Hallo!
Nicht zu vergessen Nostradamus, über den zwar nicht abschließend geurteilt werden kann, der aber im Gegensatz zu den anderen Quellen bereits eine ganze Reihe eingetretener Vorhersagen in Form überaus plausibel als Treffer zu deutender Verse aufzuweisen hat.
Vorrede an Heinrich:
"Vertrieben von der Greueltat des Antichristen, der Krieg führt gegen den Königlichen, der der große Stellvertreter Jesu Christi sein wird, und gegen seine Kirche. Und seine Herrschaft wird 'eine gewisse Zeit und am Ende der Zeit' bestehen.
Und vorausgehen wird eine Sonnenfinsternis. Die dunkelste und finsterste, die es seit der Erschaffung der Welt bis zum Tod und Leiden Jesu Christi und von da an bis heute gegeben hat. Es wird im Monat Oktober sein, wenn eine große Verschiebung vollzogen sein wird. Und zwar derart, daß man glauben wird, die Schwerkraft der Erde verloren zu haben ebenso wie ihre natürliche Bewegung. Und auch, daß sie in ewige Dunkelheit gestürzt sei.
Es werden Vorzeichen in der Frühlingszeit erscheinen und sich auch nach extremen Veränderungen, Veränderungen der Staaten an diese anschließen. Und zwar in Form von großen Erdbeben. Einhergehen wird das mit dem Wuchern des neuen Babylon, der erbärmlichen Tochter, die angewachsen ist durch den Greuel des ersten Brandopfers und dennoch nur 73 Jahre und sieben Monate bestehen wird."
Klarer geht es kaum. Der Oktober paßt zum herausgearbeiteten Ablauf des Kriegsjahres und dem Datum, das der Bauer aus Selb für die Finsternis nennt.
Sogar die Erdbeben, die im Vorlauf stattfinden und der Finsternis vorangehen, werden genannt.
Und in der Vorrede an Cäsar spricht er den mit der Weltenwende verbunden Wissensverlust an ("lettres" = Schriften/Wissenschaft):
"Und weil ich auch finde, daß die Schriften einen dermaßen großen und unvergleichlichen Verlust erleiden werden. Weil ich die Welt vor dem kommenden allumfassenden Brand mit dermaßen vielen Untergängen und sehr großen Überschwemmungen heimgesucht vorfinde, so daß es kaum noch ein Gebiet geben wird, das nicht Wasser bedeckt wäre. Und es wird so lange Zeit dauern, daß außer der Völker und Länderkenntnisse kaum noch etwas vorhanden wäre. Auch vor und nach solchen Überschwemmungen werden in vielen Gebieten die Regenfälle sehr knapp sein, und vom Himmel wird eine dermaßen große Fülle an Feuer und glühenden Steinen fallen, daß nichts übrigbleiben wird, was nicht zerstört wäre."
(Übersetzung nach Pfändler. Den unterstrichenen Satz habe ich von Ewald übernommen, weil Pfändler ihn offenbar nicht gerafft und unverständlich übersetzt hat.)
Nicht klar ist, ob und an welchen Stellen Nostradamus, statt tatsächlichen Überschwemmungen zu meinen, die bei ihm des öfteren vorkommende Chiffre Überschwemmung = Revolution/Umwälzung verwendet hat (siehe "Veränderung der Staaten" im ersten Zitat).
Die Prosatexte sind jedenfalls nicht zu unterschätzen.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“