Deutung (Schauungen & Prophezeiungen)

Fenrizwolf, Sonntag, 22.11.2015, 20:17 (vor 3994 Tagen) @ Kuddel (1747 Aufrufe)

Hallo Kuddel,

vielen Dank für Deine Anregungen! Eine andere Perspektive dazu zu lesen, ist wirklich sehr hilfreich,
da ich mich ansonsten nur in eigenen, festgefahrenen Gedankenmustern bewege.

Von Händlern und mangelndem Wohlwillen kann ich leider ein Liedchen singen, aber dem
Supermarkt will ich da gar nicht so viel Hintergründiges beimessen.
Der ist das perfekte Symbol für meinen Alltag schlechthin, fünf Fußminuten von meinem Büro
entfernt, alltägliche Begegnungsstätte in meinem recht provinziellen Leben und einfach eine
Stätte, die ich überaus regelmäßig aufsuche.

Durch die Umbauten zeigt er sich heute erstaunlicher Weise tatsächlich in den dominierenden Farben Rot und Anthrazit, so wie es sich mir, im Voraus unergründlich, präsentierte.
Selbst das vergitterte Außenlager ist aus kosmetischen Gründen mit grau-anthrazit-farbenem
Sichtschutz verkleidet.
Diese Farbkombination war im Traum ein sehr dominanter Faktor, der sich nun wohl bewahrheitet hat, falls ich nicht überinterpretiere.

Ich folgere daraus ganz simpel, daß die wesentlichen Umbrüche, die mir angedeutet wurden,
ab da Fahrt aufnehmen, wenn sich eben dieser Laden so präsentiert.
Früher war da alles im schlichten Weiß gehalten.

So ganz ist mir auch noch nicht klar, warum ich weniger betroffen sein sollte, als meine Zeitgenossen.
Es ist eher so, daß ich die derzeitige Situation als persönlich belastende Krise wahrnehme.
Mein ganzes Leben ist Baustelle, und alle einstigen Fundamente sind nun Treibsand.
Ich habe keine Erklärung dafür, was mir so da deutlich Erleichterung verschaffen sollte,
wenn sich die äußeren Umstände noch weiter verschärfen.

Womöglich ist das auch alles symbolischer als ich dachte, und handelt eher von meinem
künftigen Innenleben als von der Welt da draußen.
Mein Eindruck war damals aber, daß ich Kunde von einer plötzlichen Umwälzung globalen Ausmaßes erhielt, die damals kaum vorstellbar war.
Konkretes kam ja leider nicht.

Von Albträumen bin ich zeitlebens nicht sonderlich geplagt gewesen, und mit der Ankunft im Wald war ich "zuhause angekommen", doch nach dem Aufwachen, war ich entgegen meiner
damaligen Natur hochnervös.

Ich bin weder "Prepper" der sich für alle Eventualitäten gerüstet glaubt, noch wäre ich fähig,
längere Zeit ohne funktionierende Gemeinschaft in der nackten Natur zu überleben, von daher
kann der Wald nur symbolisch sein.
Für mich steht er für eine Wiedererlangung von Freiheit und Natürlichkeit gegenüber dem
Drangsal und der zermürbenden und kompromisslosen, verstockten Komplexität der momentanen Gegenwart.

Es war grundsätzlich ein Traum der gewisses Unheil ankündigt, aber auch viel Hoffnung verheißt.
Aber ob er überhaupt von Gehalt für andere ist, weiß ich nicht. Ich bin da viel zu unerfahren.

Vermutlich es allein meiner Interessenlage zu verdanken, daß mir das überhaupt noch erinnerlich ist.
Jemand mit anderer Weltanschauung hätte vermutlich sein Etikett drauf gemacht und ad acta gelegt.
Dabei gehe ich davon aus, daß jeder prinzipiell über solche Antennen verfügt, und meine
nicht wesentlich empfindlicher sind.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf


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