Hallo, Fenrizwolf,
man kann sich nur bis zu einem bestimmten Masse verbiegen, ohne, dass es kracht im Gestell.
Wir alle kommen als Originale auf die Welt, und werden mit zunehmender Zeit immer mehr gleichgemacht, zu willigen Klonen geformt, die in das jeweilige System passen müssen.
Im Hamsterlad werkeln.
Wer sich nicht umformen lassen möchte, bleibt besser so individuell, wie er geboren wurde, und sucht nach den wenigen verbliebenen Möglichkeiten, eine für ihn passende Lücke zu finden, einen Rückzugsraum. Das kann auch im Ausland sein.
Ich sehe das öfters am Beispiel der lieben Bank-Funktionäre, die schon im Anzug auf die Welt gekommen sein müssen, und ganz offensichtlich von einem anderen Stern stammen, und einen anderen Planeten bewohnen. Das ist eine Parallelwelt. Äusserst einträglich, aber es wäre eine Qual für mich, mich dort einfügen zu müssen.
Da bleibe ich lieber ausserhalb, so, wie ein Obdachloser, der lieber unter der Brücke schläft, als im Obdachlosenasyl.
Würde man versuchen, mitzuschwimmen unter einer aufgesetzten Maske, würde man in Bälde krank. Ob nun ausgebrannt, oder depressiv, oder organisch kaputt.
Die grösste Errungenschaft aus meiner Sicht ist, so wenig wie möglich von dem tun zu müssen, was man nicht will.
Für Einzelgänger wird es immer schwerer, einen Platz zu finden, aber noch lange nicht unmöglich!
Beste Grüsse vom Baldur