»Hallo Mini,
danke für Deinen Hinweis.
Leider kann ich gar nicht nach vollziehen, was Dein Schlüssel ist. Daher hat das von Dir Geschriebene auf mich keine Überzeugungskraft. So ist es mir nicht möglich, den von Dir wohl nach Deinem Schlüssel veränderten französischen Text einzusehen und anhanddessen festzustellen, von welcher Art und Qualität(Textnähe - Phantasiebegabung) die Übersetzung ins Deutsche ist.
So kann ich bislang damit leider nichts anfangen.
Allerdings ist das, was ich persönlich Nostradamus zutraue und was nicht, auch nur eine Überzeugung, meine halt.
herzliche Grüße
Ischa
> Liebe Forumsleute,
ich bin neu, lese seit längerem mit, grüße Euch nun und möchte zwei
Denkanstöße in die Runde legen.
Lieber Bernhard, ich schätze Dein Buch noch immer sehr, das mir um 1999
viel Klarheit gebracht hat. Vor allem die Impakt-Deutungen halte ich
nach
wie vor für gültig. Sie haben Bilder in mir geweckt, von deren
Richtigkeit
ich überzeugt bin, wenngleich es sich hier um das Gebiet der Intuition
handelt. Damals hat mich vor allem berührt, dass ich unmittelbar nach
der
Lektüre Deines Buches diese Impakt-Aspekte auch in der Apokalypse des
Johannes, fand (Offb.612-15 und 8,7-12und 16, 18-21) und dann auch in
den
sogenannten "kleinen Apokalypsen" der Synoptiker des Neuen Testaments
(Lukas 21,25-27, Matth. 24, 27,29-30, Mrk13,24-26), also bei allen 4
Evangelisten.
Ich weiß, dass Ihr keine religiösen Aspekte in der Diskussion wollt. Da
ich Nostradamus aber nur so überhaupt verstehen kann, wage ich es
trotzdem, zumindest einmal, diese Aspekte anzusprechen. Jeder macht
damit,
was er will, bitte ohne Streit.
1. zum berühmten Vers X,72:
Mich überzeugt aus verschiedenen Gründen die Deutung von Dir, Bernhard,
es
handle sich um das Jahr1589, nicht. Das augenfällige Datum 1999 sollte
vielleicht ein Verwirrspiel sein, aber vermutlich nicht so sehr, dass
es
400 Jahre lang kaum jemandem aufgefallen ist.
Ich habe zu dem Vers folgende Gedanken:
lan mil neuf cens nonante neuf: nicht 1999,
sondern
mil neuf cens =1900,
cens dann im Doppelsinn von 100, also 1900+100=2000
nonante als lat. non ante = nicht vorher
neuf = 9
also: nicht vor 2009.
Versteht man nonante neuf sept mois in einem
zweiten
Sinn, könnte man auch deuten 99 mois = Monat = 8
Jahre, 3 Monate und dann sept mois = im siebten
Monat
oder diese 7 Monate noch dazu ist der 10. Monat: Finanzkrise, Oktober
2008.
Für mich macht es Sinn, die endzeitlichen Geschehen mit einer Marke von
mindestens 10 Jahren vorher anzukündigen, damit man sich vor allem
geistig
und eventuell auch materiell darauf vorbereiten kann. Auch wenn viele
sich
enttäuscht wieder abgewandt haben, als nach 1999 nichts
Offensichtliches
passierte, hat doch eine erste Beschäftigung mit dem Thema Apokalypse
stattgefunden.
Vielleicht ist die Jahreszahl auch ganz symbolisch zu verstehen, 999+1=
1000, also kurz bevor das Geschehen sich auf eine andere Ebene, die der
1000, hebt, bevor dieses Neue der Friedlichkeit auf Erden beginnt.
In der jüdischen Mystik bedeutet die 9....
Astrologisch gab es zur Sonnenfinsternis 1999 ein sogenanntes
"kosmisches
Kreuz", in dem sich wichtige Planeten in der Form eines Kreuzes
gegenüberstehen und damit große Spannungen indizieren. Eine solche
Konstellation scheint eher selten zu sein, wenngleich in 2010 wieder zu
beobachten. (Ich bin aber nicht gut genug in Astrologie, um das zu
vertiefen.)
