Vorsorge (Freie Themen)

Ludo, Baden bei Wien, Österreich, Freitag, 01.03.2013, 21:55 (vor 4715 Tagen) @ Loki (4079 Aufrufe)

Ich bin da völlig auf Deiner Meinung und möchte noch was hinzufügen.

Generell bin ich der Überzeugung das man überleben könnte bzw. seine Chancen drastisch erhöhen kann, außer es trifft mich grad der Meteor aufn Kopf (überspitzt gesagt) oder Anderes. Ein Überleben allein a´la Rambo wirds nicht spielen. Wenn wer überlebt, dann immer eine Gruppe die sich selbst organisiert. Allein die physischen Umstellungen können so drastisch sein, Nahrung, Klima, Stress, etc... , das ein Überleben problematisch sein kann, Ein Grossteil der Verwöhnten Hightech-Generation würde bei Stromausfall total Orientierungslos sein, da sie hauptsächlich gelernt haben das Wissen wenn es benötigt wird aus dem I-net abzurufen. Merken braucht man sich doch eh nix.... ;-)


Mein gedanklicher Ansatz aufgrund der Voraussichte aus dem Forum ist: Zurück ins Mittelalter (technologisch)

Sich Zuhause Vorräte und div Ausrüstungen zuzulegen macht Sinn, aber Überleben funktioniert nur wenn:


* stabiles soziales Umfeld: Familie auf die man sich verlassen kann bzw. Partnern mit denen man zusammenleben kann (unter
einem Dach/Zimmer), wohlgesonnene Nachbarn (zahlt sich aus in Friedenszeiten noch Frieden zu schliessen), nur das
bewahrt einem vor dem Wahnisnnig werden, also ermöglicht das Durchhalten.

* wissen wie man Nahrungmittel herstellt (Kochen, Brot backen), speziell die Fertigkeiten was Techniken und Tricks betrifft.
Dementsprechend bevorraten, man bekommt dann ein Gefühl wieviel man verbraucht in welcher Zeit (is meine Erfahrung).
Dieses Wissen ist teilweise heute noch einfach nachzulesen und leider zum anderen teil mit unseren Vorfahren mitgestorben.
(Omis alte Rezepte hab ich noch, hehe), Versuchen sich Chemiefrei zu Ernähren - jetzt schon, weniger Fleisch (ja, um auch
vielleicht den Plani bissl zu schonen), später wirds sicher weiniger/keins geben, bzw. irgendwas tierisches eigenhändig
abzumurxen...is sicher das letzte was ich lern. (ja, um auch vielleicht den Planeten bissl zu schonen).

* Naturkenntnisse, speziell wie Ökosysteme funktionieren, gärnterisches Basiswissen für den einfachen Gemüseanbau - Saatgut
bevorraten!! kost nix-wäre dann sau viel Wert, einerseits zum tauschen aber vor allem für sich selber. Wichtig dabei ist nicht
zu vergessen auf alte Gemüsearten zurückzugreifen die auch wieder keimfähige Samen ausbilden können - also keine
Hybriden (Wegwerfzüchtungen) kaufen. Bücher über den Gemüsegarten, (Heil)Kräuter nicht vergessen - und ich mein
(Un)Kraut ->Teegewinnung+Würze, ein Grossteil unserer täglichen Nahrungmittel sind eigentlich
Heilmittel, wie Honig oder Salz. Soll nicht heissen das man kein Aspirin oder Stärkeres zu Hause hat - man denke nur an
Zahnschmerzen und ich behaupte mal das die Tödlich sein können. :-D

* körperliche Fertigkeiten wie etwas aus Holz bauen, Feuer machen. Gutes Werkzeug ist auch zu empfehlen sich anzulegen.
besser den bissl teureren Spaten als später mit der Hand umgraben. Dinge reparieren zu können, mechanisch reparieren
meinte ich.

Bei der Unterkunft wäre ich für eigenen Grund (150-200m2 Garten sollten schon überbleiben, also bewirtschafbare Fläche) mit Haus, massiv gebaut mit Ziegeldach (sturmsicher und feuersicher). Im Haus sollte eine Ersatzheizung (Kachelofen/Kamin) sein. Für die Lagerung von Gemüse kann ich nur einen seperaten Erdkeller empfehlen der dann natürlich auch als Unterschlupf genutzt werden könnte -> Erdkeller sind auch im Winter frostfrei. Kochstelle die mit Holz betrieben werden kann.

Ein "gepackter" Rucksack...? Für den Fall das man nicht bleiben kann, sollte man sich überlegen was ich (wir) brauche(n) um so mal über die Runden zu kommen. Schlafsack, Espit Kocher, Kleidung, Messer, Feste Lederschuhe (jetzt schon mal eintragen - sonst Fuß kaputt :-D )... etc. (Ja, der Wehrdienst hat sicher abgefärbt, aber man lernt schon einiges praktisches)

Zum Kaufen gibts ja genug was Katastrophenequipment betrifft, Gasmaske + Schutzanzug is ne Investition Wert, kost ja auch nicht die Welt. Wichtig ist wissen wie man sich helfen kann und wenn man anderen noch dazu helfen kann ist man schon der "Einäugige unter den Blinden" .... die es vielleicht nicht geschafft haben.

Ansonsten sehe ich das sehr gelassen da mir die sog. Vorratshaltung noch von meinen Grosseltern geblieben und für mich normal ist. Ausserdem befürchte ich das es vielleicht gar nicht mich trifft sondern erst die Generation meines Sohnes, auch wenn hier im Forum die Zeitangaben der Geschehnisse für die nähere Zukunft sind.

Nebenbei - ich bin Gärtner und handwerklich geschickt, falls jemand seine Fähigkeiten mit mir teilen möcht.. :-)


Grüsse Ludo


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