Moin Gemeinde,
hier mal etwas philosophisches zum Abend....
Ich dachte mir mal so; mir zu überlegen, wie ich es meinen Enkelkindern erklären könnte; warum "wir" den nichts getan haben; unternehmen wollten oder konnten - um die Geschicke der "Zukunft" zu lenken und/oder zu ordnen.
Der Hintergrund der mich dabei berührte war der, daß ich auch meinen Großvater als Kind fragte - warum er als Offizier im WKII war, warum er den gegen den Krieg als solchen nichts unternommen hatte; warum er einfach nicht mitgemacht hatte....
Die Antworten damals:
-vieles haben wir nicht gewußt;
-wir waren überzeugt von der Sache;
-es war meine Pflicht;
-alle sind gegangen....
Antworten von mir im Jahr 2025:
-die Kinder der Nachbarn hatten Fluor bekommen und waren stellenweise deppert;
-alle saßen vor dem Fernsehgerät und schauten DSDS und GZSZ und fraßen Erdnüsse in rauen Mengen;
-die Gartenzwergesammlung war wichtiger;
-Mäck Donnelds Essen war lecker, jeden Tag;
-die neuen Automobile auf pump mußten immer sauber sein;
-sie wußten es nicht - daß es so kommt;
-sie wollten es nicht - daß es so kommt;
-sie wollten es nicht wissen - das es so kommt;
-sie saßen mit ihren fetten, tapsigen und trägen Kindern am Grilltisch und soffen Bier;
-sie gingen jeden Tag einkaufen und hatten sich dann - ale es nichts mehr gab - nach einer Woche aufgehänkt;
-die Zeitungen waren voll von Aufschwungsmeldungen, daß Herr Dr.G. seine Freude daran gehabt hätte;
-es kam so plötzlich;
Was könnte ich denn dann meinen Enkeln noch so erzählen?
Viele Grüße!
--> Fragt sich der Mario
―
Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr. - Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 - 1813