Einen schönen Guten Morgen an alle,
ich bin hier in Little Bavaria seit Jahren (mit Frust-Unterbrechungen) damit beschäftigt, brauchbare Ackerflächen zum Kauf zu suchen. Bisher sind alle Bemühungen gescheitert. Die hiesigen Bauern (= Ex-Bauern) sitzen auf ihrem Eigentum wie ein Krokodil auf seinem Gelege. Und wenn doch einer was verkauft, gilt Alarmstufe rot, weil unter Garantie was faul ist. Die letzte Anbieterin war doch glatt so dreist und wollte mir ein streng geschütztes Feuchtbiotop als normale Ackerfläche andrehen. Außer Gras mähen ist in so einem Biotop jeglicher Eingriff absolut untersagt. Jetzt hätte ich wieder eine Fläche mit Erbbaurecht gefunden, wo mir das Landratsamt aber jetzt schon die Abrissverfügung für das darauf stehende kleine Gebäude angedroht hat, weil dem Erstbesitzer diese zwar schon in den 60ern zugestellt, aber aus unerfindlichen Gründen in den letzten etwa 45 Jahren nie durchgesetzt wurde. Bei mir würden sie aber jetzt keine Ausnahme mehr dulden. Wie sollte es auch anders sein.
Jetzt zum eigentlichen Hauptproblem: Privatleute, die sich Ackerflächen zulegen, sind nahezu rechtlos, nur weiss es kaum jemand. Es darf nichts eingezäunt und auch kein Geräteschuppen gebaut werden. Auch ein Unterstand für z.B. eigene Schafe ist nicht gestattet. Nur bei Anmeldung eines passenden Gewerbes wäre so was möglich, was ja ein Witz bei den relativ kleinen Quadratmeterzahlen ist (max. 0,5 ha). Woher sollte da ein Gewinn stammen, der ein Gewerbe glaubhaft erschienen liesse? Zu allem Überfluss müssen derartige Flächen auch noch an Landwirte abgetreten werden, wenn diese meinen, sie unbedingt benötigen zu müssen.
Jetzt würde mich mal brennend interessieren, wie andere das gelöst haben, oder ob das etwa nur in Bayern so rigoros gehandhabt wird. Irgendwie fühlt man sich da entrechtet. Eine Vorsorge in dieser Richtung erscheint mir unter den gegebenen Voraussetzungen nahezu unmöglich zu sein und bei den gesetzlichen Bestimmungen auch sinnlos.
Grüße von Brutus!