ReRe: Bogenholz (Freie Themen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 04.11.2010, 23:47 (vor 5563 Tagen) @ BBouvier (12562 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 04.11.2010, 23:56

Hallo BBouvier!
[image]
Nehmen wir nochmal das Bild von dem gespaltenen Eibenstamm.
Aus dem abgebildeten Holz kann man vermutlich drei Bögen
herstellen, der Durchmesser beträgt ca. 15cm.

Das stimmt natürlich schon: Die Zugkraft eines Stammes ist vermutlich
4-5 mal größer als die meines 4cm dicken Astes.
Das Problem ist, daß ich keine Schreinerwerkstatt habe mit Axt,
Meißel, Stechbeitel, Holzsägen und dergleichen.
Da müßte ich meinen Vater damit nerven, der ist Hobbyschreiner,
aber von meinen Survivor-Ambitionen nicht so begeistert.
Hier in der Großstadt die kommenden Ereignisse durchleben oder
sich gar erst Vorbereiten, das ist eh für die Tonne.:schief:
Naja, die Werkzeuge kann man sich ja preiswert im Baumarkt
besorgen.

Also der Stave ist ja ziemlich gerade, nicht krumm wie der Ast.
=> Das ist gerade der Witz am Stave, daß seine Maserung
ziemlich kerzengerade ist.
Aber ein Profi-Bogen hat am oberen und unteren Ende jeweils
einen "Schwung" drin.
Diesen Schwung müßte man dann mit der Holzsäge dann zurechtsägen,
oder?

Was ich mich frage: Woher nahmen unsere Vorfahren im MA diese
Bogenschnüre, die einer solch gewaltigen Zugkraft von 100# und
mehr standhielten? Ohne Synthetik bzw. Chemie?
Solche Schnüre kriegt man ja nicht mal in heutigen Baumärkten!

Grüße,
Eyspfeil


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