Lieber Taurec,
Ich hatte Deinen Beitrag schon heute Nachmittag im Büro überflogen und war beeindruckt. Nun habe ich ihn erneut in Ruhe auf mich wirken lassen und es gibt nichts hinzuzufügen, außer Dir an dieser Stelle meine ganze Anerkennung zukommen zu lassen.
Die Klarheit Deiner Gedankengänge treffen genauso, wie der Herr aus dem Wald in England mit seinen Pfeilen umgehen konnte.
Insbesondere der letzte Absatz hat mich beeindruckt, in welcher Weise Du Spengler begegnest, war ich doch bisher der Meinung Du würdest ein wenig zu dogmatisch mit ihm umgehen. Es ist in der Tat so, dass er eine beeindruckende Forschung hinterlassen hat, jedoch die zukünftigen Dinge nur erahnen konnte, indem er den roten Faden der Wiederholung von Geschichtszyklen, die sich in ihrer inneren Stuktur ähneln, weiter konstruiert hat.
Mir bleibt inzwischen nicht nur die Hoffnung, sondern eine stetig wachsende innere Zuversicht, dass die kommende Weltenwende diese Mechanik - Mechanik im Sinne von unbewußtem Tun, welches vom anfänglichem Drang zur Tugend durch ein schleichendes sich hinwenden zur Untugend, immer wieder zur totalen Auslöschung führt - zumindest für eine ganze Weile außer Kraft setzt.
Ein wenig allegorisch untermalt, können wir vielleicht auch sagen, dass die kleinen Wecker nie so richtig aufwecken konnten, der kommende große Wecker seine Wirkung diesmal jedoch nicht verfehlen wird und der Mensch wird sich darüber Gedanken machen müssen, ob er sich weiterhin gegen die Schöpfung wendet oder nicht besser mit ihr lebt.
Herzliche und respektvolle Grüße!
WG
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Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!