Prophezeiung des St. Patrick noch kein Thema hier gewesen? (Schauungen & Prophezeiungen)

Pferdchen, Mittwoch, 22.08.2018, 11:33 vor 2823 Tagen (2376 Aufrufe)

Hallo,

in der irischen Folklore seit Jahrhunderten bekannt ist die Prophezeiung des Heiligen Patrick, welche u.a. besagt, dass Irland niemals von "Barbaren" erobert wird und 7 Jahre vor dem Jüngsten Gericht in den Meeresfluten untergeht, um die Iren von den Endzeitgreueln zu verschonen:

"These are the three prayers of St. Patrick, as they were delivered to us by the Hibernians, entreating that all should be received on the day of judgment, if we should repent even in the last days of our life:
That he should not be shut up in hell. That barbarian nations should never have the rule over us. That no one shall conquer us, that is the Scots, before seven years previous to the day of judgment, because seven years before the judgment we shall be destroyed in the sea, this is the third"

Diese Prophezeiung geht aufs 7. Jahrhundert zurück und wird oft assoziiert mit einer anderen Prophezeiung, die St. Colmcille (St. Columba) zugeschrieben wird:
"I concede a favour to them without exception,
and St Patrick also did concede the same;
that seven years before the last day,
the sea shall submerge Eirin by one Inundation"

Gruß,
Pferdchen

Avatar

Christliche Endzeitprophetie

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 22.08.2018, 15:19 vor 2823 Tagen @ Pferdchen (2136 Aufrufe)

Hallo, Pferdchen!

Diese "Prophezeiung" (eigentlich mehr ein Gebet) hatten wir hier meines Wissens noch nicht.

Auf den ersten Blick scheint es mir auf in Irland kursierende Endzeitprophezeiungen zurückzugehen, die nachträglich dem eigenen Nationalheiligen zugeschrieben wurden.

⇒ Sinn des ganzen:
Wenn die Gebete fleißig gebetet werden und man bis um Lebensende bereut, dann sollen folgende Dinge passieren (bzw. nicht passieren ;-)):

  • Der heilige Patrick schmort nicht in der Hölle.
  • Barbaren erobern Irland nicht, schon gar nicht die Schotten, zumindest bis sieben Jahre vor dem jüngsten Gericht, weil:
  • sieben Jahre vor dem jüngsten Gericht Irland vom Meer her zerstört werden soll, was dann aber auch nicht passiert.

Die Eroberung durch Fremdvölker ist ein alter Endzeittopos, der von allen christlichen Nationen adaptiert wurde, hier eben auf die Schotten bezogen. Er ist nicht weiter von Relevanz, da er in den Bereich "christliches Sagengut" gehört.

Zu überlegen wäre, ob die Befürchtung eines Untergangs Irlands im Meer auf altes Wissen im irischen Volk zurückgeht, das entweder ein Nachhall der letzten Sintflut sein könnte oder aus tatsächlichen Visionen eine Katastrophe gespeist wurde.
Es gibt in der norddeutschen Tiefebene mit schöner Regelmäßigkeit Tsunamivisionen. Es hat sich z. B. auch in der Volkssage von "Hertje" niedergeschlagen. Mich würde nicht wundern, wenn ähnliches auch in Irlamd Tradition hätte und vielleicht bei allen "Seevölkern".

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Christlich? Nein.

Pferdchen, Mittwoch, 22.08.2018, 16:05 vor 2823 Tagen @ Taurec (2023 Aufrufe)

Hallo Taurec,

Die Eroberung durch Fremdvölker ist ein alter Endzeittopos, der von allen christlichen Nationen adaptiert wurde, hier eben auf die Schotten bezogen. Er ist nicht weiter von Relevanz, da er in den Bereich "christliches Sagengut" gehört.

Ich bin davon überzeugt, dass die vermeintlich christlichen Sagen und Endzeitprophetien in sehr viel älterem Sagengut wurzeln. Krieg, Vernichtung, Eroberung, Brudermord, Überflutung und vieles mehr finden sich bereits in der Edda:
Der Seherin Weissagung
Allen Edlen Gebiet ich Andacht, Hohen und Niedern von Heimdalls Geschlecht...
Lohnt sich zu lesen.

Zu überlegen wäre, ob die Befürchtung eines Untergangs Irlands im Meer auf altes Wissen im irischen Volk zurückgeht, das entweder ein Nachhall der letzten Sintflut sein könnte oder aus tatsächlichen Visionen eine Katastrophe gespeist wurde.

Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe. Die Edda sowie die Bibel umschreiben ausschnittsweise Zyklen von Weltentstehung und Weltuntergang. Komplette Zyklen nacheinander werden beispielsweise im Popol Vuh beschrieben. Würde das zyklische Auftreten von Endzeiten den Tatsachen entsprechen, könnte man schwer unterscheiden, ob Visionen sich auf Zukünftiges oder Vergangenes beziehen. Aber das wäre dann ja egal.

