Danke, Rico!
Stimmt schon ...
Die Hypothese eines heliozentrischen Weltbildes
wurde allerdings erst rund eine bis zwei
Generationen nach Nostradamus - und dort von
"Fachleuten" (erneut) ernstlich erwogen und von ihnen debattiert.
Darüberhinaus entfernen wir uns langsam nicht unerheblich
vom Verse ganz oben:
"Wenn der Fehler an der Sonne sein wird
Am hellen Tage wird das Monster gesehen werden ..."
Im Original steht (modernes Französisch) "défaut":
=>
Laster/Makel/Mangel/Unzulänglichkeit etc.
"Schönheitsfehler" trifft sicherlich nicht die Hauptbedeutung.
Und ich dächte dabei sicherlich nicht an das schier
mikroskopische Pünktchen der Venus vor (!) der Sonne.
Darüberhinaus ist völlig unklar, um was für ein
"Monster" es sich wohl handeln mag, das man dann
(und deswegen?) am hellichten Tage (!) erblickt.
Meine Vermutung geht in die Richtung, dass man während
einer absoluten Verfinsterung der Sonne völlig
überraschend einen sonnenahen Himmelskörper
sehen kann, von dem man rein gar nichts wusste.
Das Nostradamus hier den völlig irrelevanten
Venusdurchgang in ein paar Wochen beschreibt,
möchte ich definitiv ausschliessen wollen.
Zeilen drei und vier lauten nämlich:
=>
"Völlig anders wird man es deuten
Teuerung Niemand hat geschützt nicht darum gekümmert."
Grüsse,
BB
―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."