"Le grand roy deffrayeur" (X,72 Vers 2) sehe ich
als
den Impaktor an, der vom Himmel kommt, in doppelter Bedeutung, einmal
eben
aus dem Kosmos, woher auch immer. Und zum anderen, weil dieser Impaktor
vermutlich den 3. Weltkrieg beenden wird, der nur deshalb von kurzer
Dauer
sein wird. "effrayeur" hat den Doppelsinn von
frayeur=Schrecken und eff- wie
ex- als Vorsilbe, nimmt etwas weg, heraus, beendet
also den Schrecken des 3. Weltkrieges.
Resusciter ist ein biblischer Begriff: Auferstehen.
Hier steht der "grand Roy dAngolmois"(Vers 3) auf.
Ich halte ihn nicht für einen König von Angoulème, sondern deute das
Wort
wieder religiös:lat. Angol = Engel;
moi = ich; der Engel, der das Ego lebt, sich
abspaltet, der Widersacher. (Ungeklärt bleibt allerdings das s von
mois).
Der hält Auferstehung. Nostradamus schreibt im 2. Vorwort: "En
apres lAntechrist sera le prince infernal, encores par la derniere
fois
trembleront tous les Royaumes de la Chrestienté, et aussi des
infidelles
par lespace de vingt cinq ans."[/i][/color] (Allgeier, S. 390) Danach
wird
der höllische Prinz der Antechrist sein (der, der vor Christus kommt).
Noch
einmal und zum letzten Mal werden alle christlichen Reiche erzittern,
und
auch die der Ungläubigen während eines Zeitraums von 25 Jahren. (übs.
von
mir)
Weiter unten wird der "prince infernal" direkt
"Satan"
genannt. "...tant de maux se commettront par le moyen de
Satan,
prince infernal, que presque le monde universel se trouvera defaict et
desolé "[/i][/color]: und so viel Übles wird begangen werden durch die
Möglichkeiten/Mittel Satans, des höllischen Prinzen, dass beinahe die
ganze Welt zerstört und in jammervollem Zustand sein wird.(übs. von
mir)
Dann kommt die direkte, fast wörtliche Bezugnahme zu
Jesaja(Jes.65,16e-25)
und Johannes(Offb.13,11-18 und 20, 1-3), die zeigt, dass sich
Nostradamus
im Rahmen der biblischen Prophetien bewegt: "...sera...siecle
dor: Dieu le Createur dira entendant laffliction de son peuple, Satan
sera mis et lié en labysme du barathre dans la profonde fosse. Et
adonc
commencera entre Dieu et les hommes une paix universelle, et demeurera
lié
environ lespace de mille ans
"[/i][/color](Allgeier, S. 390): und das
goldene Zeitalter wird sein/anbrechen. Gott der Schöpfer wird sagen,
dass
er die Trübsal seines Volkes gehört hat, Satan wird gepackt und
geworfen
werden in den Abgrund der Unterwelt in den tiefen Graben. Und dann wird
zwischen Gott und den Menschen ein universeller Frieden beginnen. Und
Satan wird gebunden bleiben ungefähr für den Zeitraum von 1000 Jahren.
(übs. von mir)
Dieser höllisch Fürst wird also durch Weltkrieg und Impaktgeschehen,
Reihenfolge unklar, auferstehen, d.h. seine größte Machtfülle erhalten.
In
der Offenbarung des Johannes ist diesbezüglich vom "Tier" die Rede, das
große Wunder tut und das alle anbeten müssen, indem sie sein Zeichen
annehmen, 666. (Offb.13,18 und 14,9). Auf die reale Vorbereitung einer
Weltherrschaft im Sinne von New World Order (Bilderberger etc.),
Kontrollmaßnahmen und Barcode(666) sei hier nur am Rande verwiesen.
Die Frage der Auferstehung des Antichristen wird auch in den Sixains
berührt: In 28 heißt es:
"Lan mil six sens & neuf ou quatorziesme
Le vieux Charon fera Pasques en Caresme..."
