Hallo, Eyspfeil!
Jau, ein richtiger Stave sieht zwar anders aus, aber das
Innere meines Eiben-Astes sieht genau aus...
Wie das Innere Deines Astes aussieht,
ist insofern völlig irrelevant.
Eben:
Bogenholz sieht völlig anders aus:
=> kein "Ast"!
Der abgebildete Holunderast ist ja auch ganz dünne, oder?
Der wurde nur noch nicht gepalten.
Was ist eigentlich jetzt besser: eine riesiggroße Zugkraft,
oder eine eher kleinere?
Wichtig ist vor allem die Schnellkraft:
=>
Eine dicke Eisenstange zu biegen, erfordert viel Kraft.
Und dann?
Mein Turnierbogen hatte 32#
Und mit den Jahren habe ich mich in Zwischenschritten
auf über 60# gesteigert.
Und den zieht nie&nimmer selbst ein sehr kräftiger Mann,
weil dazu ganz bestimmte Muskelgruppen benötigt werden.
Ganz abgesehen davon, dass man sich bei derlei Versuchen
die Gelenke und Sehnen ruinierte.
Noch etwas zu "schwänzeln".
=>
Mit falschem Biegwert fliegen die Pfeile nicht geradeaus,
sondern weichen schwänzelnd nach der Seite ab.
Der Nockpunkt auf der Sehne sollte etwa 3 Grad höher
als 90 Grad (Sehne/Pfeil) sein.
Zum ersten Probieren setzt man den rund 6 Millimeter
höher als rechter Winkel.
Der obere Wurfarm ist nämlich immer ein wenig schwächer,
als der untere.
Sitzt der Nockpunkt falsch, dann "reitet" der Pfeil
schwänzelnd auf&nieder.
Und die Höhe haut nicht hin.
Bei meinem Samick (40#) flogen die Pfeile erst dann sauber,
nachdem ich den Nockpunkt schrittweise 1,6 Zentimeter
nach oben verschoben hatte:
Für Laien sieht die Position des eingenockten
Pfeiles recht abenteuerlich aus.
Und er wirft deutlich (!) schneller, als mein englischer Langbogen
mit seinen 50#.
Sehr possierlich fliegen Pfeile falschen Biegewertes
und mit falschem Nockpunkte auf der Sehne:
Dann eiern die fast unvorhersehbar in der Landschaft umeinand!
Gruss,
BB
―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."