehe ich für die Überlegung aus. Da bin ich ein bisschen durch meine beiden (drei?) präkognitiven Deja-Vus geprägt...

Gruß

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

Bewohner des Ostufers

Georg, Samstag, 14.04.2012, 09:41 vor 5247 Tagen @ BBouvier (4965 Aufrufe)

Utting leicht ausserhalb des Bildausschnittes oben links.
Die Impakttrümmer stecken rund 1.000 Meter südlich
der Mündung der Ammer und ein Stück rechts davon (ostwärts)
in einer Wiese.
Gruss,
BB


Hmmm,

Da möchte man doch meinen die Bewohner des Ostufers
des Sees seien stärker betroffen?
Es sei denn, es spielte auch die Richtung aus der
der Einschlag kommt eine Rolle?
...und der Einschlag hätte von der Erdoberfläche aus
gesehen eine stark ausgeprägte Richtung?


mfG Georg

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Ursache völlig unbekannt

BBouvier, Samstag, 14.04.2012, 11:50 vor 5247 Tagen @ Georg (4969 Aufrufe)

Hallo, Georg!

H. wusste bei der Schau nur,
in Utting hätte Niemand überlebt -
der Grund dessen ist schwerlich zu erraten.

Gruss,
BB

--
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Heureka - Der Münchener Jakobsweg

Mirans, Baden-Württemberg, Dienstag, 10.04.2012, 20:42 vor 5251 Tagen @ BBouvier (5327 Aufrufe)

Untertitel: BB als Jakobspilger?

Weshalb gehen immerhin vier gut bekannte (wohl befreundete)
Männer gleichen Alters so einen nichtssagenden Feldweg entlang?
Stumm.
Ein wenig Zielstrebigkeit war vorhanden, aber keine Eile.
Etwa so, als wenn man etwas abholen oder sich ansehen wolle.

http://www.fernwege.de/d/jakobsweg/muenchen-lindau/etappen/skizze/index.html
http://www.fernwege.de/d/jakobsweg/muenchen-lindau/003/index.html
http://www.spanien-bilder.com/galicien/jakobsweg-pilger-lexikon/jakobstag.htm

Im Mai 2003 wurde der „Münchner Jakobsweg“ eingeweiht, der vom Angerkloster am Jakobsplatz in München nach Bregenz zum Bodensee führt und dort in die Schweizer Jakobswege einmündet. Die dritte Etappe dieses Jakobswegs führt vom Kloster Andechs nach Wessobrunn (südwestlich des Ammersees). Die längere Variante dieser Etappe führt über das Nordufer des Ammersees durch Utting.

Für die Jakobspilger war 2010 ein heiliges Jahr, da der Namenstag des Apostels Jakobus des Ältern vom 25. Juli auf einen Sonntag fällt. Weitere „Heilige Jahre“ nach 2010 sind:
2021, 2027, 2032, 2038, 2049 usw. (fünfzehn mal in diesem Jahrhundert).
Die Lücke zwischen 2010 und 2021 ist besonders groß, und so werden sich am
25. Juli 2021 sehr viele Pilger auf dem/den Jakobsweg(en) befinden.

In diesem (noch) fernen Jahr herrscht vielleicht aufgrund äußerer Umstände Endzeitstimmung, so dass sich auch solche Zeitgenossen, die gemeinhin mit der Kirche „nichts am Hut“ haben („räusper“), bemüßigt fühlen, eine solche Pilgerreise/Wallfahrt zu machen.

Gruß
Mirans

Randnotiz:

Als Replik auf meinen Traum von „REANA und RONC“ schrieb BBouvier:
Ronc-val

Zitat daraus: "Der Pass ist seit vorgeschichtlichen Zeiten ein wichtiger
Pyrenäenübergang, spätestens seit römischer Zeit gab es eine
Passstation, später wurde für Jakobspilger in Roncesvalles
ein Kloster mit Herberge eingerichtet."