Gruß,
Pferdchen

Avatar

Älteres Sagengut

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 22.08.2018, 16:45 vor 2823 Tagen @ Pferdchen (2024 Aufrufe)

Hallo!

Ich bin davon überzeugt, dass die vermeintlich christlichen Sagen und Endzeitprophetien in sehr viel älterem Sagengut wurzeln.

Im Falle der Fremdvölkereroberung handelt es sich konkret um die Geschichte "Gog und Magog", die ursprünglich aus dem Inneren Asiens hervorbrechen sollten.
Aus dem syrischen Ursprungsland machte sich diese Klamotte mit dem Christentum auf Weltreise und hat sich in Eurasien jeweils an die östlichen Nachbarn, die am Besten als Bösewichte herhielten, geheftet.

  • Deutschland: die Russen und der "russische Überraschungsangriff"
  • Rußland: die Chinesen, siehe hier
  • Und in dieser Variante aus Irland scheinen es die Schotten zu sein.

Da es sich bei der St.-Patrickgeschichte um eine durch und durch christliche Aussage handelt, ist die obige Verbindung zunächst die plausibelste.
Sofern eine Sage auf vorchristlichem Sagengut fußt, so müßte dies anhand einer älteren Sage aus der Region belegt werden können, was mir in obigem Falle unwahrscheinlich dünkt.

Aber das wäre dann ja egal.

Gewiß nicht, da sich die Geschichte nicht stupide eins zu eins wiederholt. War es beim letzten Durchgang aufgrund größerer Impakte in den Ozeanen eine Sintflut, könnte es beim nächsten Mal ein Weltenbrand sein. Die Frage, ob eine Aussage Reflektion uralter Erfahrungen ist oder zu Mythen herabgesunkenes Vorauswissen, darf nicht vernachlässigt werden.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Avatar

Prophezeihte Fluten (Bibel und Edda)

BBouvier, Mittwoch, 22.08.2018, 17:14 vor 2823 Tagen @ Pferdchen (2152 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 22.08.2018, 17:34

Hallo!

Von endzeitlich-prophetischen "Fluten" wissen weder die Bibel noch die Edda.

A.
In 1.Mose 8 verspricht Jahwe nach der Sintflut nämlich:
"Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte,
Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
"

B.
Und die Edda weiß nur vom "Fimbulwinter" (= riesiger Winter)
sowie vom "Sintbrand" (= Dauer/Großbrand)

Wobei diese beiden Phänomene sich womöglich auf erlebte
Naturkatastrophen gründen, die in die Zukunft
prognostiziert wurden.

In einem Fachbuch (gegen 1900) zur Edda, das ich vor
langen Jahren mal gelesen habe, führt der Autor (sinngemäß) aus:
"Fimbulwinter? - gut und schön ... Sintbrand? - warum nicht?
Jedoch beides im Doppelpack ist doch reichlich schräg,
einleuchtender wäre hingegen, der Dichter hätte sich
auf eine der beiden Großkatastrophen beschränkt,
das wäre glaubhafter
."

Das sei ihm nachgesehen, denn von Impakten
und deren Folgen hatte damals noch Niemand eine Ahnung.


Prof. Dr. Tollmann erwähnt in seinem Fachbuch
zu den Sintflutimpakten einen uralten Bericht
aus Nordeuropa, es hätte da derart geschneit,
daß der Schee bis über die Wipfel der Bäume
gereicht hätte und jahrelang, bis er wieder abgetaut.

Und eine Legende der australischen Ureinwohner besagt,
der Sintflut sei ein Sintbrand (Impakthagel?) vorausgegangen.

Edda:
(Der schwarze (!) Feuerriese) "Surtur fährt von Süden * mit flammendem Schwert,
Von seiner Klinge scheint die Sonne der Götter.
Steinberge stürzen, Riesinnen straucheln,
Zu Hel fahren Helden, der Himmel klafft.
... Glutwirbel umwühlen den allnährenden Weltbaum,
Die heiße Lohe beleckt den Himmel."

* Planetenebene!

Gruß,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Sintkatastrophen

Pferdchen, Mittwoch, 22.08.2018, 18:17 vor 2823 Tagen @ BBouvier (2003 Aufrufe)

Hallo BB,

Von endzeitlich-prophetischen "Fluten" wissen weder die Bibel noch die Edda.

Oh doch.

A.
In 1.Mose 8 verspricht Jahwe nach der Sintflut nämlich:
"Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte,
Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
"

Nunja, versprechen kann sich ja jeder mal. :-P In der Johannesoffenbarung werden wir sehr wohl mit Fluten aus dem Schandmaul eines Drachen konfrontiert. Könnte man, wenn man wollte, durchaus völlig konkret und unfigurativ als Wasserfluten interpretieren.