Der alte Höllenhund wird in der Fastenzeit, das heißt zur Zeit von
Hungersnot, Ostern feiern, das heißt auferstehen. Diese Zeile deute ich
auf den Widersacher = letzter Antechrist. Im übrigen bin ich davon
überzeugt, dass die Sixains im wesentlichen von dieser letzten Zeit
sprechen und sich auf unser und nicht auf das 16. Jahrhundert beziehen.
Im Sixain 48 heißt es
"Du vieux Charon on verra le phoenix
Estre premier & dernier de ses fils
Reluire en France
."
"Man wird wie Phoenix aus der Asche den alten Höllenhund auferstehen
sehen, er ist erster und letzter seiner Söhne, er wird leuchten in
Frankreich..."
(übs. von mir)
Auch hier sehe ich den letzten Antichrist im "Charon", der aufersteht.
Er
ist der erste, der sich als Engel, Gott widersetzt hat und auch der
letzte, der vor Beginn des Friedensreiches noch einmal versucht, alles
zu
beherrschen (wie wörtlich oder symbolisch auch immer.)
2. zu Heinrich dem Glücklichen:
Henry bedeutet für mich INRI: Jeshua Nacoreus (oder so ähnlich,
der
aus Nazareth), Rex = König, Judorum = der Juden. Das ist die Inschrift
am
Kreuz, sie benennt das Vergehen, das zur Kreuzigung führte: dieser
Jesus
hat sich als König der Juden bezeichnet.
Inri wird praktisch genauso ausgesprochen wie Henry, vor allem, wenn
man
den accent du midi, die provenzalisch geprägte
Aussprache in Südfrankreich, mitbedenkt.
Die Deutungsverrenkungen Henry II und Chiren betreffend habe ich immer
als
unstimmig erlebt.
Für mein Empfinden treibt hier Nostradamus mit Vergnügen ein
Verwirrspiel
mit den zeitüblichen Untertänigkeitsfloskeln einem König gegenüber,
will
sich vielleicht vor der Inquisition schützen und verwendet die
Majestätsbezeugungen, heimlich lachend, in seinem Sinne.
Ich nehme für die Deutung der Centurien aber ernst, dass Nostradamus
sowohl Judentum als auch Christentum im Kern ernstnahm, in jenem Kern
vielleicht, der auch anderen Eingeweihten oder Sehern in Jahrtausenden
bis
zum heutigen Tag zugänglich ist und in dem gesehen wurde, dass es eine
Zeitenwende, Weltenwende, Apokalypse, "in der letzten Zeit" biblisch
ausgedrückt, geben wird. Danach kommt eine neue, heilere Zeit, 1000
Jahre
Frieden auf den verschiedensten Ebenen, wobei tausend in der jüdischen
Mystik auch einfach bedeuten kann: eine neue Zeitqualität, also eine
nicht
wörtlich zu nehmende Zahl von Jahren. Ich gehe davon aus, dass
Nostradamus
mit seinen prophetischen Qualitäten gesehen hat, dass Jesus wiederkommt
(in welcher direkten oder indirekten Form auch immer). Das steht auch
bei
vielen anderen Sehern, die hier im Forum als religiös draußen bleiben,
aus
vielleicht guten, jedenfalls verständlichen Gründen.
Ich gehe aber davon aus, dass Nostradamus ohne diesen Hintergrund im
Kern
und auch in allerlei Details gar nicht verstanden werden kann.
Im Alten Testament bei Jesaja steht, dass Gott bei den Menschen wohnen
wird (Offb.21, 1-4) und in der Apokalypse des Johannes heißt es, dass
Jesus wiederkommt (Offb.22,12). Deshalb begrüßt Nostradamus Jesus mit
"Henry second", den INRI, der zum zweiten Mal kommt.
Ich bleibe mal beim Wortlaut des 2. Vorworts und zitiere nach Allgeier
1988, S. 366:
A Linvictissime tres-puissant et tres-chrestien Henry Second:
Linvictissime[/i][/color] = der Unbesiegbare!!! welcher weltliche König
kann das von sich behaupten?
tres-puissant = sehr mächtig
Wenn ich in diesem Sinne interpretiere, gibt sich Nostradamus mit
tres-humble et tres-obeyssant serviteur als treuer
Untergebener und wünscht diesem Henry Second:
Victoire et felicité, Sieg und Glückseligkeit.