Die Art und Weise, wie sich hier zwei ganz unterschiedliche Themen vermischen, würde Carl Gustav Jung als „sinngemäße“ Koinzidenz bezeichnet haben.

--
"Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind, und ihre Stimmen zählen genau wie unsere." - Albert Einstein
http://psiram.com/index.php?lang=de

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Nicht dumm - Mirans!

BBouvier, Dienstag, 10.04.2012, 20:52 vor 5251 Tagen @ Mirans (5081 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 10.04.2012, 21:11

Grade vorhin meinte Taurec, das könne glatt
ja auch in Utting (!) sein.
Was für eine nette Koinzidenz!

Zu berücksichtigen ist allerdings, das wir nach Osten gingen
und keinerlei Gepäck mitführten.

Es sei denn, es war später Nachmittag,
und die Sonne stand fast schon im Westen.
Sie stand nicht hoch - und schräg rechts vor uns.
Dann wäre die Marschrichtung Südwest.
Die Impaktoren kämen dann aus Nordost.
Sehr gut möglich, ein Anflug aus "Osten".

Der, der schräg vor mir ging, hatte ein blau-kariertes
Hemd an - und auf alle Fälle auch keinen Wanderstock dabei.

Hier typische Jakopspilger:
=>
[image]

So ein Feldweg allerdings passte!
[image]

Fast genau so sah das aus!!
Und auch die Jahreszeit passt vorzüglich.

Das alles ein Hinweis auf den Monat?

Grüsse!
BB

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Anflug aus Nordost

nickela, Mittwoch, 11.04.2012, 12:58 vor 5250 Tagen @ BBouvier (5043 Aufrufe)

Hallo BB,

der "Anflug" deines Impaktors aus Nordost würde dazu passen, dass Brocken von Utting in Richtung Südufer des Ammersees weggeschleudert werden.

An dieser Stelle auch kurz das versprochene Ergebnis zur Eindringtiefe von einschlagenden garagengroßen Felsbrocken: Meteoriten dieser Größe sind beim Einschlag mehrere Kilometer pro Sekunde schnell und schlagen einen Krater, statt noch sichtbar aus einer Wiese zu ragen.

Ein aus einem Krater weggeschleuderter Findling, der 11 km weit fliegt, ist beim Einschlag mindestens ca. 1100 bis 1200 km/h schnell. Bei einer Flugweite von 9 km wären es immer noch ca. 1000 bis 1100 km/h.

Daraus lässt sich noch keine Eindringtiefe berechnen, weil es dabei auf den Untergrund und die genaue Form des Brockens ankommt. Vergleicht man mit dem Krater, den der Flugzeugabsturz in Lockerbie geschlagen hat (das Flugzeug dürfte beim Auftreffen etwas bis viel langsamer gewesen sein), dann wäre es wohl immer noch erstaunlich, wenn die Brocken aus der Wiese ragen. Es sei denn, dass die Brocken flache Platten gewesen und mit der Flachseite aufgetroffen wären, oder dass sie aus einem nähergelegenen Einschlag stammen. War denn in dem Traum mit den rauchenden Brocken noch Laub auf Bäumen und Sträuchern? Oder gab es abgerissene Äste und dergleichen?

Gruß

Nickela

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schwarze, kantige Trümmer

BBouvier, Mittwoch, 11.04.2012, 13:49 vor 5250 Tagen @ nickela (5062 Aufrufe)

Hallo, Nickela!

Weithin rundum ist dort nur Wiese.
Gegen "Findling" spricht:
- 4 Brocken, nur ein gutes Dutzend Meter auseinander
- kantig "quadratisch"
- schwarz
- teils noch dunkelrot glosend und qualmend

Grüsse,
BB

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Vulkanismus?

nickela, Mittwoch, 11.04.2012, 23:52 vor 5249 Tagen @ BBouvier (4975 Aufrufe)

Hallo, Nickela!

