was bringt's ? (Schauungen & Prophezeiungen)

Gerhard, Dienstag, 16.02.2010, 00:09 (vor 5933 Tagen) @ Taurec (11584 Aufrufe)

Hallo, ich darf zunächst kurz antworten auf Fred Feuersteins Frage, ob

"The Evening Post" von San Francisco

von hier aus erreichbar ist.

Die Antwort lautet: NEIN.

Die Zeitschrift ist nicht digitalisiert. Es existieren Mikrofilme. Aber von denen liegt keiner hier in Europa. Wer Zugang zu Bibliotheken in den USA hat, findet die "holdings" unter folgenden Links:

http://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn82015094/holdings/

http://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn82015094/

Meine persönliche Meinung zu Imber: er hat keine große Bedeutung.

Begründung: Es kann nicht entschieden werden, ob Imber tatsächlich fähig war (wie etwa Irlmaier), die Zukunft vorauszusehen. Ich persönlich würde ihm zugestehen, dass er es konnte. Aber die Aussagen, die über und von ihm auf uns gekommen sind, reichen nicht aus, um ein verlässliches Bild entstehen zu lassen. Weitere Zeitungsartikel (!!!) würden sehr wahrscheinlich die Situation nicht verbessern können.

Positiv bleiben folgende Aussagen:

A.

Sehr wahrscheinlich hat Imber bereits um 1900 einen Bürgerkrieg in den USA für eine Zeit "bald nach 2010" vorausgesehen.

B.

Falls diese seine Voraussage in den nächsten Jahren bestätigt würde, kann man mitbeobachten, ob weitere Details, die er angibt, sich ebenfalls zeigen. Das gilt weniger für die Anzahl und die heroischen Taten der "Krieger", die Imber zur Diskussion stellt, als vielmehr für die politischen Prozesse und Phasen des Bürgerkrieges, die er knapp andeutet (Beginn durch einen "Gouverneur von Kansas", Formierung eines "Atlantic Empire", vorübergehende Ruhe, neues Aufflammen, Einbezug von Kanada etc.). Je mehr sich dabei bestätigt, desto glaubwürdiger werden seine Aussagen.


Auch ohne Imber "wissen" wir heute, dass es in den USA zu einem Bürgerkrieg kommen wird. Insofern ist seine Aussage für uns wertlos bzw. nur noch von "akademischem" Interesse. Die Angabe "nach(?) 2010" ist für unsere Bedürfnisse leider nicht präzise genug. Wenn man sie dahingehend interpretiert, dass noch dieses Jahr 4 Millionen Soldaten sich in Schlachtreihe anordnen, wäre diese Aussage sogar falsch. Desgleichen können wir Imber's übrige Details zum Bürgerkrieg in den USA nicht wirklich für uns selbst verwerten, es sei denn, jemand von uns wollte bei diesem Krieg mitwirken ...

Ich habe an anderer Stelle thematisiert, dass in Bezug auf die USA für uns hier in Europa folgende Fragen wohl die wichtigsten sein dürften:

(1) ob und ab wann die USA wegen dem Einlauf in den Bürgerkrieg außenpolitisch handlungsunfähig werden (finanziell, wirtschaftlich und militärisch gesehen).
(2) In welchem Ausmaß werden die USA von den Naturkatastrophen betroffen, die einige unserer Prophezeiungen andeuten?
(3) In welcher zeitlichen Relation steht der Bürgerkrieg in den USA zu den Geschehnissen in Europa?

Auf alle derartigen Fragen gibt Imber uns keine Antwort. Insofern hielt ich es (für mich) aktuell nicht angebracht, tiefer auf Imber einzugehen.

Gerhard


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