Hamaschiach (Schauungen & Prophezeiungen)

Gerhard, Donnerstag, 19.11.2009, 11:25 (vor 6186 Tagen) @ Gerhard (4316 Aufrufe)

Hallo, guten Morgen allseits!

Beim diesjährigen Forumstreffen hatte ich ein Buch erwähnt, dessen genauer Titel mir aber nicht mehr in Erinnerung war. Ich trage ihn hiermit nach, da seinerzeit niemand das Buch kannte:

Autor: Heinrich VIII (= Pseudonym)
Titlel: Hamaschiach (= hebräisch: der Messias)
Verlag: Anger Verlag Eick
Ort: Anger
Jahr: 1991
ISBN: 3-928621-02-5

Ich kann das Buch allerdings nur mit Vorbehalt empfehlen. Der Autor möchte anonym bleiben (die Herausgeber nennen aber seinen Namen), er scheint ein deutscher oder österreichischer Handwerksmeister zu sein, und hat Visionen, die in eine religiöse Weltsicht (christlicher, wohl katholischer Herkunft) eingebettet sind.

Sein Schauen nennnt er "wahrheiten" (als Verb/Zeitwort: die Wahrheit erkennen bzw. sagen), meist geht es aus von einem "Gebet der Liebe", und es bringt ihn zusammen mit Jesus, mit Maria, mit Luzifer, mit den Geistern von Verstorbenen (ob sein Onkel oder Adolf Hitler). Und natürlich führt dieses "Wahrheiten" ihn auch in die Zukunft. Er sieht dabei für sich eine wichtige Rolle, sagt ausdrücklich, dass er "Heinrich VIII" sei, jener König, den Nostradamus voraussagt, und der vielleicht dem "Großen Monarchen" entspricht - oder gar dem Messias (von daher der eigentlich hebräische Titel?). Der Autor fühlt sich damit auch als Empfänger des Briefes von Nostradamus an den "glücklichen Heinrich".

Das heißt auch: der Autor kennt die gesamte Prophezeiungsliteratur, er kennt die Religonsgeschichte und Weltgeschichte, und er schöpft und interpretiert aus dem Vollen. Bei der Erklärung der Gegenwart spielen Verschwörungstheorien eine große Rolle, beim Überleben in der Zukunft Gebetsplätze und Schutzräume, Apfelessig und Homöopathie. Zu wichtigen Amtshandlungen in seiner Zeit als unser aller künftiger "König" werden globale Aufforstungen gehören und die Durchsetzung der deutschen Sprache weltweit.

Viele Seiten des Buches sind sehr interessant, insgesamt wäre mir die Haltung und Person des Autors wahrscheinlich sympathisch, aber in dieser textlichen Zusammenballung ist das Buch fast nicht zu verdauen.

Ein Zitat möchte ich aber bringen (S. 148/149)

"Ich hatte eine Traumvision, die mich sehr erschöpfte. Schauplatz Rom, Vatikan. Einigen Priestern im Petersdom zeige ich die Bibelstellen Matth. 24 und Markus 13 vom Greuel der Verwüstung und weise sie darauf hin, dass es ihren Petersdom betrifft. In der nächsten Szene befinde ich mich zur Christmette (die Andacht in der Nacht vor dem Weihnachtstag) mit vielen Gläubigen im Petersdom. Als der Gottesdienst zu Ende ist und die Gläubigen hinausströmen, bemerke ich an vielen Stellen im Dom Personen, die Feuer legen. Ich weiß, dass der Dom in Flammen stehen wird und beeile mich, hinauszukommen. Im darauffolgenden Bild sehe ich mich zusammengekauert in einem Unterschlupf am Boden liegen, hole noch einmal tief Luft und bin nicht sicher, dass ich die Luft so lange anhalten kann, bis die Flut, die über mich hereinstürzt, wieder weggeflossen ist."

Wir sehen einmal vom dritten Bild ab (der Atemnot/Flut, die offenbar mit den vorausgehenden beiden Szenen nicht zusammenhängt; vielleicht ist sie auch dem Körper beim Träumen geschuldet: oft sind Visionen mit Atemstillstand verbunden - siehe auch die eingangs erwähnte Erschöpfung). Es bleibt dann übrig eine zweifache Information über künftige Möglichkeiten:

1. Der Petersdom brennt an Weihnachten.
2. Es ist eine gezielte Brandstiftung.

Meine persönliche Einschätzung ist: Weihnachten halte ich nicht für sehr wahrscheinlich (obwohl es möglich ist und maximale Aufmerksamkeit hervorrufen würde). Denn gefühlsmäßig setze ich das "Gemetzel im Vatikan" eher kurz vor den "russischen Angriff": wenn Rom brennt, sollten die Roten schon in Belgrad sein. Aber man kann über Einzelheiten diskutieren. Meine Frage an das Forum wäre: gibt es noch andere Schauungen zu Rom/Vatikan, die so ins Detail gehen?

Die andere Sache ist die Brandstiftung, und die halte ich für sehr wahrscheinlich. Was in Rom und in anderen Städten geschehen mag, wird dann wohl "ferngesteuert" sein. Diejenigen, die das tun werden, leben schon heute unter uns (genauer gesagt: schläfern unter uns). Sie werden die allgemeinen Unruhen, die einmal kommen mögen, dann ausnutzen, um verdeckt und unerkennt ihr unheilvolles Werk zu tun. Den Petersdom anzuzünden, wird das kleinste Kunststück sein. Alle Revolutionen der letzten 400 Jahren waren "gesteuerte" Revolution. Sie uns als "Revolutionen" aufzuschwatzen, ist Volksverdummung. Doch nun nähere ich mich wieder den VTs und breche lieber ab.

Grüße, Gerhard


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