Nostradamus wiederholt nochmal im ersten Satz "
ô
Tres-Chrestien
et tres-victorieux Roy"[/i][/color]... im religiösen Sinne ist der
göttliche Bereich derjenige, der siegen wird. Zweimal erscheint das
Wort
"chrestien".
"Pour icelle souveraine observation que jai
eu..."[/i][/color]
übersetzt Allgeier mit "Dank der königlichen Beachtung, die mir zuteil
wurde". Ich finde darin noch die Doppelbedeutung der
observation = Beobachtung, nämlich der Visionen und
vermutlich auch der dazugehörigen astrologischen Konstellationen (an
die
20mal betont Nostradamus in den beiden Vorwörtern, dass auch -
astrologisch berechnet wurde!!).
Weiter heißt es "... ma face....se présente au devant de la
deité
de vostre Maiesté immesurée"[/color]. Deité[/i] =
Göttlichkeit,
das ist für meine Begriffe deutlich, auch wenn man die zeitüblichen
Majestätsvereherungsfloskeln mitbedenkt.
Majesté immesurée = unermessliche Majestät trifft
ein
Göttliches noch mehr als einen irdischen König.
"depuis en ca iay esté perpetuellement esblouy, ne desistant
donorer et dignement venerer iceluy iour que premierement devant
icelle
ie me presentay, comme à une singulière Majesté tant
humaine"[/i][/color].
Allgeier (S. 367) übersetzt "esblouy" mit
"geblendet",
es heißt auch "verblüfft, aufs höchste verwundert". Seitdem bin ich
diesbezüglich immerzu in einem Zustand der Verwunderung und höre nicht
auf
zu ehren und würdig zu verehren jenen Tag, als ich zum erstenmal vor
dieser
Majestät mich zeigt, wie einer einzigartigen und so sehr menschlichen
Majestät. (übs. von mir). Ich verstehe diese Stelle so, dass Nostradamus
Lichterlebnisse bzw. Begegnungen mit dem Göttlichen hatte. (Man kann
das
bei den verschiedensten Mystikern nachlesen.) Er sagt ja auch im ersten
Vorwort, dass seine Schauungen von Gott gegeben sind. Die Begriffe
"einzigartige Majestät" kann ich wiederum auf eine göttliche Qualität
hin
deuten. Wer diese Kontakterlebnisse mit dem Göttlichen kennt, weiß, wie
"tant humaine"-"durch und durch menschlich", sie
sind,
nämlich von bedingungsloser Liebe, dem was ein Mensch sich nur wünschen
kann. Außerdem spielt er hier auf die Göttlichkeit des Menschen Jesus
an.
Im nächsten Satz ist von "vostre serenissime
Maiesté"[/i][/color]
die Rede, die allerglücklichste, heiterste Majestät. Wenn solche
mystischen Erlebnisse nicht erschrecken, sind sie von unvergesslichen
Glücksgefühlen begleitet.
Dann spricht Nostradamus von "... ma tant longue obtenebration
et
obscurité estre subitement esclaircie et transporté au devant de la face
du
souverain il, et du premier Monarque de lUnivers."[/i][/color] Auch
hier
scheint er mir von einer mystischen Begegnung mit dem Göttlichen zu
sprechen, wenn er von plötzlicher "eclaircie",
Licht,
Erleuchtung, Klarheit spricht, nach sehr langer Verdunkelung und
Dunkelheit, vermutlich des Geistes vielleicht auch des Gemüts. Danach
kommt Heiterkeit. Mit dem "souverain oeil"
assoziiere
ich das göttliche Auge, das Dreieck mit dem Auge darin, oft auch Symbol
für Geheimbünde.
Dann ist vom "ersten König des Universums" die Rede. Das kann kein
zeitgenössischer oder zeitnaher Henry II sein.
Daran schließt sich die Argumentation an, dass Nostradamus lange
überlegt
hat, wem er diese restlichen Centurien widmen könnte, die die Tausend
voll
machen und es schließlich gewagt hat, sie diesem König des Universums
zuzueignen. Einem König etwas zu widmen, scheint mir weniger den
Begriff
"temeraire andace" (vermutlich audace) = kühne
Verwegenheit zu rechtfertigen als eine Widmung an jenen Bereich des
Göttlichen.