B.
Und die Edda weiß nur vom "Fimbulwinter" (= riesiger Winter)
sowie vom "Sintbrand" (= Dauer/Großbrand)

"Jörmungandr wälzt sich im Jötunmuthe" und "Los wird Naglfar" sind Hinweise auf von der Midgardschlange verursachte Überschwemmungen.

Wobei diese beiden Phänomene sich womöglich auf erlebte
Naturkatastrophen gründen, die in die Zukunft
prognostiziert wurden.

In einem Fachbuch (gegen 1900) zur Edda, das ich vor
langen Jahren mal gelesen habe, führt der Autor (sinngemäß) aus:
"Fimbulwinter? - gut und schön ... Sintbrand? - warum nicht?
Jedoch beides im Doppelpack ist doch reichlich schräg,
einleuchtender wäre hingegen, der Dichter hätte sich
auf eine der beiden Großkatastrophen beschränkt,
das wäre glaubhafter
."

Sowohl in der Edda als auch in der Offenbarung findet sich so ziemlich jede Art von Katastrophe. Wobei das meiste davon jedoch symbolisch zu deuten ist, also Naturkatastrophen m.E. für etwas anderes stehen.

Und eine Legende der australischen Ureinwohner besagt,
der Sintflut sei ein Sintbrand (Impakthagel?) vorausgegangen.

Was kommt dann wohl als Nächstes? Die 3-tägige Sintfinsternis? :-D

Gruß,
Pferdchen

BB, Planetenebene?

und, Mittwoch, 19.09.2018, 02:15 vor 2796 Tagen @ BBouvier (1831 Aufrufe)

Sag BB,

was meintest du unten mit Planetenebene in Bezug auf Surtur fährt von Süden?

Süden? Planetenebene? Gibt es da eine astrologische Entsprechung, die ich nicht verstehe?

Liebe Grüße
und

Edda:
(Der schwarze (!) Feuerriese) "Surtur fährt von Süden * mit flammendem Schwert,
Von seiner Klinge scheint die Sonne der Götter.
Steinberge stürzen, Riesinnen straucheln,
Zu Hel fahren Helden, der Himmel klafft.
... Glutwirbel umwühlen den allnährenden Weltbaum,
Die heiße Lohe beleckt den Himmel."

* Planetenebene!

Avatar

Planetenebene und Süden

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 19.09.2018, 09:11 vor 2795 Tagen @ und (1856 Aufrufe)

Hallo!

Die Planetenebene ist die "Scheibe" des Sonnensystems, auf der sich alle Planeten bewegen.

[image]

Wenn ein Objekt im südlichen Himmelsbereich steht, also dort, wo irgendwann im Laufe des Tages auch die Sonne steht, befindet es sich zwingend auf der Planetenebene und ist mutmaßlich Teil des Sonnensystems. Auf der Südhalbkugel gilt das selbe für den Norden.

So war "Surtur" in der Edda, wenn er symbolisch die alte Sichtung eines Himmelskörpers beschreibt, Teil des Sonnensystems.

Daher ist höchstwahrscheinlich auch der Schauungshimmelskörper Teil des Sonnensystems, weil er, wenn eine Himmelsrichtung angegeben wird, immer im südlichen Himmelsbereich gesehen wurde.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Aber das stimmt doch nicht

und, Mittwoch, 19.09.2018, 11:44 vor 2795 Tagen @ Taurec (1855 Aufrufe)

Hallo Taurec,

Astrologie kann ich nicht, aber Astronomie kann ich. Das kannst du mir glauben.

Was du sagst, würde in jedem Fall stimmen, wenn Sonnenäquator (sprich Planetenebene) und Erdäquator in eine Ebene zusammenfallen würden. Dies ist aber nicht der Fall.

Die Planetenebene (am Firmament durch die Ekliptik realisiert) fällt doch nicht mit dem Himmelsäquator zusammen, der von unseren Breiten aus in jedem Falle, also jeden Tag zu jeder Uhrzeit, in südlicher Richtung zu sehen ist, wobei er aber einen Bogen von Ost nach West schlägt. Also selbst auf dem Himmelsäquator, der südlich von uns fixiert erscheint, kann ein Objekt sich im Osten oder Westen befinden und muss dies nicht zwangsläufig im Süden tun.

Noch weniger zwangsläufig ist dies bei der Ekliptik (=Planetenebene aus Erdperspektive) der Fall. Da die Ekliptik gegenüber dem Himmelsäquator geneigt ist, kann sie durchaus exzentrisch gen Norden oder Süden ausschlagen - im Extremfall bis zu 23,4°.

Sternenhimmel im Dezember, wenn die Ekliptik recht weit im Norden steht (blau der Himmelsäquator, der immer so aussieht, rot die Ekliptik, die je nach Jahreszeit immer anders steht).

Sternenhimmel Februar, nicht mehr ganz so weit im Norden, aber immerhin.

