Prophezeiung Rudolf Steiners zum zweiten (dritten) Weltkrieg aus dem Jahre 1920 ! (Schauungen & Prophezeiungen)

Theodor, Mittwoch, 12.05.2010, 14:23 (vor 5847 Tagen) @ BBouvier (5210 Aufrufe)

Sehr geehrter BBouvier,

für Deine Ausführungen zum Kommunismus und seiner ominösen Langzeitstrategie möchte ich mich sehr bedanken. Sie erinnerten mich sogleich an Äußerungen Rudolf Steiners aus den 20-er Jahren des vorigen Jahrunderts. Er würde Dir wahrscheinlich in vielen Punkten zustimmen. Für ihn war Leninismus „lediglich die Fortsetzung des alten Zarismus, und Lenin ist, ..., der Zar, bloß in einem anderen Gewande, im Grunde ganz dasselbe.“ (7.8.1920). Leninismus ist wiederum Bolschewismus, gemeinhin als Kommunismus bekannt: „Wie heißt denn dasjenige in Wirklichkeit, was im 19. Jahrhundert russischer Zarismus war? Dasjenige, was russischer Zarismus war, das heißt heute, wo es in seiner Wahrheit erschienen ist, Lenin und Trotzkij, Bolschewismus... Lenin ist nichts anderes als erst der Zar; nachdem man ihm die Haut abgezogen hatte, da blieb dasjenige, was seine Wirklichkeit war, übrig, und das heißt heute Lenin oder Trotzkij.“ (21.02.1920) Stalin möchte man noch hinzufügen.

Für Steiner war der Bolschewismus ein Import, der in Russland religiöse und zaristische Formen annehmen mußte. Wenn man wüßte, daß das „was da als Bolschewismus sich geltend macht, fremder Import ist, so würde man noch viel deutlicher sehen, daß in diesem Bolschewismus schon heute (1920) ein starkes religiöses Element steckt, das allerdings ganz materialistisch religiös ist, das aber mit den früheren religiösen Impulsen wirkt..., und gerade darinnen sein furchtbares zeigen wird durch ganz Asien hindurch, dass es mit Furor eines religiösen Impulses wirkt.“ (22.10.1920) Wußten die Exporteure des Bolschewismus um diese Neigungen der russischen und asiatischen Seelen? „Opium für das Volk“ bekommt hierdurch eine ganz andere Bedeutung. Man denke nur an die Veranstalter der Opiumkriege. Wer ist hier der Langzeitstratege und wer das Opfer?

Der Kommunismus als solcher ist aber eine materialistische Krankheit, bei der die niederen Instinkte das positivistische Gehirndenken befallen. Diese Gehirnseuche, welche sich aus unseren niederen Instinkten und unteren Trieben speist, bedroht uns alle und wird in den meisten Ländern nicht bei ihrem Namen genannt. „Die führenden Persönlichkeiten im Westen von heute mögen noch so viele Blockaden aufrichten gegen die bolschewistische Verseuchung des Westens, das, was vom Osten kommt durch Übertragung des Bolschewismus, das ist für diese westlichen Länder nicht die Hauptsache, sondern das ist die Hauptsache, was von unten nach oben steigt; das ist das Wesentliche.
Nun gibt es heute schon eine Anzahl von Leuten — und diese wird rasch wachsen —, welche einsieht, daß es ganz unmöglich ist, durch irgend etwas anderes als durch die Revolution hindurchzugehen, wenn man im alten Sinne weiterarbeitet. Und gerade so, wie man im alten Sinn den Leuten gesagt hat: wir müssen einen Krieg machen, damit wir die Revolution im eigenen Lande besiegen, heißt es nichts anderes, als daß hingearbeitet werden muß gerade unter den im alten Sinn verständigen Menschen des Westens auf den zweiten Weltkrieg.
(Vortrag aus dem Jahre 1921) Es geht gar nicht anders, als daß zur Abwendung des inneren Bolschewismus im Westen auf den zweiten Weltkrieg hingearbeitet werden muß. Dieser zweite Weltkrieg steht um so sicherer in Aussicht, als im Osten niemals ein Verständnis, sobald die Dinge auf die Spitze getrieben sein werden, gewonnen werden kann für die wirtschaftlichen Maßnahmen des Westens.“ Diese Sätze wirken auf mich erstaunlich zeitgenössisch und würden durchaus auch auf einen dritten Durchgang passen.
„Im Osten wird sich diejenige Denkweise, die heute in Rußland zutage tritt, verbinden sogar mit den religiösen Vorstellungen des Ostens, und es wird über ganz Asien eine Stimmung entstehen, zu deren Führerschaft die japanische Bevölkerung und deren Machthaber außerordentlich taugen, so daß in die wirtschaftlichen Wirren der Zukunft hineinfallen wird die Ost-West-Spannung. Der zweite Weltkrieg, der sich zwischen Asien und Amerika, und was dazwischen liegt, entwickeln muß, er muß sich aus wirtschaftlichen Untergründen heraus ganz unbedingt entwickeln.“ Heute denkt man hierbei an China und Russland. „Nun leben wir also einer solchen Zeit entgegen, in der der Konfliktstoff zwischen Amerika und Asien immer stärker und stärker wird. Selbstverständlich werden die Völker, die dazwischen liegen, in diesen Konflikt hineingezogen. Sie können ganz sicher sein, daß Asien mit den Japanern an der Spitze gegenüber dem, was von Westen kommt, in derselben Lage sein wird, wie Mitteleuropa war gegenüber der Entente. Man wird sich auf Seiten des Ostens vielleicht eine Zeitlang großen Siegeszuversichten hingeben, aber ebenso wie Amerika in Europa ausschlaggebend war, wird es auch in Asien ausschlaggebend sein.“
Rudolf Steiner sieht in diesem Zusammenhang auch eine wirtschaftliche „Barbarisierung“ Amerikas voraus. „Das Amerika muß einem vor den Augen stehen, in dem ein Lenin wirtschaftet, wie jetzt der Lenin in Rußland wirtschaftet. Man muß sich vor diesen Perspektiven nicht verschließen, muß sich klar sein, daß die Ursachen der gegenwärtigen Not im wirtschaftlichen Niedergang liegen, daß die Wirkungen in der Barbarisierung der Menschheit liegen.“ (Rudolf Steiner am 02.01.1921)

Freundliche Grüsse:

Vom Theodor


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