erdnahe Geister, Jenseitige und ihre Wahrnehmung von heute und morgen (Schauungen & Prophezeiungen)

NeuOrest, Freitag, 31.01.2014, 11:07 (vor 4654 Tagen) @ Baldur (3231 Aufrufe)
bearbeitet von NeuOrest, Freitag, 31.01.2014, 11:32

Hallo Baldur und remi,

falls ihr der Realität außerkörperlicher Erfahrungen offen gegenüber steht, kann ich zu euren Beiträgen aus meinen Erlebnissen die ein oder andere Ergänzung bringen. Falls nicht, beachtet diesen Brief einfach nicht weiter.

Einfach die Antenne auszufahren, und mal sehen, wer so daher kommt, kann (und wird häufig) übel enden, siehe Lorber und Co.KG.

Es reicht schon, wenn man sensibel ist. Dann rutscht man irgendwann automatisch in Zustände, in denen Verbindung hergestellt werden kann. Man sollte lernen, seine Antennen gerade zu an diesem "Geistergürtel", der sich ganz nah der physischen Ebene (der unsrigen) befindet, vorbeirichten zu können.
Mit dem spiritistisch anmutenden Begriff "Geistergürtel" meine ich den Bereich, in dem sich "frisch Verstorbene" befinden. Es ist eine ganz leichte Verschiebung des Bewusstseins neben die physische Ebene. Als Träumer und Astralwandler kann man sich "aus Versehen" auf diesem Gebiet bewegen. Angenehm ist es in den meisten Fällen jedoch nicht. Das hängt mit der Bewusstseinsqualität der Bewohner zusammen.

Gestern lief Ghost-Nachricht von Sam mal wieder im Fernsehen. Ich habe mir von einer hellsichtigen Person sagen lassen, dass der Film die Realität recht gut wiedergäbe, wenn man von der üblichen Hollywood-Theatralik absieht.

Ich kenne den Film. Er gibt die Realität in der Tat anteilig wieder, anteilig vermittelt er jedoch ein nicht zutreffendes Bild.
Der wichtigste Unterschied zwischen Film und Realität ist, wie der Geist im Geistergürtel wahrnimmt.

In "Ghost" wird es so dargestellt, als sehe und höre man wie im irdischen Leben.
Besser, man stellt sich den Geist wie einen Schlafwandler vor. Dieser Schlafwandler bewegt sich einerseits in einer äußeren Welt, von der er Informationen auffängt und verarbeitet. Deswegen kann er Objekte und Personen erkennen und sich zielgerichtet verhalten. Andererseits wird die Wahrnehmung des Äußeren von der Wahrnehmung seiner inneren Welt überlagert. Emotionen, Grundeinstellungen, akute innere Themen, im Charakter des Geistes dominante Gewohnheiten und Triebe bilden einen weiteren Informationseingang im Bewusstsein, der mit der "realen" Umwelt verschwimmt und gemeinsam mit ihr eine Art "Film" bildet. Dieser Film spult sich nun vor den Augen des Geistes ab.
Je stärker Triebe und Denk-/Empfindensgewohnheiten ausgeprägt sind, desto weniger ist das Bewusstsein vorhanden, den Zustand als solchen zu erkennen. Das geht jedem so, der stirbt. Jedem. Dem einen mehr, dem anderen weniger. Aber betroffen von der nachtodlichen Verwirrung werden wir alle sein.

Vom Todeszeitpunkt an nehmen die Ereignisse einen unterschiedlichen Verlauf. Im Folgenden ein mir bekanntes Szenario in vereinfachter Form:

Der Unvorbereitete, nicht durch Religionen geprägte, das Jenseits eher ablehnende, dennoch liebevolle und gutmütige, seelisch fortgeschrittene Mensch wird seiner Erwartung gemäß zunächst nichts vorfinden. Sein Geist wird in eine Art Starre verfallen. Es schrumpft in sich selbst zusammen, wie in einen Kokon. Wie lange dieser Zustand dauert, kann ich nicht sagen. Es macht wohl auch keinen Sinn, irdische Maßstäbe der Zeit anzusetzen, wo es keine Zeit in diesem Sinne gibt.
Irgendwann jedenfalls wird das Bewusstsein des Geistes sich selbst wahrnehmen. Es ist kein Gedanke, der da ist. Aber da ist Etwas. Und wenn da Etwas ist, ist es kein Ende. Mit dieser Erkenntnis entfaltet sich das Bewusstsein wieder, öffnet sich nach Außen. Dann erhält es Kontakt zu anderen Wesen, die ihm vertraut sind.
Die Verbindung zu den anderen "Freunden" ist es, die das "Jenseits" um ihn herum entstehen lässt: eine Welt, die aus der kollektiven Vorstellung der "Freunde" geformt ist und eine Bühne für das gemeinschaftliche Miteinander bildet.