Sternenhimmel im Juli, dann, ja dann verläuft die Ekliptik mal komplett im Süden. Das ist aber mehr Zufall als Normalfall.

Daher ist höchstwahrscheinlich auch der Schauungshimmelskörper Teil des Sonnensystems, weil er, wenn eine Himmelsrichtung angegeben wird, immer im südlichen Himmelsbereich gesehen wurde.

Hä? Wat? Wieso denn jetzt Schauungshimmelskörper? Himmel sowie Himmelskörper, die uns einst auf den Kopf fallen werden sollen, sind doch uralter Prophezeiungskram in so ziemlich jeder Mythologie und Folklore von Asterix bei den Galliern bis Johannes auf Patmos. Und Prophezeiungen sind doch Pfui-Bäh, also => Tonne, wie ich hier gelernt habe. Hab ich jetzt schon wieder nix kapiert? So'n Mist.

Gruß,
und

falscher Fehler: "Süden" bezieht sich auf den Horizont des Beobachters

Ulrich ⌂, München-Pasing, Mittwoch, 19.09.2018, 14:22 vor 2795 Tagen @ und (1851 Aufrufe)

Hallo und,

Astrologie kann ich nicht, aber Astronomie kann ich. Das kannst du mir glauben.

Was du sagst, würde in jedem Fall stimmen, wenn Sonnenäquator (sprich Planetenebene) und Erdäquator in eine Ebene zusammenfallen würden. Dies ist aber nicht der Fall.

Du führst unnötigerweise das sonnen-äquatoriale System ein, scheinst das horizontale System des Beobachters, um das es beim Begriff "Süden" geht, völlig ausser acht zu lassen und kannst daher nicht den richtigen Bezug der beiden Koordinatensysteme ekliptikales System und (erd-)äquatoriales System auf das horizontale System herstellen.

Der "Sonnenäquator" ist nicht, wie Du meinst, die "Planetenebene", sondern die rechtwinklige Ebene zur Rotationsachse der Sonne, die in Bezug auf Deine Frage überhaupt keine Rolle spielt, also beliebig sein könnte.

"Planetenebene" ist, unabhängig vom "Sonnenäquator", die Breitengrade oberhalb und unterhalb der Erdbahn um die Sonne, innerhalb derer sich auch die anderen Planeten in ihrer Bahn um die Sonne bewegen, mit Ausnahme des Pluto, der nördlich und südlich höhere Maximalwerte erreicht, allerdings von Astronomen als Planet disqualifiziert wurde. Das Koordinatensystem der Ekliptik wird durch die Erdbahn um die Sonne definiert.

Dass der Erdäquator, mit ihm der ins unendliche projizierte Himmelsäquator, also die rechtwinklige Ebene zur Rotationsachse der Erde gegenüber der Erdbahn um die Sonne, d.h. gegenüber der Ekliptik eine Neigung, die Ekliptikschiefe hat, beeinflusst zwar abhängig von der Jahreszeit (im Erd-Nordhalbkugel-Sommer Nordpol der Erdrotationsachse zur Sonne hin geneigt, im Erd-Nordhalbkugel-Winter Nordpol der Erdrotationsachse von der Sonne weg geneigt) die Maximal-Höchststände für Beobachter an jeweils dem gleichen geographischen Breitengrad und auch den Winkel der Richtung von Auf- und Untergang gegenüber der genauen Süd-Richtung, ändert aber nichts am grundsätzlichen Sachverhalt, dass für einen Beobachter der Erd-Nordhalbkugel jeder Himmelskörper "von Süden" den Horizont nach oben überschreiten muss, um sichtbar zu sein.

Es sollte Dir verständlich sein, wenn Du "von Süden" mit "südliche Hälfte der Horizont-Ebene" ersetzt.

Vielleicht suchst Du Dir eine geeignete Planetarium-Animation im Netz, in der im Jahresschnelldurchlauf je nach Jahreszeit die unterschiedlichen Höhen über dem Horizont und die unterschiedlichen Differenz-Winkel von Auf- und Untergang östlich und westlich der genauen Südrichtung anschaulich dargestellt werden.

Gruß
Ulrich

@Ulrich

und, Mittwoch, 19.09.2018, 15:01 vor 2795 Tagen @ Ulrich (1782 Aufrufe)

Hallo Ulrich,

seufz, hätte ich mal gleich Akkretionsscheibe gesagt...

Der "Sonnenäquator" ist nicht, wie Du meinst, die "Planetenebene", sondern die rechtwinklige Ebene zur Rotationsachse der Sonne, die in Bezug auf Deine Frage überhaupt keine Rolle spielt, also beliebig sein könnte.

