Diffarmierung durch Extremismusvorwürfe (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur, Donnerstag, 01.10.2015, 22:33 (vor 4046 Tagen) @ Taurec (3311 Aufrufe)

Hallo, Taurec,

wir sind meiner Meinung nach in der Endphase des Traumzeitalters und der Anfangsphase des Konsequenzen-selbst-spüren-müssen-Zeitalters.

Im gelben Forum schrieb ein Teilnehmer einen Satz, den sicher nicht nur ich voll unterschreiben kann:

Wenn mir jemand vor 25 Jahren gesagt hätte, die Rettung kommt aus Moskau
[quote]oder Peking, hätte ich diesem Jemand einen Vogel gezeigt.
[/quote]

So wird es auch denen ergehen, die sich in politischen Sprechblasen wohlfühlen und sich darin heimelig eingerichtet haben. Eine Partei wählen, weils der Opa schon gemacht hat, und der immer so stolz war. Immerhin ist es schön einfach, damit die Welt zu erklären, sie in gut und pöhse zu teilen.

Vorhin erst fiel es mir auf, dass es den westeuropäischen Ländern jetzt nicht anders ergeht, als es den Drittweltländern Jahrzehnte zuvor durch die sogenannte Entwicklungshilfe erging, die deren durchaus intakte, heimische Wirtschaft durch die wie Heuschrecken einfallende Konkurrenz des Geschenkten nachhaltig zerstörte und die politischen Führungen korrumpierte:

die mit einer invasiven, fremden Kultur Eindringenden respektieren das Vorgefundene nicht, bringen ihre eigenen Regeln mit, wollen sie den Gastgebern überstülpen. Es entsteht eine Hilfsindustrie, die am meisten selbst profitiert, zum Selbstzweck wird, auch schon mal durch Kindesmissbrauchsvorwürfe auffällt, weil sie meint, über allem zu stehen, und letztlich viel mehr schadet als den angeblichen Adressaten nützt.

Wenn berechtigte Anliegen besorgter Bürger als rechtsextremistische Hetze verunglimpft werden, dann sind mittlerweile die mit der Wirklichkeit befassten politischen Funktionsträger der Regierungsparteien die grössten rechtsextremistischen Hetzer von allen geworden, auch Grüne sind schon darunter, wenn sie etwa Bürgermeister und Co. sind und mittendrin statt nur dabei.

Es ist also rechtsextremistische Hetze, wenn man darauf hinweist, dass ein rechtsfreier Raum vorhanden, und massivster Gesetzesbruch an der Tagesordnung ist, der jedoch trotz unabsehbarer Folgen geduldet wird (Saarlands Minister).

Wer gegen die massenhafte Einwanderung von Muslimen Stellung bezieht, ist per Definition ein rechtsextremer Hetzer, wobei eigenartigerweise dieses strenggläubige Klientel ihrerseits massivst antisemtisch ist und sich entsprechend - und ungestraft - auch im Gastland artikuliert, wie es ein Einheimischer nie dürfte und auch nicht täte. Die Neuen dürfens, gehört halt zu ihrer Kultur.

Und niemandem fällt auf, wie sehr schwachsinnig die Zuweisung von politischen Hassbegriffen nicht nur an diesem Beispiel ist?

Rechtsextremistische Hetzer müssten doch Zuwanderer aus dem muslimisch-arabischen Raum hocherfreut begrüssen und als Gesinnungsgenossen feiern. Vielleicht ergeben sich sogar ganz ungewöhnliche Freundschaften.

Oder stimmt doch etwas an den verbalen Kampfbegriffen, den inhaltsleeren Moralinkeulen, nicht?

Früher hiess das einfach Ketzerei, und der Scheiterhaufen löste das Problem, auf unliebsame Fragen keine Antworten geben zu können, ohne sich selbst als absoluter Schwachkopf zu entblössen (Erde ist eine Scheibe, wir brauchen nicht durchs Fernglas gucken, weil wir wissen, was wir sehen würden, und Co.). 500 Jahre später kommt dann eine zaghafte Entschuldigung nach.

Mittlerweile übernehmen Richter und Staatsanwälte die Funktion der Inquisition. Herr Lehrer, der da hat gesagt, dass. Reicht schon. Vorstrafe kommt postwendend. Hintergründe zählen nicht, nur Abschreckung und Unterdrückung.

Blockwarte sind zurück und dürfen sich darin sonnen, ergebene Diener des weltweiten, kriegerischen Ausbeutersystems zu sein, welches die Konflikte und probleme ja erst selbst erschafft, und das sie sonst aufs Schärfste anprangern. Doch niemand merkt irgendetwas? Hallo?

