2004 BL86 (Schauungen & Prophezeiungen)

Sagitta, Sonntag, 25.01.2015, 15:16 (vor 4290 Tagen) (4166 Aufrufe)

Hallo!

Das Forum, so empfinde ich, ist inzwischen abgeklärt und gereift - durchaus positiv zu sehen! -, denn früher hätte es bei einem Ereignis wie morgen vielleicht doch einige Diskussionen gegeben:

http://de.wikipedia.org/wiki/%28357439%29_2004_BL86

(Asteroid, minimal 400 Meter Durchmesser, fliegt in 3facher Mondentfernung an der Erde vorbei, potentielle Einschlagskraft ausreichend für die Vernichtung eines ganzen Landes).

Nun will ich überhaupt keine künstlichen Diskussionen auslösen, aber es ist mir eine Frage mal wieder durch den Kopf gegangen, die ich zuletzt, etwas provozierend, beim Thema 'Untergang von Marseille' gestellt hatte: wie sieht es mit öffentlichen Vorwarnungen aus?

Beim Funkenregen des Waldviertlers sind offenbar die Leute des Dorfes versammelt und schauen gen Himmel. Wenn ich mich richtig erinnere, beginnt auch die Schauung von ITOma mit einer Menschenmenge. Die außerordentlichen Himmelsereignisse werden also weltweit angekündigt. @EinMensch hört bei der Fahrt am See entlang im Radio von einer "meteorologische Singularität" und sucht schnellstens einen Unterschlupf. Detlef hört von der heranbrausenden Flutwelle ebenfalls im TV. Bandhu sieht die Flutwelle von einer Anhöhe aus (auf die sie sich gerettet hat?). Bandhu hat für die Zeit danach eine Schauung, dass im Fernsehen zugegeben wird, die Wissenschaftler hätten das Ausmaß der Welle vorher (!) nicht richtig eingeschätzt. Vor wenigen Monaten wurden Schauungen eingestellt, in denen man mit dem Fahrrad bei Dunkelheit (?vorher oder nachher - siehe Dunkelheit während des Funkenregens!!) draußen war, um ein Himmelsereignis zu sehen. Bei dieser Schauung fahren gleichzeitig Militärtransporter (und beschädigen das Fahrrad), was an Bezüge zu einer gespannten militärischen Lage bei der Funkenregenvision des Waldviertlers erinnert (versehentliche Rakete von R auf D). Erst vor Kurzem wurde eine Schauung hier zitiert von Menschen an der Küste, in einer Bar sitzend, die von der Welle ebenfalls hören, noch anfangen zu diskutieren, aber dann realisieren, dass es für sie zu spät ist. Was mich sehr überrascht hat: dass NeuOrest von seinem Funkenflug offenbar überrascht wurde. Ich habe hiermit eine kleine Aufzählung aus dem Gedächtnis gemacht, vielleicht mögen ja der Herr Aufsichtsrat oder der Herr Geschäftsleiter/Archivdirektor ein paar Ergänzungen machen, vor allem bezüglich der älteren Katastrophenschauungen (Bommel und andere).

Mich persönlich beschäftigen beim Nachdenken folgende Gesichtspunkte:

1. Hat das "Hören öffentlicher Katastrophendurchsagen" einen Realitätsbezug, ist es nur ein psychologisches Motiv (Aber mit welcher Aussage? Sind wir eben gewohnheitsmäßig auf Medien getrimmt? Wenn wir etwas zusammen mit einer Menschenmenge sehen, ist es eindrücklicher?). Es gibt eigentlich in unseren Breiten kaum Anlässe für offizielle Durchsagen, allenfalls mal Schnee- und Sturmwarnungen. Solche Schauungen können also keine Reflexe auf Vergangenes sein.
2. Lassen die Ankündigungen, wenn sie also Schauungen mit wirklichem Realitätsbezug (in der Zukunft) sind, Rückschlüsse auf den Zustand der Gesellschaft zu: offenbar funktioniert die technische Welt noch (keine Stromausfälle vorher ...), es deuten sich aber im Hintergrund militärische Spannungen an (siehe oben) oder Engpässe in der Versorgung (Fahrradfahren)?
3. Wie lange vorher werden die Ankündigungen gemacht: die bisherigen Zeugnisse klingen eher nach Stundenbereich? Sehen vielleicht die Schauungen nur die echte Notsituation, weil nur diese emotional die Seele anspricht? Es mag vorher längerfristige Warnungen geben, die aber nicht "geschaut" wurden, weil sie für die Schauungsseele zuuu abstrakt sind.
4. Hängen das Himmelsereignis und das Flutereignis zusammen? Wie ist der Bezug wiederum zur Dunkelheit? Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Waldviertler in Verbindung mit dem Funkenregen eine unklare Nachschau mit Erschütterungsempfindungen. Bei ihm gibt es zumindest kurzzeitig eine Dunkelheit, bei @EinMensch ist diese langdauernd (mit starken Luftdruckschwankungen).

Solche und weitere Fragen gehen einem halt durch den Kopf, wenn mal wieder ein Asteroid an uns vorbeizischt. Wollte meine Gedanken einfach mitteilen, kann an der Diskussion aus Zeitgründen vermutlich nicht teilnehmen, nur gelegentlich wieder reinschauen.

Beste Grüsse und Wünsche,

Sagitta


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