Ja, zähl halt Erbsen. Gut, nicht der Sonnenäquator, aber sehr wohl die Sonnenäquatorebene ist gleich der Planetenebene (welche plus minus einige ungehörige Grad Abweichung seitens der unlöblichen Planeten ungenau ist, deshalb ist Sonnenäquatorebene der exaktere Ausdruck). Denn die Rotationsachse der Sonne steht nicht nur rechtwinklig auf der Sonnenäquatorebene (was trivial ist), sondern "zuuufällig" auch senkrecht auf der Planetenebene. (Diese "Zufälligkeit" wird durch die Entstehungsgeschichte der Planeten erklärt, siehe Akkretionsscheibe .) Planetenebene und Sonnenäquatorebene sind somit identisch. Ist also völlig egal welchen der beiden Begriffe ich hernehmen - bis auf die Tatsache, dass Sonnenäquatorebene eben akkurater ist.

Es sollte Dir verständlich sein, wenn Du "von Süden" mit "südliche Hälfte der Horizont-Ebene" ersetzt.

Ja ist mir verständlich - wenn man von Sonne, Mond und Planeten redet. Bei Surtur soll es sich aber mutmaßlich um einen Asteroiden handeln. Diese sind aber noch ungehöriger als die Planeten und halten sich noch weniger an die Planetenebene (bis auf die löblichen im Asteroidengürtel plus minus... ). Sie folgen extrem exzentrischen Bahnen und können somit sonstwoher kommen. Es gibt nicht einen Grund anzunehmen, dass Asteroiden vorzugsweise von der "südlichen Hälfte der Horizont-Ebene" herkommen sollten. q.e.d.

Gruß
und

@und Schluss

Ulrich ⌂, München-Pasing, Mittwoch, 19.09.2018, 16:11 vor 2795 Tagen @ und (1832 Aufrufe)

Hallo und,

seufz, hätte ich mal gleich Akkretionsscheibe gesagt...
...
Ja, zähl halt Erbsen.

Dein Zwang zum Witzeln hat was diktatorisches...

Gut, nicht der Sonnenäquator, aber sehr wohl die Sonnenäquatorebene ist gleich der Planetenebene ...

... und macht Deine falsche Idee nicht richtiger, indem Du sie wiederholst und/oder als Akkretionsscheibe umbenennst.

Denn die Rotationsachse der Sonne steht nicht nur rechtwinklig auf der Sonnenäquatorebene (was trivial ist), sondern "zuuufällig" auch senkrecht auf der Planetenebene.

Nein, tut sie nicht, und ich wiederhole mich nicht. Danke, mir reichts.

Ausnahmsweise grußlos, denn diese großspurige Art als Antwort auf meinen Versuch, den Sachverhalt anschaulich zu beschreiben, finde ich daneben.

Ulrich

@und: nein, musst Du nicht. Wenn Du schweigst, sollte man Dich nicht unterbrechen (owT)

Ulrich ⌂, München-Pasing, Mittwoch, 19.09.2018, 16:45 vor 2795 Tagen @ und (1767 Aufrufe)

owT

Erbsenzähler

Bubo, Mittwoch, 19.09.2018, 20:44 vor 2795 Tagen @ und (1817 Aufrufe)

Hallo und!

Du wirst nicht müde zu erwähnen, dass Du aus der naturwissenschaftlichen Ecke kommst. Daher ist Dein Tonfall in einer solchen Diskussion bemerkenswert und in diesen Kreisen eher ungewohnt. Seltsam ist auch der Vorwurf an Ulrich, er würde Erbsen zählen. Genau das müssen Naturwissenschaftler, im übertragenen Sinn, aber tun, sonst sind sie keine. Jetzt würde mich interessieren, ob Deine üblichen Diskussionspartner mit naturwissenschaftlichem Hintergrund, überwiegend männlich oder weiblich sind, oder Dir außerhalb des Forums keine adäquaten Gegner zur Verfügung stehen.

Gruß
Bubo

@Bubo

aber, Donnerstag, 20.09.2018, 16:57 vor 2794 Tagen @ Bubo (1737 Aufrufe)

Hallo,

Jetzt würde mich interessieren, ob Deine

Meine personenbezogenen Daten gehen dich gar nichts an und du bist hiermit ein Weiterer, der in meiner hypothetischen Fratzebuch-Bekanntschaftenliste gelöscht und blockiert wird.

Gruß
aber

Fragen?

Bubo, Freitag, 21.09.2018, 11:33 vor 2793 Tagen @ aber (1757 Aufrufe)

Hallo und!

Ach Du Schreck! Ein Missverständnis! Ganz in Gedanken versunken, war ich davon ausgegangen, Du hättest schon einige meiner Beiträge gelesen. Also, wer es noch nicht gemerkt hat, ich pflege Fragen direkt und vor allem mit diesem komischen Bogen und Punkt darunter, am Satzende zu stellen. Es war natürlich keine direkte Frage an Dich, sondern ein öffentliches Sinnieren meinerseits über Deine, zuweilen schwer nachvollziehbare, menschliche Geisteshaltung und deren schriftliche Niederlegung im Forum.

