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Lieselotte, Donnerstag, 17.09.2015, 23:47 (vor 3785 Tagen) @ Wizard (2172 Aufrufe)

Hallo,

unzweifelhaft faszinierend.
Mir fiel aber sofort auf, dass die Vogelstimmen, die man hört, nicht einheimisch-mitteleuropäisch sind.
Beim weiteren Ansehen fielen mir natürlich die Unmengen Lehm auf, die der gute Mann verarbeitet. Dies würde - so wage ich mal aufgrund langjähriger Wanderer-, Spaziergänger-, Naturbereisender und Gartenbesitzer zu sagen, in einem mitteleuropäischen Wald nicht möglich sein, denn Waldboden besteht nicht aus Lehm, sondern aus Humus. Speziell im Teutoburger Wald (und anderswo sicherlich auch) hat es einen hohen Sandanteil.

Diese Erde krümelt so weg. Humus lässt sich nicht zu Schindeln brennen. In dem Fall: Leider.

Lehm findet man auf Äckern, vorzugsweise Flußufern.So ist der rheinische Auenlehm bekannt. Wir hatten davon jede Menge im Garten, das erfreut den Gärtner garantiert nicht, wenn der Lehm immer tonhaltiger wird, so dass man eher eine Tonbrennerei im Garten aufziehen könnte, als erfolgreich Gemüse anzubauen. Lehm macht den Boden fest und dicht und wasserundurchlässig. Ich konnte dort, im Garten, aus dem Boden mit der Hand feste Kugeln formen.
Mit Humusboden kann man das nicht, der besteht fast nur aus Einzelteilen, meist noch Sand und viel Wasser.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Der Mann baut irgendwo in den Tropen. Bei uns wäre so ein Haus nicht ohne weiteres umsetzbar, im Wald schon mal gar nicht. Aber im Wald hat man ja auch genug Holz.
Normalerweise.

Nichtdestotrotz vielen Danf für das Video.

Gruß, Lieselotte


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