Wieso gehen sie nicht einfach mit guten Beispiel selbst voran und nehmen Flüchtlinge bei sich daheim auf? Dann ziehe ich meinen Hut. Wieso zeigen sie nicht, dass es tatsächlich so ist, wie sie behaupten? Dass alles nur Friede-Freude-Eierkuchen ist?

Verschüchterte, entwurzelte Gestalten habe ich selber schon gesehen, die sind derzeit klarerweise Opfer des Gesamtgeschehens. Aber wir haben sie nicht hergeholt.

Was von der Ketzerzeit geblieben ist, ist das Aufjohlen des Pöbels, wenn gerade wieder einer hingerichtet wird, der sich ein bisschen länger oder intensiver Gedanken gemacht hat und dies auch frecherweise sagte.

Zurück zum Thema.

Dieser Schauplatz des Links-gegen-Rechts wird sich meiner Ansicht nach sehr bald von selbst erledigen.

Die "Rechten" werden sich vermutlich isolieren, zurückziehen, und unter sich bleiben, ob nun an entlegenen Orten im Inland, oder im Ausland. Wollen sie keine Flüchtlinge im Dorf, werden sie ein Dorf finden, das einfach keinen Platz für andere als sie selbst hat. Und dann werden es zwei Dörfer, und dann fünf, und immer mehr. Dazu braucht es null Gewalt.

Die "Linken" feiern derweil ihren Sieg und ihr utopisches Schlaraffia.

Wie es ausgeht, muss man abwarten, siehe oben, nichts ist unmöglich. Vielleicht gibt es ja in 50 Jahren ein blühendes, multiethnisches Gemisch zwischen Donau und Nordsee, wohlhabend, friedfertig, technologisch führend.

Oder nicht. Schon Margret Thatcher sagte, es ist halt dumm, dass jenen irgendwann das Geld der anderen ausginge.

Dann dauert das aber keine 50 Jahre mehr. Und die Linken und Gutmenschen stellen völlig überrascht fest, dass sich die so inniglich willkommen geheissenen Neunachbarn zu grossen Teilen als Bedrohung ihres Daseins entpuppt haben, und die Gepflogenheiten ihrer Heimatländer nun das Land beherrschen - samt ungekannter Gewaltbereutschaft, Konflikten, Gewalt und wirtschaftlichem Niedergang natürlich.

Dann wären diese nunmehr Erleuchteten verdammt froh um jeden einzelnen in der Nachbarschaft, den sie damals als rechtsextremistischen Hetzer verunglimpft haben.

Um Albert A., den sie denunziert haben, und der wegen eines Facebookpostings seinen Arbeitsplatz verlor.

Und Berta B., die man wegen eines denunzierten Leserbriefes wegen Volksverhetzung verurteilt hat, nur weil sie über die Vergewaltigung ihrer Tochter harte Worte fand.

Und um Xaver Z., der schon lange im Ausland dem Treiben in der ehemaligen Heimat mit einer Mischung aus Abscheu, Belustigung und Schadenfreue zuschaut.

Richterin Renate R., die mit Inbrunst die Strafurteile gegen die angeblichen Hetzer fällte, wird ihnen nicht helfen, sie wird von den Neubürgern vielmehr bei jedem Zusammetreffen bespuckt und getreten, als Zeichen demonstrativer Überlegenheit nicht nur vor Frauen.

Niemand von diesen rechtsextremistischen Hetzern wird einen Finger rühren, wenn es nicht so läuft, wie Utopia das vorgaukelte. Jedenfalls nicht für Gutmenschen, die diese Entwicklung erst ermöglicht und herbeigeführt haben.
Nicht in der Polizei, nicht auf der Strasse durch Zivilcourage. Nicht im Wohnblock, wenn Randale ist, und auch nicht sonst.

Die sollen dann die multikriminelle Bereicherung Tag für Tag intensiv auskosten.

Oder, wenns anders kommt, verdientermassen in Glückseligkeit schwelgen, während die Pöhslinge von damals im kargen Exil voller Neid darben, und ihrerseits die Bestraften des Lebens wären.

Nur die Zeit wird es zeigen, wohin es geht - ich denke, wir sehen das in Kürze.

Der denkbare Mittelweg wäre ein dauerhafter Niedergang analog zu Spengler. aber auch der dann nur im neuen "Packistan". Ausserhalb Westeuropas wird man nur den Kopf schütteln und zur gedeihlichen Tagesordnung übergehen.

Beste Grüsse vom Baldur


Gesamter Strang: