die Revolution fällt aus... (Schauungen & Prophezeiungen)

emmet, Mittwoch, 18.02.2009, 20:00 (vor 6188 Tagen) @ Georg (3717 Aufrufe)

Zumindest bräuchten die Eliten den breiten Rückhalt der
Bevölkerung um derartige Turbulenzen überstehen zu können.
Diesen dürften sie aber schon längst verloren haben, was
für diese Kreise bislang jedoch zumindest nicht das
Kardinalproblem zu sein scheint, weil selbiger zu
"normalen Zeiten" für deren eigenen Machterhalt
momentan ja auch noch ziemlich schnurz ist.


So gut wie jede Revolution in der jüngeren Geschichte wurde zwar von einer großen Gruppe von Revolutionären getragen. Die "Initialzündung", der Funke der die Revolution ins Rollen bringt kommt aber (zumindest bisher) immer von eher kleinen, dem "Bildungsbürgertum" zuzurechnenden Gruppierungen.

Die bisherigen Demos gegen Studentengebühren und brenenden Autos in Berlin würde ich nicht als Indikator für eine innere Unzufriedenheit dieser Kreise bezeichnen.

Seltsamerweise.

Was hätte wohl Marx dazu gesagt, dass große daxnotierte Konzerne ihre Gewinne privatisiert, und Verluste verstaatlicht haben. Wo sind die Menschenmassen, die im Bankenviertel in Frankfurt gegen die "Entlassungsproduktivität" von Herrn Ackermann demonstrieren? Wo ist der Sturm der Entrüstung, der Herrn Zumwinkel entgegenschlug als er sich und seine "Leistungen für Deutschland" öffentlich vor Gericht hervorhob? Hätten die Studenten 1968 auch so gelassen auf diese Ereignisse reagiert? Wohl kaum.

Na ja. Dazu passt (wie ich finde) das
Narrenschiff ganz wunderbar. ;-)


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