Hallo!
Auch von Adolf Schwär, der viel über den Krieg gegen die Russen sah, gibt es aus den Fünfziger Jahren vereinzelte Flüchtlingsszenen. Da es sich hierbei um kurze Schauungsfetzen handelt, ist die Frage, ob dieser Andrang tatsächlich im Zusammenhang mit dem russischen Heranrücken steht oder eher vorher stattfindet.
2. 2. 1952:
„Ich sah, daß die Gerstenernte gut war. Roggen sah ich fast keinen, Hafer war gut. Nach der Ernte kamen wie toll Flüchtlinge vom Osten mit Wagen dahergefahren.“
3. 4. 1953:
„Ich wurde von vielen fremden Leuten angebettelt. Auch beim Nachbar sah ich einen Mann mit einem Laib Brot daherkommen.“
2. 4. 1954:
„Ein Mann frage bei mir an, ob seine Tochter zu mir in Stellung kommen könnte. Ein Bauer im Wagensteigtal in Buchenbach sagte mir, es hätten etwa 18 Mann bei ihm um Stellung gefragt.“
5. 7. 1957:
„Ich befand ich mit vielen Menschen auf der Flucht nach dem Westen, es waren Frauen und Kinder darunter. Ich war der Meinung, daß wir uns in Frankreich befanden. Als wir in Baracken untergekommen waren, um auszuruhen, rufte es laut: ‚Auf marsch, marsch!’ Dann kam alles wieder in Bewegung und wir liefen weiter.“
12. 2. 1959:
„Ich schaute zum Fenster hinaus. Da drängte sich ein Haufen junger Mädchen (12 – 16) zur Haustür herein. Flüchtlinge. Dann begab ich mich in einen Saal. Hier saßen ein Haufen Frauen auf dem Boden, neben sich einen Rucksack.“
Es ist nicht eindeutig, aber man sollte es im Hinterkopf behalten.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“