Zu einer anderen Gelegenheit traf ich eine Verstorbene, die offenbar in einem Verkehrsunfall verunglückt war. Sie war über einer wohl real existierenden Straße anzutreffen und "fuhr" sie in ihren Gedanken immer wieder ab. Alles wirkte platt, leblos, grau-dämmrig, unbewusst und "falsch". Sie merkte nicht, dass sie verstorben war. Ich weiß nicht, was sich vor ihrem inneren Auge tat. Dachte sie, sie fährt selbst in einem Auto? Auch sie wirkte irgendwie grau - und auch irgendwie falsch. Etwas stimmte an ihr nicht.
Sie hatte jedoch einen sympathischen Kern, den ich mochte. So öffnete ich mich für sie und bemühte mich um Kontakt. Zunächst war es recht freundlich. Als die Verbindung fester und vertrauter wurde, wurde es jedoch seltsam beklommen. Sie schien sich für eine innere Wahrheit zu öffnen. Etwas, mit dem sie sich selbst nicht konfrontieren wollte, wofür sie alleine zu schwach war.
Dann zog sie sich wie eine Maske oder eine dicke Schicht Schminke vom Gesicht und zeigte ihren verbrannten Schädel, von dem verkohlte Fleischfetzen hingen.
Es ist wichtig zu bemerken, dass solche geistigen Kontakte nie so oberflächlich sind, wie sie hier auf der physischen Erde sein können. Es schwingt immer das Innere mit - Gefühle, Einstellungen, Gedanken und Intentionen liegen offen.
In diesem Augenblick war es der Schrecken über die Erkenntnis des eigenen, gewaltsamen Todes. Das war auch für mich nicht angenehm, aber ich beherrschte mich bald wieder.
Dann nahm ich sie an die Hand und bat sie, mir zu folgen. Ich begann langsam, vom Boden aus hinaufzuschweben. Nach etwas Suche konnte ich eine Sonne entdecken, auf die ich mich ausrichtete. Dabei musste ich mich immer wieder auf die Verstorbene konzentrieren, denn sie hatte Sorge, mich zu verlieren.
Da sie ihren Tod akzeptiert hatte, konnte sie ihre graue "Toten-Schlafwandlerwelt" zwischen physischer Erde und Jenseits nun hinter sich lassen. Kurz darauf fanden wir uns in einer Stadt wieder, die ihr gut zu tun schien. Hier war nichts mehr grau. Alles strahlte in satten Farben. Der Name der Stadt, so meine Wahrnehmung, war "Rast-Stadt" (der Ort, wo die Verstorbene im Jenseits Halt machen kann). Sie blühte unerwartet schnell auf, wurde sehr lebendig und glücklich, während wir durch die Stadt schritten.
Dann begleitete ich sie zu einem "Fahrstuhl" (Sinnbild!), der sie zu ihrem endgültigen Ziel - ihrer Jenseits-Entsprechung mit ihrer Seelenfamilie - bringen sollte. Als ich mit ihr aussteigen wollte, hielt mich jemand zurück.
Er sagte mir, dass mein Ziel ganz woanders sei. Ich fuhr zurück zur Erde und erwachte in meinem Körper.

Unter anderem diese Erfahrung zeigte mir, dass "Erdgebundenheit" nicht immer auf einen bösartigen Geist schließen lassen muss.

