Qualität der Quellen entscheidend (Schauungen & Prophezeiungen)

DerBerliner, Freitag, 09.12.2011, 15:07 (vor 5437 Tagen) @ Baldur (1568 Aufrufe)
bearbeitet von DerBerliner, Freitag, 09.12.2011, 15:14

Hallo Baldur,

da Religion außen vor blieb/bleibt, antworte ich gern:

es ist doch völlig egal, wer nun, oder wer nicht, irgendwas aussendet,

Da bin ich gänzlich anderer Meinung. Denn es gibt "sendende Entitäten" sehr divergierender Herkunft und "Qualität", wobei letzteres naturgemäß und zugegeben eine rein persönliche Beurteilung ist.

Im übrigen habe ich den starken Eindruck, daß die meisten der hier diskutierten, "seriösen" und ernstzunehmenden Schauungen eben keinen Sender hatten, sondern die betreffenden Personen "es einfach wußten" (= ohne daß sie mit einer anderen Entität kommunizierten). Mir scheint, Du vermengst dies, und das scheint mir falsch zu sein.

Sender/Empfänger scheint mir hier eine andere (meist niedere) Qualität zu haben.

Es kann nur um die Bewertung gehen, was für uns nützlich sein kann

Von Foppgeister, die sich bei spiritistischen Seancen melden, sind mir keine für das Thema dieses Forums relevanten Aussagen bekannt (aus meiner reichlich konsumierten Literatur). Aber vielleicht kennen BB, Taurec oder andere solche Fälle?!

Die Möglichkeit von Astralreisen wird postuliert, sie ist wissenschaftlich aber in keiner Weise gesichert.

"Wissenschaft" heißt, die Dinge in den von "Autoritäten" gesetzten Grenzen zu sehen. Also ist die Erde eine Scheibe.

Solch ein schwaches Argument hätten ich Dir, dem sonst so scharfsinnigen Baldur, nicht zugetraut. Vor allem nicht, wenn es um "Schauungen" geht, die nun mal a priori nicht beweisbar sind innert der von den Wissens-Verhinderern der sogenannten "Wissenschaft" gesetzten Parametern, sondern nur erklärbar unter Einbezug metaphysischer und nur empirisch bewiesener Fakten.

Schauungen innert der Parameter von "Wissenschaftlichkeit" beweisen zu wollen, wäre die Quadratur des Kreises.

Wie menschlich und höchst primitiv sich "Wissenschaftlichkeit" präsentiert, weil allein durch das Ego von "Autoritäten" gestützt, das ist doch offensichtlich. Da werden regelmäßig unbewiesene Prämissen als Fakten angemommen, nur weil sie von einer Autorität postuliert wurden. Es hat sich seit Galilei nicht viel verändert in der menschlichen Psyche. Mir sind gerade bei ein paar Recherchen in medizinischen Dingen solche Absurditäten und lächerliche Aussagen von Professoren untergekommen, die so blöd sind, daß sie noch nicht mal merken, wie offensichtlich sie zum Stand der Kenntnis bei anderen Autoritäten stehen. Der Herr bewahren uns vor den überwiegend saudummen Weißkitteln!

Innovation findet in der Wissenschaft statt, indem bzw. nachdem Autoritäten aussterben. Wären wir in der Informatik analog, wären wir heute noch auf dem Stand der Taschenrechner von 1965.

Astralreisen sind ebenso wie Reinkarnation für mich gegebene Fakten, an denen ich keinerlei Zweifel habe und zwar nach aller gelesenen Literatur und Aussagen für mich vertrauenwürdiger Personen. Was die "Wissenschaft" dazu sagt, kümmert mich solange nicht, solange die dort üblichen schwanzgesteuerten (Pardon) Regeln gelten.

Und zu Deiner Überschrift:

die Hintergründe zählen nicht, sondern Fakten und Nutzen

bin ich ebenfalls gänzlich anderer Meinung, denn bei der Bewertung nicht beweisbarer, sondern allenfalls empirisch erklärbarer Fakten ist die Qualität der Quelle für mich - und ich glaube für die meisten Menschen - von entscheidender Bedeutung. Nur eine "gute" Quelle kann Fakten und Nutzen bringen. Und in diesem Sinne sind Foppgeister nun mal für mich (und die Mehzahl der Schreiber in der Literatur) eine sehr schlechte Quelle. Aber natürlich soll jeder seine eigene Meinung vertreten.

Bezugnehmend auf Seher ist für mich ein bescheidener, bodenständiger und vielleicht sogar noch demütiger Seher, der daraus keinen materiellen Nutzen oder persönlichen Ruhm schöpft, allemal überzeugender als eine Astrologin, die nahe am Kudamm in einer der teuersten Straßen Berlins residiert.

Gruß
DerBerliner


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