Weithin rundum ist dort nur Wiese.
Gegen "Findling" spricht:
- 4 Brocken, nur ein gutes Dutzend Meter auseinander
- kantig "quadratisch"
- schwarz
- teils noch dunkelrot glosend und qualmend

Grüsse,
BB

Hallo BB,

Eindringtiefe der Brocken, Form und Farbe, Rotglut... Das spricht offenbar wirklich sowohl gegen Meteoritentrümmer als auch Auswurfmaterial aus einem 10 km entfernten Einschlagskrater.

Die Beschreibung erinnert mich eher an Bilder vom Ätna, von schwarzem kantigen Vulkangestein. Wie sieht es mit Vulkanismus aus? Gibt es Schauungen zu Vulkanismus im Süddeutschen, wo eigentlich keiner hingehört?

Gruß

Nickela

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Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

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Vulkanauswurf?

BBouvier, Donnerstag, 12.04.2012, 00:54 vor 5249 Tagen @ nickela (5013 Aufrufe)

Wie sieht es mit Vulkanismus aus?
Gibt es Schauungen zu Vulkanismus im Süddeutschen,
wo eigentlich keiner hingehört?

Hallo, Nickela!

Nein.

Gegen Auswurf spricht m.M. nach auch,
dass die 4 eckigen (!) Trümmer eng beieinander liegen.
Und sonst hat H. weit und breit jedenfalls
nichts dergleichen gesehen.

Grüsse!
BB

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Molasse

Taurec ⌂, München, Donnerstag, 12.04.2012, 01:02 vor 5249 Tagen @ BBouvier (4958 Aufrufe)

Hallo!

Das Alpenvorland liegt auf einer kilometerdicken Schuttschicht (ein durch Alpenschutt aufgefüllter Meeresarm), unter der erst die eigentliche Erdkruste liegt. Ein Vulkan müßte da rund 5.000 Meter Schotter durchdringen, um überhaupt etwas auszuwerfen. Ein solcher Ausbruch wäre allerdings so verheerend, daß hier oben gar nichts mehr wäre, auf dem der Auswurf noch landen könnte.

Das paßt als Antwort übrigens auch auf den Traum, wo in Wien der Boden ganz gelassen aufbricht und Lava austritt. Geologisch ist das unmöglich.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Geologie des Molassebeckens

nickela, Donnerstag, 12.04.2012, 01:10 vor 5249 Tagen @ Taurec (5093 Aufrufe)

Hi Taurec,

grundsätzlich Zustimmung!

Wien liegt auf einem solchen Schotterhaufen, da stimme ich uneingeschränkt zu.

Der Ammersee liegt am Rand des Molassebeckens. Das Nordufer lieft wohl schon drauf bzw. am Rand, das West- und Ostufer ist, soweit ich gelesen habe, Endmoränengeschiebe eines eiszeitlichen Gletschers, im Süden liegt ganz junges Schwemmland, vom Fluss eingetragenes feines Sediment. Wobei mir nicht ganz klar ist: Hat der Loisach-Gletscher sich auf den Molasseschutt geschoben oder liegt dicht unter dem Ammerseegrund alpines Gestein?

Aber selbst wenn da wenig Schutt unter dem Ammersee liegt: Da gehört geologisch gesehen kein Vulkanismus hin. Insofern wäre es eine extreme Überraschung, wenn da ein Ausbruch stattfinden würde. Und verheerender, als dass da ein paar glühende eckige Brocken durch die Luft fliegen, wäre er auch, denn er müsste erstmal durch das Grundwasser - was dabei passiert kann man am Ulmer Maar in der Eifel sehen: Es gibt ein hübsches großes Loch mit Umrandung aus Auswurfmaterial...

Gruß

Nickela

--
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Schotterebene

Taurec ⌂, München, Donnerstag, 12.04.2012, 01:26 vor 5249 Tagen @ nickela (4992 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 12.04.2012, 01:32

Hallo!

Das Urmeer hat sich schon während der Alpenentstehung (wenn die geologischen Datierungen stimmen, in den letzten 60 Millionen Jahren) mit "Molasse" gefüllt.