Aber! Sehr triebhaft gesteuerte Menschen, Menschen die sich von ihren Emotionen und Routinen schon immer haben impulsiv leiten lassen, dabei wenig liebevoll und bewusst waren, haben deutlich größere Schwierigkeiten, das postmortale Schlafwandlerstadium zu überwinden.
In ihrer Hilflosigkeit stürzen sie sich auf mediale Personen, die für sie gleichsam einer Laterne im Nebel leuchten. Das ist dann häufig nicht angenehm, weil sie dem Medium nur ihr Todestrauma, das sie selbst nicht zu verarbeiten im Stande sind, entgegen schreien. Dabei fehlt ihnen jedoch die Bewusstseinsklarheit, Hilfe anzunehmen.

Andere hängen so an der Befriedigung durch körperliche Sinne, dass sie sich an sensible Menschen anhängen. Sie beeinflussen sie durch ihre starke Triebkraft und saugen gleichsam ihre Aura ab, in der Hoffnung, eine Befriedigung wie mit dem menschlichen Körper zu finden. Leider klappt das sogar anteilig. Ich vermute, dass einige Suchtkranke so einer Beeinflussung, wenigstens verstärkend, unterliegen.

Aber auch diese erdgebundenen Geister werden durch ihre Triebe irgendwann Kontakt finden zu gleichartigen Geistern. Sie sind aufeinander ausgerichtet. Und auch diese Geister schaffen sich durch ihr Wesen eine gemeinsame, schattig-dämmrige bis finstere Jenseits-Ebene bzw. begeben sich auf eine bestehende gleichartige. Damit verlassen sie den Geistergürtel.

Meiner Erfahrung nach ist der Geistergürtel überwiegend bevölkert von letzterem Typ Geist. Deswegen habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, dieses lästige Intermezzo möglichst zu überspringen.

Sam wäre demnach erdgebunden.

Japp. Er klammert sich an die Erde und das Leben, das er nicht mehr hat. Der Tunnel ist nie verschwunden und war nie weg. Er hat ihn nur nicht mehr gesehen.

Siehe auch den anderen Geist, der sich in der U-Bahn notgedrungen seine Zeit vertreibt. Er wüsste zumindest, was sich andernorts zuträgt, hätte aber nur unter Seinesgleichen Kontakt, und könnte nur aufgrund seiner Meinungen und Erfahrungen Ratschläge und Antworten geben.

Der Streuner wäre ein sehr unsauberer Geist. Ein sehr fest schlafender und halluzinierender Schlafwandler, sozusagen. Hier besteht nicht nur das Übermittlungsproblem durch das Medium, das die Botschaften durch ihren Persönlichkeitshintergrund spürbar prägt. Sondern die Botschaft selbst stammt von einem mehr oder weniger Wahnsinnigen, der zu rationalem Denken nach unseren Maßstäben nicht fähig ist.
Würde ihn ein Medium nach der Zukunft fragen, würde der Geist einen ungeordneten Haufen von Äußerungen übermitteln, die sich zum Einen aus seiner eingeschränkten inneren Erlebenswelt und zum Anderen aus der Gedankenwelt und Erwartungshaltung des Mediums zusammensetzen.
So werden bestimmte Szenarien verständlich. Zum Beispiel die Lorberschen. Oder Eindrücke von Energien und Wellen und Spiralen, die mal hier und mal dahinkullern, zusammen mit der Botschaft "wehe wehe, wenn das passiert!" (wobei das auch eine rein autosuggestive Leistung sein kann).

Woran erkennt man aber, ob ein Kommunikator erdgebunden ist?

An der Qualität. Um das zu erkennen, braucht das Medium ein gefestigtes, liebevolles Herz, einen wachen, scharfen Geist und viel Erfahrung - kein aufgeblasenes Ego mit angelesenem Wissen und einer dicken Portion Selbstbestätigungs- und Geltungsbedürfnis.
Ein erdgebundener Geist jedenfalls wird in der Regel keine adäquaten Aussagen zur Zukunft machen können. Er ist ja erdgebunden wegen seines eingeschränkten, teils stark nach innen und teils auf unmittelbare physische Inhalte (z. B. Gewalt oder sexuelle Handlungen) gelenkten Bewusstseins.

Oder man würde es an den Ergebnissen auch nicht ableiten können, denn ein Foppgeist, der sich in einer höheren oder tieferen Sphäre befände und nicht erdgebunden wäre, machte das ja genauso, wie ein übelwollender Hängengebliebener.

