Charubel (Schauungen & Prophezeiungen)

Theodor, Freitag, 01.05.2009, 13:48 (vor 6116 Tagen) @ Lars (4339 Aufrufe)

im Buch aber noch ein ominöser anderer Hellseher (nach dem Vorbild von Charubel (nie gehört von dem)) ins Spiel kommt.


Hallo Lars!

Charubel war das Pseudonym von John Thomas (9.11.1826 – 11.11.1908). Er studierte im Jahre 1851 am Bala College calvinistisch-methodistische Theologie. Seine prophetischen und heilerischen Fähigkeiten brachten ihm bei seinen Kommilitonen bald den Spitznamen „der Teufel“ ein. Daher stand John Thomas schon früh vor der Alternative, entweder diese Gaben ruhen zu lassen, oder sein Predigeramt aufzugeben. Er zog es vor, das Haupt eines okkulten Ordens, einer weltumspannenden Brüderschaft, zu werden. In der Magie war er Adept und besaß genaue und reiche Kenntnisse. Für ihn war sie die wahre Religion. „Sie ist die Vereinigung des Menschen mit Gott. Diese Vereinigung ist das Ziel und Ende der wahren Magie“.
Seine Dienste bestanden in Geistheilung, Ratschlägen bei Krankheiten, Aufklärungen über die Vergangenheit und Prophezeiungen für die Zukunft. Einem größeren Leserkreis wurde er als Charubel bekannt. Seine erste Veröffentlichung war: „Bible Lands for Bible Readers“. Es folgten „A Vision of the North Pole”, “The Geozonic Spheres”, “The Degrees of the Zodiac Symbolised”. Seine größte und letzte Veröffentlichung war der Band “The Psychology of Botany, Plants and Minerals“. Einige Jahre war er Herausgeber der Zeitschriften „The Seer“, „The Occultist“ und „The Psychic Mirror“.
(Informationen entnommen aus: Shrewsbury News 1908)

Das Buch über „die Symbole der Tierkreisgrade“ war ein Testat seiner Seherschaft, denn es sei auf seine Schauungen zurückzuführen, so behaupteten es wenigstens H.S. Green und Alan Leo. (Vgl. Bessie Leo et al: „Life and Work of Alan Leo“, 1919)
Beim meditativen Vertiefen in den Tierkreis, bzw. in Horoskope kam es bei John Thomas augenblicklich zu farbigen Visionen, welche sich allmählich in klare Bilder umwandelten, die z.B. auch aus der Zukunft der Horoskopeigner gewesen sein sollten. Nach Alan Leo bestätigte sich dies im nachhinein dann regelmäßig. Auf diesem Wege schaute er auch für jeden einzelnen Grad des Tierkreises ein symbolisches Bild. In Alan Leo hatte er seinen guten Leumund, und nicht zuletzt deshalb erfreute sich sein Buch über die Grade einer großen Beliebtheit in der englischsprachigen Welt. Sogar Friedrich Schwab verwendete bei seinen Horoskop-Deutungen diese Symbole. (Vgl. „Zentralblatt für Okkultismus“, 1907/08).
Seine Arbeiten wurden im 20. Jahrhundert u.a. von Marc E. Jones und Dane Rudhyar fortgesetzt. Letzterer ist dann auch von der Werthaltigkeit der Symbole nach Charubel völlig überzeugt. (Vgl. Dane Rudhyar:„The Astrology of Personality“, 1936)

Pakraduny brachte nun in seinem 1953 erstmals veröffentlichten und bis heute immer wieder neu aufgelegten Buch: „Welt der geheimen Mächte“ Charubel mit dem Nostradamus-Horoskop in Verbindung...

Mit freundlichen Grüssen:

Vom Theodor


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