Mit Deiner Antwort war das Rätsel für mich auch gleich gelöst.


Gruß
Bubo

@Ulrich P. S.

und, Mittwoch, 19.09.2018, 15:11 vor 2795 Tagen @ Ulrich (1786 Aufrufe)

Hallo,

und meine Frage aller Fragen: Wieso um alles in der Welt spielt das überhaupt eine Rolle, wenn Himmelskörpereinschläge als Prophetiequatsch - ja geradezu der Prototyp des Prophetiequatsches überhaupt - in die Tonne gehören??? Was beim Teutates und Belenus hab ich schon wieder verpasst, hm??

Gruß
und

Avatar

Prophetiequatsch?

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 19.09.2018, 15:22 vor 2795 Tagen @ und (1856 Aufrufe)

Hallo!

und meine Frage aller Fragen: Wieso um alles in der Welt spielt das überhaupt eine Rolle, wenn Himmelskörpereinschläge als Prophetiequatsch - ja geradezu der Prototyp des Prophetiequatsches überhaupt - in die Tonne gehören??? Was beim Teutates und Belenus hab ich schon wieder verpasst, hm??

Mir stellt sich ernsthaft die Frage, was Du Damit bezweckst, aus vorsätzlicher oder vergetäuschter Unkenntnis solche Fragen zu stellen.

Es gibt eine ganze Reihe neuerer Schauungen zum "Himmelskörper".

Das sollte Dir aber bekannt sein, ebenso wie der Unterschied zwischen Schauungen und Prophezeiungen.

Rolle auf dieser Seite nach unten und lese:

  • Herr „R." aus Hamburg (1981)
  • Waldviertler
  • Mädchen vom Bodensee (2003)
  • Philipinische Putzfrau (2012)
  • Eine anonyme Frau (2012)
  • „Lars“ (2007)
  • „Ab Origine“ (2007)
  • Kleinkind aus der Nähe von Weiden
  • Arztfrau aus dem Waldviertel (1997)
  • Bariona (1999)
  • Hans-Jürgen Ewald (1995)
  • Bommel (2008)
  • Bauer aus Selb

Außerdem wurde er von manchen Probanden Cristina Perinciolis gesehen.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

@Taurec

und, Mittwoch, 19.09.2018, 15:38 vor 2795 Tagen @ Taurec (1834 Aufrufe)

Hallo,

und was wenn die alle nur ge-echot haben? Und was, wenn Schauungen "eventuell" eine symbolische Komponente haben?

Taurec, weil du weise und gerecht bist, würde ich dir ja gerne nach dem Mund reden wie alle anderen hier. Wenn aber etwas schlichtweg nicht den naturwissenschaftlichen Tatsachen entspricht, kann ich das einfach nicht.

Mir stellt sich ernsthaft die Frage, was Du Damit bezweckst, aus vorsätzlicher oder vergetäuschter Unkenntnis solche Fragen zu stellen.

Und hör auf mir deinen Unterstellungen. Das ist doch albern. Hab ich dir schonmal gesagt.

Gruß
und

Avatar

Und was wenn, und was wenn, und was wenn...?

Taurec ⌂, München, Mittwoch, 19.09.2018, 22:29 vor 2795 Tagen @ und (1863 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 19.09.2018, 23:02

Hallo!

und was wenn die alle nur ge-echot haben? Und was, wenn Schauungen "eventuell" eine symbolische Komponente haben?

Du kannst gerne sinnvolle Fragen stellen, die den Eindruck erwecken, daß Du Dir Gedanken gemacht hast. Aber auf solche Pauschalisierungen einer ganzen Reihe Quellen, die man jede individuell auf ihren Gehalt prüfen müßte, gibt es keine Antwort.
Was wäre, wenn obiges zuträfe, kannst Du Dir mit wenig Nachdenken selbst eruieren.

Natürlich haben nicht alle nur "geechot", natürlich haben Schauungen eine symbolische Komponente, aber nicht ausschließlich, weil das bei der Menge der Berichte (nicht nur über den Himmelskörper, sondern insgesamt) schlicht nicht wahrscheinlich ist.

Taurec, weil du weise und gerecht bist, würde ich dir ja gerne nach dem Mund reden wie alle anderen hier. Wenn aber etwas schlichtweg nicht den naturwissenschaftlichen Tatsachen entspricht, kann ich das einfach nicht.

Daß alle mir nach dem Mund redeten (manche machen das vielleicht, was deren Problem ist), ist eine dreiste Unterstellung, die nicht wahr ist und den Eindruck erweckt, daß Du absichtlich nerven willst oder gar spaltend fungieren. Derartige Unterstellungen Deinerseits, und hier handelt es sich ohne Zweifel um solche, sind jedenfalls nicht zielführend.