Wie gesagt - man merkt es. Vor einigen Tagen hat mir ein sehr liebevoll vertrauter jenseitiger Kontakt eine nahe Zukunft vorhergesagt, um mir auf meine Bitte hin noch einmal seine Existenz zu beweisen. Und behielt recht.
Zwei Dinge hierzu: 1. jenseitige Kommunikation ist nicht vergleichbar mit der verbalen Kommunikation auf der Erde. Bei der jenseitigen Kommunikation verschränken sich Bewusstseinsteile. Dadurch kann man sich nicht verstecken oder verstellen. Ein reifes, aufmerksames Medium merkt, wie der Kommunikationspartner in seinem Wesen strukturiert ist.
2. Das ist nicht sicher, wenngleich ich es nun mehr schon mindestens drei mal so erlebt habe. Dem Jenseitigen, der die Zukunft vorhersagt, ist "die Zukunft Deutschlands" etc. nicht bekannt. Für ihn gibt es nicht "die Zukunft", die er bereisen und wie aus einem Flugzeug betrachten kann. Sondern es gibt nur "meine Zukunft", als sein Gesprächspartner. Meine Zukunft umgibt mich wie ein Nebel, wie eine Aura. Mit seinem Herannahen wird der Nebel immer deutlicher, bis er letztlich greifbare, reale Gegenwart in der physischen Realität wird.
Dieser Nebel kann durch entwickeltere jenseitige Wesen differenziert in Richtung Vergangenheit und Zukunft wahrgenommen werden.

Ich weiß nicht, inwiefern interessierte Jenseitige durch ihre Kontakte zu verschiedensten Inkarnierten eine Schnittmenge bilden und auf eine "gemeinsame" Zukunft schließen.

Niemand kann beweisen, ob nur ernsthafte Charaktäre den Tunnel passieren können und dort dann fromm und ehrlich wie die Englein sind. Ich halte solches für sehr unwahrscheinlich.

Die Persönlichkeit eines Menschen ist, soweit ich es weiß, nur ein kleiner Anteil eines großen Ganzen, das ihm während der Inkarnation nicht bewusst ist. Die Persönlichkeit (lat. persona - Maske eines Schauspielers im Theater) wird abgelegt und vereint sich wieder mit der Gesamtheit.
Dieser Vorgang ist für den Verstand nicht fassbar, da es über seinen Erfahrungshorizont hinausgeht. Er bedarf daher Erfahrung.

Hingegen scheint es möglich zu sein, dass "Leute" aus dem Jenseits, die also den Tunnel durchschritten haben würden, jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen können. Ob sie sich hierzu quasi in Erdnähe herablassen müssen, ist völlig offen.

Es ist ein gegenseitiges Annähern.

Es gibt Ansichten, wonach man Spukende medial/telepathisch ins Licht führen könne, in dem man ihnen Hoffnung macht, sie aus der Verzweiflung holt, eine Wesenheit zu rufen versucht, die diesen in Liebe verbunden ist, und sich damit ein Lichttunnel öffnen würde.
Ob das so ist?

Ja, das ist so. Wenn der Geist offen genug und für die Öffnung bereit ist, geht dies. Als Mensch ist man hierzu sogar noch besser geeignet als es Jenseitige sind. Denn man ist dem Geistergürtel viel näher, und andererseits der Geist dem Physischen noch mehr zugewandt als dem Jenseits! Grundsätzlich ist es von der Klarheit und vom inneren Entwicklungsprozess des Geistes abhängig.

Wieso sollte eine hilfreiche Wesenheit sich erst durch Vermittlung eines Inkarnierten in Bewegung setzen, aber nicht durch die Hilfsbedürftigkeit des Opfers?

Ich habe schon Geister, die offen, aber noch nicht hinübergegangen waren, "abgeholt" und dann "abgegeben". Man scheint eine Art Brücke zu dem Jenseits zu bilden, zu dem der Sprung allein zu groß wäre.

unbeweisbares Niemandsland......

Für einen selbst ist es durch Erfahrung tatsächlich beweiskräftig - auch als rational und kritisch eingestellter Mensch. Andere kann man damit niemals sinnvoll erreichen und sollte es besser auch nicht versuchen.
Neugierig machen und ermuntern zum Öffnen und selbst Entdecken ist aber in Ordnung!

Viele Grüße


Gesamter Strang: