"eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit" (Schauungen & Prophezeiungen)

Elfe, Donnerstag, 16.09.2010, 01:00 (vor 5614 Tagen) @ Jayef (5579 Aufrufe)


Hallo!

Diese dreieinhalb (tatsaechlich als Haelfte von sieben) kommt in der Bibel
ziemlich viel vor. Auch z.B. wo gesprochen wird von "eine Zeit, Zeiten und
eine halbe Zeit", d.h. 1 + 2 + 1/2 = 3 1/2.
Wenn ich nur das Buch wiederfinden koennte wo erklaert wird was es
bedeutet...

MfG,
Jayef


Hallo!

Ich habe etwas hierzu.

Es ist aus der Interpretation der Offenbarung des Johannes durch einen Adventisten.

""Eine Zeit" entspricht einem Jahr und die Zeitperiode, die als "Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit" beschrieben wird, umfasst somit dreieinhalb Jahre. Einige moderne Bibelübersetzungen geben den Text mit "drei und ein halbes Jahr" wieder. Zum besseren Verständnis dieser Zeitangabe wenden wir uns Offenbarung 12, Vers 14 zu. Dort erscheint derselbe Ausdruck: "Eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit". Darüber hinaus wird die gleiche Zeitangabe in weiteren Versen mit anderen Worten ausgedrückt. Dieser Parallellismus gibt uns größere Klarheit, um welche Zeitperiode es sich genau handelt. In Offenbarung 12,6 wird die gleiche Zeitspanne als 1260 Tage bezeichnet. Gemeint sind 1260 prophetische Tage oder dreieinhalb prophetische Jahre. In der biblischen Prophetie steht ein Tag für ein Jahr; in 4. Mose 14,34 heißt es:
Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Sünden tragen... (siehe auch Hesekiel 4,6)

"Je einen Tag für ein Jahr". So werden aus 1260 Tagen 1260 Jahre. Das Wort, welches in Daniel 7,25 für "Zeit" verwendet wird, ist das aramäische Wort "iddan", das ein prophetisches Jahr, bestehend aus 360 Tagen meint. Somit bezieht sich "eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit" auf dreieinhalb prophetische Jahre, d.h. 1260 prophetische Tage. Dies wird im Parallelismus der Prophetie des Buches Offenbarung verdeutlicht, wo die 3 1/2 Zeiten mit 1260 prophetischen Tagen oder wörtlichen 1260 Jahren gleichgesetzt werden."

Walter J. Veith "Auf die Wahrheit kommt es an: dem Labyrinth des Irrtums entkommen", 2000, 2003 amazing discoveries e.V., 3. überarbeitete Auflage, S. 101

Die Zeitdauer wird genannt in

Daniel 7,25 eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit
Daniel 12,7 Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit
Offenbarung 11,2 42 Monate
Offenbarung 11,3 1260 Tage
Offenbarung 12,6 1260 Tage
Offenbarung 12,14 eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit
Offenbarung 13,5 42 Monate

(Veith, S. 107)

In Daniel 7, 23-25 heisst es:

"Er antwortete also: "Das vierte Tier bedeutet: ein viertes Reich wird auf Erden sein, verschieden von allen andern Reichen; das wird die ganze Erde verschlingen, wird sie zerstampfen, zermalmen. Die zehn Hörner bedeuten: aus diesem Reiche werden zehn Könige aufstehen, und ein andrer wird aufstehen nach ihnen; der wird verschieden sein von den frühern, und er wird drei Könige stürzen. Er wird Reden wider den Höchsten führen, und die Heiligen des Höchsten wird er quälen und wird trachten, Zeiten und Gesetz zu verändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben sein bis auf eine Zeit und (zwei) Zeiten und eine halbe Zeit"

Veith erläutert die Zeitdauer im Zusammenhang mit den Merkmalen des Antichristen und so folgert er:

"Das Papsttum würde die "Heiligen" also über einen Zeitraum von 1260 Jahren unangefochten verfolgen. Die Truppen des Kaisers verhalfen dem Papst im Jahre 538 n. Chr. zur gesetzlich anerkannten Vormachtstellung. Eingeleitet wurde dieser sagenhalfte Aufstieg im Jahre 533 n. Chr., als der in Konstantinopel residierende Kaiser Justinian den damaligen Bischof von Rom, Johannes II., zum Oberhaupt aller Kirchen ausrief. Dies ist auch als "Dekret des Justinian" bekannt.
Wenn man nun 1260 Jahre zu 538 n. Chr. hinzurechnet, gelangt man in das Jahr 1798. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Papst abgesetzt; Napoleons General Berthier nahm in gefangen und brachte ihn nach Frankreich ins Exil. Offensichtlich beabsichtigte Napoleon das Papsttum zu vernichten. Etwa achtzehn Monate später starb der Papst in seinem Exil in Valence, Frankreich. Sein Tod setzte der päpstlichen Macht und der Durchsetzung päpstlicher Dekrete ein Ende.
In unserer modernen Welt wird es für viele schockierend sein, dass die Bibel das Papsttum als den Antichristen identifiziert. Aber sein Auftreten spricht für sich: Es hat sich selbst hier auf Erden an die Stelle Jesu Christi (Anmerkung von mir zum Wort "anti" http://de.wikipedia.org/wiki/Anti) gesetzt und erhebt den Anspruch, zwischen Mensch und Gott vermitteln zu können. Alle großen Reformatoren waren sich einig, dass das päpstliche Rom die antichristliche Macht ist und als Folge dieser Erkenntnis entstand die Reformation."

Veith, S. 101-102

Eine gute Nacht wünscht die Elfe!

PS: das mit den drei gestürzten Königen habe ich doch auch schon mal gehört.....(siehe Daniel 7,24)


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