Wenn Du (natur-)wissenschaftlich widersprichst, solltest Du auch Ulrichs Einwurf schlicht anerkennen, statt nur aus Prinzip dagegenzuhalten und damit wieder ins Unsachliche bzw. sachlich Unrichtige abzudriften.

Es trägt zur ursprünglichen Frage, die längst zufriedenstellend beantwortet ist, gar nichts bei. Ob der Himmelsäquator zur Ekliptik geneigt ist, tut in diesem Falle nichts zur Sache, weil es auf das "horizontale System des Beobachters" ankommt, in welchem der Blick nach Süden auf die Planetenebene erfolgt.

Ob "Surtur", in der Mythologie grob unscharf im "Süden" positioniert, tatsächlich auf der Planetenebene daherkam oder leicht versetzt, läßt sich ohne genaue Positions- und Bahnangabe nicht abschließend klären.
Man könnte aber überschlagsweise die Wahrscheinlichkeit quantifizieren, daß ein Himmelskörper von außerhalb des Sonnensystems, der prinzipiell aus allen Richtungen kommen könnte, rein zufällig ebenfalls auf dem schmalen Firmamentband der Planetenebene seine Bahn zieht. Sie nimmt mit wachsender scheinbarer Entfernung der konkreten Position von der Ekliptik ab und dürfte insgesamt äußerst gering sein, was einen im "Süden" (angenommen in Sonnen-/Ekliptiknähe) stehenden Himmelskörper mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Teil des Sonnensystems macht.

Nachtrag, weil die Frage auftauchte: Meine Sammlung eigener älterer Beiträge, derer ich einige mit Stichworten versehen habe, ist natürlich auch für Mitleser sichtbar:
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=page&id=6

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Das ist plötzlich eine gute Quelle?

Ranma, Donnerstag, 20.09.2018, 15:40 vor 2794 Tagen @ Taurec (1741 Aufrufe)

Hallo!

Rolle auf dieser Seite nach unten und lese:

  • Herr „R." aus Hamburg (1981)
  • Waldviertler
  • Mädchen vom Bodensee (2003)
  • Philipinische Putzfrau (2012)
  • Eine anonyme Frau (2012)
  • „Lars“ (2007)
  • „Ab Origine“ (2007)
  • Kleinkind aus der Nähe von Weiden
  • Arztfrau aus dem Waldviertel (1997)
  • Bariona (1999)
  • Hans-Jürgen Ewald (1995)
  • Bommel (2008)
  • Bauer aus Selb

Außerdem wurde er von manchen Probanden Cristina Perinciolis gesehen.

Bisher bezeichnetest du die Ergebnisse der Methode Perinciolis als abstrus, widersprüchlich und utopisch (https://schauungen.de/forum/index.php?id=12992) und die Probanden Cristina Perinciolis von ihr hypnotisch oder telepathisch beeinflußt. Du fuhrst fort, daß Cristina Perincioli feministisch und lesbisch ist und die induzierten Schauungen ihrer Probanden nur der Wunschvorstellung Cristina Perinciolis entsprechen und daher keinesfalls ernstzunehmen wären.

Auch den Bauer aus Selb stuftest du als ziemlich unzuverlässige Quelle ein, weil der schon etwas dement zu sein schien.

Aber wenn es dir ausnahmsweise mal in den Kram paßt, dann sind die beiden plötzlich gute, zuverlässige Quellen?

Gruß

Ranma

Avatar

Perincioli

Taurec ⌂, München, Donnerstag, 20.09.2018, 16:21 vor 2794 Tagen @ Ranma (1775 Aufrufe)

Hallo!

Bisher bezeichnetest du die Ergebnisse der Methode Perinciolis als abstrus, widersprüchlich und utopisch (https://schauungen.de/forum/index.php?id=12992) und die Probanden Cristina Perinciolis von ihr hypnotisch oder telepathisch beeinflußt. Du fuhrst fort, daß Cristina Perincioli feministisch und lesbisch ist und die induzierten Schauungen ihrer Probanden nur der Wunschvorstellung Cristina Perinciolis entsprechen und daher keinesfalls ernstzunehmen wären.

Ja, nämlich in Bezug auf ihr lesbisches Utopia mit marginalisierten Männern, das gelegentlich durchscheint.

Die Naturkatastrophen hingegen waren ein Element, mit dem in dieser Gruppe wohl niemand gerechnet hat. Gleichwohl ist eher unwahrscheinlich, daß jeder Proband für sich Seher war. Eher liegt Anzapfung vor und die eigentlich medial begabte Person, von der allerlei Geistesinhalte, utopische wie mutmaßlich seherische, übermittelt wurden, war Perincioli, sofern sie bei allen Tranceexperimenten zugegen war.

Die Übereinstimmung der bei Perinciolo gesehenen Himmelskörperbilder mit unabhängig davon existierenden Schauungsbildern spricht immerhin für diese.

