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Hundert Millionen Blätter! (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier @, Mittwoch, 22.10.2014, 17:25 (vor 3418 Tagen) @ andrku (5441 Aufrufe)

Hallo, Andrku!

Ritters Pauschalschwadronade:
"Diese Entwicklung stürzt die USA in eine tiefe Krise,
welche im Oktober des Jahres 2012 zu einem Kollaps
des amerikanischen Finanzsystems führt
."

Und das hat also ein Inder vor über zehn Jahrtausenden
angeblich auf Palmblätter geschrieben?
Geht´s eigentlich noch? :mauer:

Ganz abgesehen davon, daß dieser Herr nachgewiesenermaßen komplette
Artikel
des damaligen SPIEGEL lügnerisch als uralte Prophezeihungen ausgibt ...
und daß in dem besagten indischen Dorfe Niemand noch nie jemals von dem
Mann auch nur gehört hat, von dem dieser Herr behauptet, von Dem
habe er es:
Geht´s eigentlich noch? :mauer:

Lies bitte erstmal, worum es überhaupt geht, bevor Du
uns hier dümmlich nervst, das müsse man doch wohl
erstmal auf Richtigkeit prüfen.

<"... würde eine Bestätigung seiner (Ritters) seherischen Fähigkeiten untermauern ..."

Das einzige, was diese werte Herr gesehen hat, das waren
Artikel im SPIEGEL - sowie gefolgt von dümmlichen Pauschalschwadronden,
worauf Taurec bereits hingewiesen hat.

Was Dir offensichtlich überhaupt nicht klar ist,
das ist, daß "Palmblattbibiliotheken" eine völlig andere Sache sind.
=>
Da geht Jemand ins Hinterzimmer und kommt nach einer Weile
mit einem Palmblatt zurück, auf dem angeblich ziemlich genau
Sachen aus dem vergangenen Lebenslaufe des Fragenden stünden.
Was Niemand überprüfen kann, weil die Zeichen völlig
unentzifferbar sind.
Derlei bekommt jede Glaskugelseherin auf dem Jahrmarkt
seit Jahrkunderten ebenso gebacken.
Und anschließend wird dem Kandidaten auch noch einiges prophezeiht.
Falls derlei sich als richtig herausstellen sollte (!),
dann sind die Verkäufer der vielen (!) Bibliotheken paragnostisch
begabt. Und das war es auch schon.

<"... würde ich mal hinreisen und versuchen Kopien davon zu machen
und diese professionell übersetzen zu lassen.
">

Würde-hätte-Fahrradkette:
Noch einmal - und extralangsam:
Niemand (!) kann da etwas entziffern!!
Nur die Verkäufer, die davon leben, behaupten,
sie selbst würden da etwas lesen! :-D

Im übrigen:
=>
Diese Sammlungen sind angeblich über 7.000 Jahre alt.
Gehen wir davon aus, dass seitdem täglich auch nur
zehn Besucher diese Sammlungen besuchen würden,
dann bedeutete das, dass allein für die Zeit bis zum heutigen Tage
seinerzeit über zweieinhalb Millionen (!)
einzelne Schauungen hätten durchgeführt werden müssen -
und zweieinhalb Millionen Palmblätter beschrieben werden.
Und für die nächsten 7.000 jahre weitere zweieinhalb Millionen:
=> Mehr als fünf (!) Millionen Blätter sollten die
"Bibliotheken" also in etwa umfassen!

Wenn denn nicht mehr.
Das möchte ich denn doch gerne mal sehen. :-D
Ganz abgesehen von dem Kunststück, unter 5 Millionen
losen Baumblättern das einzig treffende herauszusuchen.

Und - weil die Blätter zugegebenermassen nicht alt sind -
(angeblich verderben sie nach einer Weile)
muss Jemand diese 5 Millionen Blätter immer und immer wieder
aufs neue seit 7.000 Jahren abgeschrieben haben.

Bereits nur bei "alle 300 Jahre neu abgeschrieben"
kommen wir da in die Grössenordnung von:
Hundert Millionen Blätter!

Weiterhin:
Rechnen wir den Zeitbedarf für eine Schau
plus Niederschrift mit einer Stunde und eine 50-Stundenwoche,
dann ist der Seher damit 2.000 Jahre lang durchgehend beschäftigt.
Und die für Abschrift alle 300 Jahre benötigt sein Nachfolger-Gehilfe
dann jeweils rund 1.000 Jahre.

Bitte, wollest uns fürderhin doch mit derlei Narrenpossen verschonen.

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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