Im nächsten Satz ist am Beispiel Plutarchs ganz deutlich die Rede von
Opfergaben an die unsterblichen Götter. Die dort erwähnten Opfernden
sind
vor dem Göttlichen so erschrocken, dass sie "es nicht mehr wagten, im
Tempel zu erscheinen"
Allgeier, S. 367). Mit diesem Satz kommentiert
Nostradamus sein eigenes Vorgehen, wenn es um den göttlichen Bereich
geht:
er hat keine Angst, sich ans göttliche Licht zu wenden. Warum nicht:
"Ce nonobstant voyant vostre splendeur Royalle, accompagnée
dune
incomparable humanité, ay prins mon adresse, non comme aux Roys de
Perse,
quil nestoit nullement permis daller à eux ny moins sen
approcher"[/i][/color]: "Da ich aber Euere Königliche Hoheit kenne, die
mit
unvergleichlicher Menschlicheit verbunden ist, habe ich mich an Sie
gewandt, schließlich habe ich keinen persichen König vor mir, zu dem
man
keinesfalls gehen, ja, dem man sich nicht einmal nähern durfte."
Allgeier
(S. 367) Auch hier setzt sich Nostradamus vom Negativbeispiel der
persischen Könige ab, die als gottgleich verehrt wurden und vor denen
es
nur ehrfürchtige Distanz gibt. Im Gegensatz dazu ist sein König von
"splendeur Royalle", was ich als überirdisches
Licht
interpretiere, nicht als menschlichen Prunk, und von unvergleichlicher
Menschlichkeit. Und Nostradamus kennt ihn, ist ihm also begegnet. Für
mich
ist diese von N. erwähnte "Maiesté" Jesus, der
Mensch
aus dem göttlichen Bereich, daher "incomparable",
nicht vergleichbar. Und von einer Menschlichkeit der bedingungslosen
Liebe, dies der ganze Inhalt seiner Botschaft.
Ich wiederhole nochmal die Begriffe für das Göttliche in Henry Second:
invictissime
Tres-chrestien
Victoire et felicité (Friedensreich)
ô Tres-Chrestien
La deité de vostre Maiesté immesurée
Singulière Majesté tres humaine
Premier Monarque de lUnivers
(dieux immortels bei Plutarque,
Roys de Perse, wohl als göttlich verehrt)
Splendeur Royalle
Incomparable humanité
Es werden Begriffe verwendet für Henry II, die die Doppeldeutigkeit
INRI
einerseits weltlicher Herrscher andererseits umspielen. Ich vermute,
für
Nostradamus war es ein Freudenfest, so mit den Wörtern zu spielen und
die
ihn mit Licht und Freude erfüllende Begegnung mit dem Göttlichen in
dieser
Weise sowohl auszusprechen als auch vor Unwissenden zu verbergen.
Zenturie 10 Vers 72
L'an mil neuf cens nonante neuf sept mois
Im Jahr 9 er neu zu machen Meiner 100, was Ist. Dir September der
Monat, ich einer deiner Anhänger
Du ciel viendra vn grand Roy d'effrayeur
Des Himmels Ruf hat großen Wein, darum der Streit von
Ihnen
Resusciter le grand Roy d'Angolmois
Er folge dem Gelesenen es zu verstehen, im großen langen
königlichen Monat
Auant apres Mars regner par bon-heur
Daher du Übergang bis März bezüglich heilige Lanze beherrsche, man
im Kopf es verstehe
Vielleicht könnte man den Text auch so verstehen? Natürlich nur, wenn es
einen Schlüssel geben würde, den man auf alle Verse der Zenturien gleich
anwenden könnte. So könnte der Anfang der 1. Zeile "L'an m'il" ja lauten.
Wobei dann eben "neu f'sep t'mois" das Ende wäre. Mit den versteckten
Hinweisen im Brief an Henry II und den Bildern der Großbuchstaben, würde
der Vers vielleicht so entschlüsselt aussehen.
Gruß Mini