Hallo!
zu diesem Sachverhalt fällt mir spontan dieser Allan Kardec ein.
Der schrieb mal was...
Das Buch der Geister und das Buch der Medien...z.B.
Von ihm verfasst, kann es hier mit Suchfunktion aber nicht finden.
Ist Dir jenes bekannt, Taurec, und wenn ja, was hälst Du davon?
Das ist mir nicht bekannt. Spiritismus ist nicht gerade mein Spezialgebiet.
Von dem ausgehend, was auf Wikipedia über seine "Glaubenselemente" steht, kommen mir folgende Gedanken.
Grundsätzlich: Die Ansichten rücken Geister zu sehr in den dem Mittelpunkt des Kosmos, meines Erachtens reduktionistisch vereinfachend, was aber anhand der Methode, die nur ins nahe Jenseits, zu anderen Menschengeistern reicht, und der Tatsache, daß Rivail ursprünglich Naturwissenschaftler mit vermutlich materialistischer Ausrichtung war, nicht verwunderlich ist. Bei großartigen neuen Erkenntnissen neigt man nicht selten dazu, die Welt für eine Weile überzogen durch die neue Brille zu betrachten, bei Rivail eben "Jenseits und Geister". Ansonsten scheint er mir schon grob auf der richtigen Spur zu sein.
Punkte des Textes, denen ich widerspreche, mit Anmerkungen:
"Das Universum sei von Gott als dem höchsten Geist geschaffen."
Vereinfacht Gott, eine meines Erachtens vom Menschen nicht begreifbare Ur-Sache, einseitig auf seine vermeintliche Existenz als Geist, der demzufolge auch Willen und Charakter haben müßte. Halte ich für falsch. Damit würde er irrig vermenschlicht werden.
"Es bestehe aus den materiellen Dingen und den spirituellen Wesen. Die Geister bilden als geistige, intelligente Wesen eine geistige Welt, die sich von den rein materiellen Dingen unterscheide und dieser in der Schöpfung zeitlich vorangehe als auch diese überdauern werde."
Im Ansatz richtig. Das Universum besteht aus "Geist" im Sinne von Idee, bzw. Uridee. Ihrer selbst bewußte, geisthafte Wesenheiten sind lediglich Emanationen der Uridee. Darüber hinaus gibt es wohl noch andere Wesenheiten, Engel (über den Menschen stehende, vom Menschen unerreichbare Urgeschaffene), Dämonen, Phantome, Wesenhafte als unbewußte, aber vom Geist (insbesondere Geistern) geformte Phänomene. Materie, das Diesseits, der "grobe Stoff" ist nichts weiter als am Rande des Universums kondensierter Geist, Idee, "Energie" - wie die Haut einer Frucht die Verhärtung des Fruchtfleisches. Geht man eine Schale tiefer nach dem Zentrum der Zwiebel, kommt als nächstes wohl "Feinstoff", aus dem das uns umgebende Jenseits besteht. Darunter folgt nach einer unbekannten Zahl weiterer Schälungen der nackte Geist, im Zentrum Gott, der Kern mit dem "genetischen Code", dem Schöpfungsgedanken.
Man führe sich zu Bewußtsein, daß selbst Molekülen, Atomen und den diversen Teilchen, die man bei deren Spaltung findet, jeweils eine Idee derer Beschaffenheit bereits im Schöpfungsgedanken zugrundeliegen muß. Durch Spaltung der Materie erhält man nur noch mehr Materie, nicht den Ursprung der Materie. Die Physik kratzt hier nichts weiter als den Putz von der Oberfläche. Löst man die Materie zu ihrem eigentlichen Ursprung auf, bleibt nur Idee. Folglich ist Materie eine Form des Geistes, mittels derer sich der Geist sich selbst vorspiegelt.
Ich folge grundsätzlich mehr Abdrushins Bild der Schöpfung, das selbst aber sicher ebenfalls nicht der Weisheit letzter Schluß ist.
"Dabei gehe die geistige Entwicklung stets in Richtung auf eine höhere Stufe oder stagniere. Einen Fall auf eine niedrigere Stufe gebe es nicht."
Meines Erachtens falsch. Ein Fall von hohen Stufen in die tiefste Finsternis ist für jeden jederzeit möglich. Siehe den Fall Luzifers und das Prinzip der Versuchung, dem wir uns alle ständig entgegensetzen müssen.
"Ein wichtiges Element sind spiritistische Sitzungen, die der geistigen Höherentwicklung, nicht der Vorhersage künftiger Ereignisse, dienen sollen."
Ein zweischneidiges Schwert. Geistige Höherentwicklung ist mit spiritistischen Sitzungen wohl nur in dem Sinne möglich, daß man eine erweiterte Wirklichkeit, die ansonsten nur Theorie bliebe, zumindest ansatzweise im Diesseits erfahrbar machen kann. Das nutzt den Leuten, die bis dahin schon nicht viel wußten, aber zumindest etwas ahnen. Darüber hinaus ist von Geistern, die mehr oder weniger dieselbe Entwicklungsstufe haben wie man selbst, wohl keine allzu große Erkenntnis zu erwarten. Völlig in die Falle gehen kann man, wenn man glaubt, daß nur eine Höherentwicklung, kein Fall möglich sein kann. So wird jede Mitteilung zur potentiellen Treppenstufe nach oben. Der Fallen ist man weniger gewahr.
Ich ging hierbei nur von der Wikipediaversion der Kardec'schen Lehre aus, die in einzelnen Punkten falsch wiedergegeben sein könnte.
Die Anmerkungen spiegeln nur meine Sicht der Welt wider und sind keine zu glaubende Wahrheit.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“