Als oberste Schicht liegt darauf, quasi als Zuckerguss, die Münchner Schotterebene (und andere Schotterebenen), die erst durch die Vergletscherung der letzten (je nach bevorzugter Theorie) Polwanderungen/Eiszeiten entstanden ist. Die Moränen sind nur oberflächliche Aufschiebungen durch das Eis und die Seen nur Dellen in der Schotterebene. Das heißt, unter dem Seegrund kommt nur noch mehr Schotter.

(Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß eine solche Aufschiebung durch einen nur wenige hundert Meter dicken, aber zig Kilometer langen Gletscher physikalisch wohl gar nicht möglich wäre. Die aus der Höhendifferenz des Gebirges resultierende Kraft wäre viel zu gering. Es gibt daher Theorien, die statt einer langen Vergletscherung eine gewaltige, kurzzeitige Flutkatastrophe als Entstehungsursache der Oberflächenformen postulieren. Das wäre im Zusammenhang mit Polsprüngen interessant.)

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Gletscherwirkung

nickela, Donnerstag, 12.04.2012, 02:34 vor 5249 Tagen @ Taurec (4938 Aufrufe)

Danke Taurec für die Infos zur Entstehung des Molassebeckens und Ammerseeuntergrunds!

Zur Gletscherwirkung: Da halte ich es eher mit der Wirkungsbeschreibung der Geologie, dass nämlich der Gletscher beim Fließen an seinem Grund eine dünne Schicht Steinchen und Schotter mit sich führt, ab und zu auch mal dicke Brocken, insbesondere wenn am Beginn der Vergletscherung lose Felsen, Ecken und Kanten abbrechen. An der Gletscherzunge und am Gletscherrand taut das Eis, und der Dreck bleibt liegen. Das Aufschieben der Moränen ist kein einmaliger Kraftakt, sondern stetiges Ablagern von Kies, Schotter und Brocken über Jahrhunderte oder Jahrtausende.

Bildlich: Man schütte ein Pfund Mehl auf den Küchentisch und wische mit einer Feder drüber. In einem Rutsch schieben kann man da fast nix, aber wenn man oft genug sanft drüberstreicht kann man alles Mehl bewegen.

Gruß und gute Nacht

Nickela

--
Et ess wie et ess, et kütt wie et kütt onn et hat noch emmer jot jang.

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radikale Umbrüche, Grossfluten und Schwemmungen!

BBouvier, Donnerstag, 12.04.2012, 12:32 vor 5249 Tagen @ nickela (5042 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 12.04.2012, 12:40

Hallo, Nickela!

Dein Beispiel trifft nicht.
Da ist nämlich Niemand, der mit einer Feder
waagerecht "schiebt".

Nimm einen 1,5 Meter langen Tisch.
An dem einen Ende befindet sich ein 3 Zentimeter hoher
Saum aus Gips. (= die Alpen - 3 Kilometer hoch)
Auf der Flanke des Saumes befände 4 Millimeter hoch Eis&Schnee.
Die Tischplatte ist 3 Millimeter (= 300 Meter) hoch mit Schnee bedeckt.
Und dann schöben die 4 Millimeter Eis&Schnee am einen Ende
die 3 Millimeter Kompaktschnee auf der Platte
waagerecht 1,5 Meter (!) (150 Km => Ammersee) weiter?

Nööö! :-D

Das sind man alles nur so "Ideen".
Weil die heutige Geologie keine wirklich tiefgreifende,
urplötzlich alles umstürzende Veränderungen
radikaler Art kennt:
Alles passiert millimeterweise.
Und über Jahrmillionen hinweg.
Völlig unmerklich.
Und daher muss man sich eben solche völlig haltlosen
Theorien erbasten, die der Physik und dem gesunden
Menschenverstand Hohn sprechen.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Zeitrafferaufnahmen Gletscher

nickela, Freitag, 13.04.2012, 18:42 vor 5248 Tagen @ BBouvier (4978 Aufrufe)