Auch den Bauer aus Selb stuftest du als ziemlich unzuverlässige Quelle ein, weil der schon etwas dement zu sein schien.

Aber wenn es dir ausnahmsweise mal in den Kram paßt, dann sind die beiden plötzlich gute, zuverlässige Quellen?

Ja, ganz genau!
Ich wollte Dir gezielt und heimtückisch Unsinn unterjubeln, aber der scharfsinnige Ranma hat es wieder mal erkannt. :ok:

Keinesfalls wollte ich – wie man allerdings aus dem Zusammenhang des Fadens irrsinnigerweise vermeinen könnte, wenn man die Beiträge so verstünde, wie sie dastehen – Pferdchen gegenüber den Irrtum richtigstellen, daß es sich beim Himmelskörper um älteren "Prophetiequatsch" handeln würde, wie man ihn in älteren Prophezeiungen lesen könnte.
Und auf jeden Fall wollte ich, wie es sich aus meinem Schreiben auch keinesfalls ergibt, die aufgelisteten Quellen pauschal als "gute Quellen" darstellen.
Und auf keinen Fall schrieb ich, was ich schrieb, nämlich daß man "jede [Quelle] individuell auf ihren Gehalt prüfen", sie also jeweils auf ihre Qualität prüfen müßte.

Sag mal: Bin ich hier eigentlich nur noch von Spinnern umgeben, die sich alles so hinbiegen, wie es ihnen gerade paßt? :mauer:

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Vielleicht erinnerst du dich noch?

Ranma, Donnerstag, 20.09.2018, 17:03 vor 2794 Tagen @ Taurec (1745 Aufrufe)

Hallo!

Gerade ich war doch immer der Ansicht, daß Perinciolis politische Ansichten ihre Ergebnisse nicht entwerten. Falls wir jetzt nicht mehr auf vergangene Vorhersagen sehen, um die Glaubwürdigkeit der Seher zu bewerten, sondern jede Schau einzeln betrachten, dann können wir garnichts mehr als glaubwürdig betrachten, sofern es nur die Zukunft betrifft. Es gibt keinerlei Hinweis darauf, daß das beispielsweise in einer Schau Barionas friedlich am Himmel stehende Objekt zu einem Impakt führt.

@und:

Es klingt logisch, was du über die Sonnenachse sagst, aber es wäre kaum weniger logisch, wenn alle Planetenachsen senkrecht auf der Ekliptik stehen würden. Die Sonnenachse ist um 7,25° geneigt. Über Präzession oder Nutation der Sonnenachse habe ich bisher nichts gefunden. Wahrscheinlich folgt die Neigung der Sonnenachse einem anderem Mechanismus als die Neigung der Planetenachsen.

Gegen die Surtur-Theorie dürftest du jedoch einwenden, daß uns die Himmelskörper innerhalb der Ekliptik alle bekannt sind. Zudem ist es noch sehr unwahrscheinlich, daß Süden in der Mythologie für unterhalb des Horizontes steht. Der Weltenbaum kennt schließlich nicht nur Norden und Süden, sondern auch Osten und Westen, Oben und Unten, dazu noch Hell und Finster (auf die Oben-Unten-Achse projizierte zusätzliche Dimension). Das sind also vier Dimensionen oder acht Pole und das exklusive der zeitlichen Dimension. Äußerst unwahrscheinlich, daß man damit nur Himmelsrichtungen beschreiben wollte.

Gruß

Ranma

Avatar

Die Bahn

Luzifer, Österreich, Donnerstag, 20.09.2018, 00:38 vor 2795 Tagen @ Ulrich (1837 Aufrufe)

Hallo!

Bin ja Hobbyastronom auch wenn der Mars damals eher im Symposium im wahrsten Sinne des Wortes endete.

Also die Planeten kann man von unserem Standort nur gut im Süden sehen, da kulminieren sie. Sie gehen ungefähr im Osten auf (je nach Jahreszeit und Position zur Ekliptik und im Westen unter. Also im Norden sind sie nie.

Aber was spannend ist, würde der Himmelskörper aus der "Planetenebene" kommen, dann würde man ihn nur auf der Nordhalbkugel im Süden sehen. Auf der Südhalbkugel wäre er im Norden. Dh. wenn es Schauungen dazu von Menschen gäbe, die dort leben, sollten sie ihn im Norden sehen wenn es in ein Bild ihrer Heimat eingebettet wäre.

Da er von Menschen unserer geographischen Breite geschaut wurde, deutet darauf hin, dass er nicht allzu südlich kommen kann, weil der Teil des Himmels z.B. das Kreuz des Südens bei uns nie sichtbar ist. Dh. ein Himmelskörper aus der Richtung auch nie.

Ich sollte umziehen.:-D

Gute Nacht
Franz

--
Ass der Stäbe

Drucken RSS Thema