die rotierende Kartoffel.... (Schauungen & Prophezeiungen)

Mario, Mittwoch, 24.02.2010, 23:27 (vor 5924 Tagen) @ Gerhard (2926 Aufrufe)

Hallo, guten Morgen Mario -

Moin Gerhard,

Du hast schon Recht. Auch wenn die mechanische Achse *) der Erde total
kippen würde, liefe die Rotation in der gleichen Drehrichtung weiter. **)
Das wären aber unvorstellbare Kräfte, die für so einen totalen Kipp
involviert sein müßten. Wobei nicht die Geschwindigkeit eines anderen
(vorbeiziehenden?) Körpers massgebend wäre sondern primär seine Masse. Und
natürlich seine Richtung/Position ***). Die Erde kann so eine Kippbewegung
nicht aus sich heraus machen, weil ja bereits alles im Gleichgewicht ist
(uns sie außerdem nicht so asymmetrisch ist bzw. plötzlich werden kann wie
dieser berühmte Kreisel, über den sich die Nobelpreisträger damals am
Bodensee gestritten haben).

Die Sache mit dem Kreisel ist ja etwas erklärt, aber noch nicht ganz....Man geht da von einigen Sachen aus, die rechnerisch einigermaßen gut angepaßt sind. Es lassen sich auch gute Berechnungen aus dem Netzt ziehen (wen es interessiert).
Für den Normalbürger reicht ein Newton aus, um die Physik zu erklären....
Wenn es etwas komplizierter wird, muß man schon etwas tiefgründiger schürfen. Das soll aber hier nicht das Thema sein.

Eines ist nun wichtig: der Aufstellvorgang oder Kippvorgang ist hier das
Entscheidende. Während sich die Trägheitskräfte in Bezug auf die Rotation
praktisch nicht ändern, werden bei dem einmaligen Kippvorgang
enorme Massenbewegungen angestoßen, etwa in den Ozeanen ****) oder
natürlich von Kruste gegen Mantel usw. Obwohl das alles pure und verrückte
Spekulation ist, würde ich schätzen, dass alleine die Meereswellen
stellenweise mehrere hundert Meter hoch sein müßten (Detlef "sieht" und
schätzt 50 Meter Wellenhöhe 1200 km im Inland). Es kommt praktisch darauf
an, wie schnell der Kippvorgang vollzogen wird.

Richtig. Ich führe da auch mal fix die Kreiselkräfte an.... Wenn sich ein Rad (z.B. in einer Fahrradachse) dreht, ist es von außen schwer - dieses in seiner Kreiselbewegung zu beeinflussen. Auch wenn Störungen von außen durch einen plötzlichen potenziellen Kraftaufwand eingebracht werden. Das Rad dreht sich in seiner Grundbewegung weiter.

--> es müßten demzufolge schon größere Kräfte wirken, die das Rad aus dieser Bewegung stoßen könnten.

Im Bezug auf die Erde wären das unverhältnismäßig große Kräfte....
Das schafft mal nicht so fix ein Asteroid oder Sternschnupp....;-)
Zur Zeit sind keine größeren Himmelskörper bekannt, die diese Kräfte an der Erde bewirken könnten (Nibirudingsda mal ausgenommen).
Die Kraftbeeinflussung innerhalb eines gefestigten Systemes - und da schließe ich unser Somnnensystem mit ein - ist ausgeglichen und auch mathematisch bewiesen.

Ich darf noch kurz anfügen, dass ein überschwerer Körper, der ins
Planetensystem eindringen oder aber auch von der Ferne aus das
Planetensystem stören würde, die Erde nur um ein paar tausend Kilometer
aus ihrer gewohnten Bahn ablenken bräuchte, und schon müßte sich
kompensatorisch die Erdrotation ein klein wenig ändern - aber das reichte
aus, um die Tsunamis und das Zittern der kontinentalen Platten bzw. der
Erdkruste zu erklären. Es kommt aber auch hier darauf an, wie schnell eine
solche Störung auftritt. Sie müßte eher impulsartig sein. Und das ist eine
Voraussetzung, die ich in diesem meinen Modell noch nicht unterbringen
kann. Für den Rest des Tages möchte ich mich deshalb lieber
"vernünftigeren" und erfreulicheren Dingen zuwenden ...

Wenn es diesen schweren Körper denn gäbe, würde er eventuell verheimlicht werden (was ich aber bei der großen Anzahl an Hobbyastronomen ausschließen würde) - oder aber es gibt ihn einfach nicht.
Ein z.B. so großer Körper wie der berühmte Nibi benötigt aber auch eine gewisse Ausgangsgeschwindigkeit, die aufgrund von Annäherungen (vorbeiflug) an diversen Himmelskörpern zunehmen kann.
Es geht aber nicht, daß der mal fix hinter der Sonne so rumhängt, um vom langen Flug aus dem Universum eine Zigarettenpause einzulegen gedenkt - und dann mal schnelle mit pfeifenden Trompetenklängen auf die Erde wuselt....
Von diversen Handtelefonvideos aus dem Netz halte ich da auch nicht viel....

Aber Dein Hinweis auf diesen Kreisel war sehr wichtig. Dieses kleine Ding
zeigt, wie wenig die Physik von der Welt erst versteht.

Die Erde ist aber keine Kugel (Bohr-Kreisel)sondern hat eher die Form einer Kartoffel. Deshalb wäre ein kippen über die komplette Achse m.A. auch nicht möglich. Es würde/könnte zu der geschauten Verschiebung kommen - mit all den Unannehmlichkeiten pp. - aber eben nicht zu einer kompletten "aufdenkopfstell" wie bei diesem Kreisel.
Auch diverse Magmaausbrüche - die so eine Verschiebung auslösen könnten - halte ich für ungeeignet.

Man denke nur mal wieder an das o.g.Rad.

Wenn dort aus dem drehenden Fahrradrad eine Beule wegen der porösen Decke herausquillt, ändert sich an der Drehbewegung des Rades nichts. Es holpert ein wenig, mehr aber auch nicht. Es holpert aber nur deshalb, weil das Rad auf der Erde rumdonnert und eben nicht im Vakuum bewegt wird....
Die Kräfte die notwendig wären, können auch im Inneren der Erde verborgen sein.
Das kann z.B. auch die Menschheit selber veranlassen.
Ich verweise da z.B. auf die Projekte Haarp/Blue-Beam Projekt/Wetterbeeinflussung/Erdbebenmachend/Cern pp.....

Grüße, Gerhard

Viele Grüße auch zurück!:-)

Mario


*) nicht zu verwechseln mit der (gedachten) Achse durch die beiden
Magnetpole

**) ein Anhalten der Rotation und ein Neustarten, womöglich in eine andere
Richtung, ist m.E. etwas völlig Absurdes, während das, über das wir
gerade diskutieren, nur etwas leicht Absurdes ist ...

***) der hätte übrigens schon vorher auf seinem Weg auch das übrige
Planetensystem gehörig durcheinandergewirbeln müssen, was uns nicht
entgehen könnte ...

****) nicht zu vergessen die Eismassen an den Polen, die dabei
durchgerüttelt und teilweise sich in Bewegung setzten würden!


„Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr.“ - Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813


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