Hallo BB,

es gibt schöne Zeitrafferaufnahmen von Gletschern, auf denen man die Gletscherbewegungen sehen kann:

Auf oberirdischen Aufnahmen kann man sehen, wie die Gletscher fließen, langsam, aber praktisch wie Sirup. Tolle Aufnahmen gibt es aus einem Tunnel, aus dem durch einen Felsspalt ein kleines Stück Gletscherunterseite sichtbar ist. Da sieht man, wie Eis mit Dreckschlieren und Kratzern am Spalt vorbeizieht. Man erkennt sehr schön, wie das Eis über den glatten Felsuntergrund schleift. Es ist leicht sich vorzustellen, wie irgendwo vielleicht ein Stück Fels abbricht und mit dem Eis über den Felsuntergrund geschleift wird. Bei Zeitrafferaufnahmen von Gletscherzungen sieht man, die Eis abbricht und einerseits Steine und Dreck von der Gletscheroberfläche vor den Gletscher fallen sowie andererseits vom Schmelzwasser Steine und Schlamm aus dem Gletscher rausgeschwemmt werden. Geht der Gletscher im Sommer zurück, bleibt vor dem Gletscher ein Schotterfeld zurück, das im Winter vom vorrückenden Eis nach vorne zusammengeschoben wird.

Die Aufnahmen zeigen nur Gletscher, die sich zurückziehen. Deshalb kann man nirgendwo sehen, wie sich Gletscher auf eine Endmoräne aufschieben. Dass ein Gletscher nicht wie eine Planierraupe die Endmoräne vor sich herschiebt, kann man sich vorstellen. Stattdessen dürfte er aufgestaut werden, sich über die Moräne drüberschieben und dabei (wie beim Beispiel der Feder) auf der Unterseite eine dünne Schicht Steine und Schotter mitschleifen. Das mitgeschleppte Material wird dann weiter unten wieder beim Abtauen der Gletscherzunge abgelagert, genau wie oben beschrieben. Wenn jetzt lange genug das Eis über die alte Endmoräne gleitet, wird das gesamte Material zur neuen Endmoräne transportiert.

Plötzliche und heftige Veränderungen im Hochgebirge sind auch bekannt: Ganze Bergteile können abbrechen und ins Tal stürzen, wie zum Beispiel 1987 passiert. Hinter solchen Bergstürzen können Stauseen entstehen, die entweder beim Überlaufen langsam den "Damm" abtragen oder diesen in einem Dammbruch wegdrücken - ebenfalls ein heftiges und plötzliches Ereignis. Eine andere Quelle von Sturzfluten können Gletscher sein, in denen sich Schmelzwasser in Blasen sammelt, die plötzlich aufbrechen und das ganze Schmelzwasser in einem Rutsch abgeben, so geschehen z.B. Ende des 19. Jh. oberhalb eines Kurorts, dabei gab es viele Tote.

Gruß

Nickela

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vor 10.000 Jahren

BBouvier, Freitag, 13.04.2012, 20:34 vor 5248 Tagen @ nickela (5237 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Freitag, 13.04.2012, 20:45

es gibt schöne Zeitrafferaufnahmen von Gletschern...

Natürlich, Nickela!

Hier fliesst ein Gletscher am Hang brav steil bergab (!)
=>
[image]

Aber doch nicht 150 Kilometer waagerecht in einer Ebene!

Selbstdenkern war schon immer klar, dass solche Findlinge,
die definitiv aus Skandinavien (dort nicht einmal Berge) stammen
[image]
ganz unmöglich von "Gletschern" über 500 Kilometer Ebene
bis nach Norddeutschland "geschoben" sein können!
=>
[image]

In der Sahara gibt es jede Menge "Findlinge" (untig kein besonders
gutes Bild - ich habe da Brocken gesehen, die so gross sind,
wie der obige) - und bei denen ist sich die Wissenschaft klar,
es handelt sich dabei um von sehr weit her geschwemmte Brocken.
Sagt ein befragter Wissenschaftler vor Ort kommentierend:
"Da muss es mal ja ganz ordentlich geregnet haben- oder?"

