Ganz so abwegig war die Vision George Orwells nicht, nicht wahr? (Schauungen & Prophezeiungen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Sonntag, 10.03.2013, 04:23 (vor 4708 Tagen) @ Taurec (1881 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Sonntag, 10.03.2013, 04:35

Hallo!

"Hallo!

Dieses sich wiederholende Iran-/Korea-Säbelrasseln in den Medien erinnert mich an die fingierten Kriege an der Peripherie der Großmächte aus Orwells 1984.

Eine subtile Bedrohungslage gehört zum System und unterstützt das Arrangement der Schafe mit den herrschenden Mächten, indem man das Bild einer noch nicht vollständig befreiten Welt projiziert. Daher hält man sich Raubtiere ohne Zähne als Pseudo-Feinde, die man immer wieder Knurren läßt, ohne daß jemals eine wirkliche Eskalation stattfände. Die aufgebauten Bösewichter schöpfen aus der Konfrontation Stabilität für ihr eigenes Dasein.
Es ist gewissermaßen das außenpolitische Gegenstück des inneren "Kampfes gegen Rechts" der Republiken (mit den Vorzeige-Extremisten der NSU u. a.), der eine tatsächlich völlig irreale Nazigefahr vorspiegelt, die aus nützlichen Idioten und Agenten des Verfassungsschutzes besteht, welche sich scheinbar gegen das System erheben.

Das geht nun schon seit vielen Jahren so und wird auch noch einige Zeit dauern, bis der Kollaps an einer ganz anderen Stelle beginnt.

Wahrscheinlich wird es niemals zu einem Korea- oder Irankrieg kommen.

Leider lassen sich auch viele aus der "Prophezeiungsszene" von diesem Spiel verwirren und so hört man regelmäßig: "Jetzt geht's aber loos!"

Ich vermute, daß Bandhu (die ich mit dem vorangegangenen Satz nicht angesprochen haben will) keine wirkliche Eskalation vorausgesehen, sondern wie ein Seismograph die emotionale Wallung großer Menschenmassen empfangen hat.

Gruß
Taurec"

Grundsätzlich ein deutliches Jau, "Krieg ist Frieden".
Bin mir aber nicht ganz 100%ig sicher, ob die herrschenden
Mächte mit dem Status Quo Nordkoreas für alle Zeiten leben
wollen: China distanziert sich neuerdings von Kim Il Un,
was neu ist.

Grundsätzlich ist es jedes Frühjahr dasselbe, wie Ulrich richtig
festgestellt hat: Das Frühjahrsmanöver der südkoreanischen Armee,
auf das Nordkorea äußerst barsch reagiert.
=> Der Westen läßt den Tiger wohlgesteuert knurren.

Hm...aber wie man an den Beispielen Birma und Syrien sieht, ist immer
noch etwas in Bewegung in Richtung Konvergenz zur "Westlichen Welt"
und "Demokratie".

In Afrika z.B. werden die Kriege und Konflikte am Köcheln gehalten, damit
die Groß- und Supermächte weiterhin in aller Ruhe billig die Rohstoffe
und Seltenen Erden abschälen können.
Sonst würden die Zwischenhändler und Börsianer nichts daran verdienen
und für uns derzeitige noch Wohlstandsbürger im Westen wären die
Flundern und TV-Geräte etc. wesentlich teurer.
Im Roman "1984" wird dieser Zusammenhang (speziell in Afrika)
sinngemäß genau so dargelegt.

Afghanistan wird am Köcheln gehalten, damit die us-amerikanische
Oberschicht preiswert an ihr Koks gelangt.
Von 1979 bis 1989 kam die russische Oberschicht in den Genuß
der Mohn-Erzeugnisse.:-D

Die typischen orwellschen zahnlosen Tiger sind der Iran und Nordkorea.
Vor zehn Jahrn war der Irak mit seinem Saddam ebenfalls ein solcher
Kandidat, und zwar weil dieser sein eigenes Öl vom Dollar-Monopol
losreißen wollte. Nachdem dies mithilfe der US-Invasion wieder
rückgängig gemacht worden war, führt man dort die "Demokratie" ein.

Am besten zum Ausschlachten ist ein aufgebauter zahnloser Tiger,
der auch noch begehrte Rohstoffe hat.

Gruß,
Eyspfeil


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