[image]

Weil der nämlich von "Sintflut" nie etwas gehört hat.
Und er setzt hinzu:
"Dasselbe kennen wir zeitgleich - vor rund 10.000 Jahren
ja auch aus Indien."

Und wann sind wohl die Findlinge bei Utting
und bei Niederbramstedt aufgetaucht?
Richtig!
Genau vor 10.000 Jahren!

Und anschliessend (!) hat es schier unermesslich geschneit.
Nach uralten Berichten lag in Norddeutschland der Schnee
jahrelang höher, als die höchsten Baumwipfel.
Und es dauerte und dauerte, bis der Schnee dann schmolz:
Das verkauft die Wissenschaft uns nun als "Eiszeit"! :-D

Schon mal vom Kältesommer gehört?
Und von Detefs Tsunami? :ok:

Beste Grüsse!
BB

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"Endmoräne"

BBouvier, Freitag, 13.04.2012, 21:41 vor 5247 Tagen @ BBouvier (4900 Aufrufe)

Und hier eine (Bildüberschrift)
=>
"Endmoräne im Urstromtal" (!)

=>
Elbe (!) - Leipzig
[image]

Na bitte:
Es geht doch!

"Urstromtal" (= Tsumamis/Sintflutregen)
- das haben die Fachleute ja schon mal gerafft!

Zitat:
"Eine Endmoräne ... ist eine wallartige Aufschüttung
von Gesteinsmaterial am Ende eines Gletschers.">

Und dann denken wir uns einfach mal so einen
hier in der Ebene, bei Leipzig. :-D

Gruss,
BB

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Andererseits sind die Zeiträume, seit der Mensch Naturwissenschaft

Georg, Samstag, 14.04.2012, 08:51 vor 5247 Tagen @ BBouvier (5050 Aufrufe)

Andererseits sind die Zeiträume, seit der Mensch Naturwissenschaft
im neuzeitlichen Sinn betreibt doch recht kurz.

Vieles was man nur durch Satelliten messen kann,
(etwa Gamma Ray Bursts) kennt man etwa überhaupt
erst seit ein paar Jahrzehnten.

Wieso soll in der kurzen Zeit von einigen Jahrhunderten
in der Geologie etc. schon alles vorgekommen sein,
was im Laufe von Jahrtausenden so passieren kann
zwischen Himmel und Erde?


Überhaupt glauben Naturwissenschafter meist die Welt nur an jenen
Phänomenen erklären zu dürfen, die von ihnen bereits
akzeptiert sind.
Darüber hinaus darf es nichts geben.


Ich rechne mit Überraschungen.
Wie imemr die genau aussehen werden.


mfG Georg

Ok... rätselhaft.

nickela, Donnerstag, 12.04.2012, 01:02 vor 5249 Tagen @ BBouvier (4955 Aufrufe)

– kein Text –

--
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Irlmaier: Es schäumt als würde es kochen

BBouvier, Montag, 09.04.2012, 00:52 vor 5252 Tagen @ BBouvier (5938 Aufrufe)


- Steilküste Jütland.
Frühsommer/blauer Himmel/windstill !!
Die Nordsee ist jedoch wild bewegt mit sehr (!) hohen
kabbeligen Brechern - fast rasend.

[image]
Urplötzlich hebt sich der gesamte Meeresspiegel
wie eine ebene Fläche und erreicht die etwa
25 Meter hohe Abbruchkante direkt vor mir binnen
1-2 Sekunden.
Vorher hatte ich gar nichts von einer
Steilküste dort gewusst.

[image]

Internetfund Irlmaier dazu:
=>
"Die Länder an der Küste sind unter der Gefahr vom Wasser.
Die See ist sehr unruhig, die Wellen so hoch wie Häuser.
Es schäumt als würde es kochen im Untergrund
.
Island verschwindet ...
"

Und Dänemark wohl ebenfalls.

Gruss,
BB

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