Reuhe aufs Neue (Freie Themen)

Fenrizwolf, Sonntag, 11.01.2026, 09:08 (vor 16 Tagen) @ schwelmi (368 Aufrufe)

Lieber Schwelmi!

Meinen aufrichtigen Dank für Deinen abermaligen Versuch, mich in meiner Wut zu bremsen!

Es sind sinnvolle und gescheite Warnungen an mich, nicht sehenden Auges in den Abgrund zu stürzen; die ich sehr wertschätze, auch wenn ich nicht immer prompt darauf reagiere.

Und in der Tat, haben solche Einlassungen einen Effekt auf mich. Ich hinterfrage meine Position und Gefühlslage, und bin alles andere als unbelehrbar.

Es tut mir leid, daß Du mit der hinterlassenen Botschaft nicht mehr zufrieden bist – leider kann ich sie nicht selbst löschen – so wie ich manch Überbordendes vom vorangegangenen Tage, daß ich selbst zu verantworten habe, auch nicht mit der Tippex-Maus wegstreichen kann.

In diesem gemütlichen, und einst lebendigem Raum lernte man sich über die Jahre kennen und schätzen, aber gegenübergesessen hat man sich nie.
Das Bild, das man vom Gegenüber entwickelt hat, fußt auf markanten Merkmalen, und entspricht im Sinne der Vollständigkeit vermutlich nicht ansatzweise der betrüblichen Realität.

Ich möchte nur klarstellen, daß verbalisierte Gewalt für mich auch eine Art von Sicherheitsventil ist – schlecht in einer Zeit, in der Gedankenkontrolle herbeigesehnt wird.

Niemand muß sich aufgrund meiner Äußerungen zum Zeitgeschehen darum sorgen machen, daß ich den nächstgrößten Stein aufhebe, und darum unschuldige Menschen Gewalt erleiden müssen.

Überhaupt gilt mein Interesse dem friedlichen aber natürlichem Wachstum, was ein gewöhnliches Maß an Wehrbereitschaft beinhaltet. Ich bin kein Mensch der Reiz daran findet, Extreme auszutesten. Ich schütze nur meine Haustür.

Mir geht es nicht primär um den Lauf der Welt, den ich nur eben vor meiner eigenen Haustür mitbestimmen kann, und es geht mir auch nicht einmal um Konzepte – soll jeder nach seiner Facon selig werden!

Ich möchte auch nicht mich entblößen, sondern im Grunde ausmalen, wie der falsche König unter seinem Mantel aussieht – diese Profanität exklamieren und dazu aufrufen, eher dem Gewissen zu folgen als selbsternannten Kollektiven von Bevollmächtigten. Denn – o hört: Macht bringt den Mißbrauch mit sich.

Es ist erbärmlich, wenn man sein Mütchen an offensichtlich Schwächeren kühlt, aber es ist auch dumm, wenn man mit Bären ringt.
Manchmal braucht es eine Backpfeife um jemanden zu aufgeweckterem Denken zu bewegen, und manchmal ist eine Umarmung das Mittel der Wahl.
Ich gehe davon aus, daß ständige innere Alarmbereitschaft und Konditionierung zur Unberechenbarkeit und Willkür mehr sehr schädlich sind, und kaum Positives zu Tage fördern.

Ursache dessen bereitet die übergestülpte Ordnung: zuvorderst in ihrer Eigenheit der Korrumpierbarkeit und inhärentem Machthunger, und sekundär in der Dienstbarkeit ihrer opportunistischen Vasallen.

Ja, ich weiß, daß jeder gewissermaßen unter einer Glocke lebt, und uns grenzenloses Mitgefühl um den Verstand bringen würde; aber eifernde Tumbheit und emotionale Faulheit in Allianz mit Bestechlichkeit und Größenwahn sind die Mittel der Herrschaft.
Ich bin nicht dafür, sich in Nachsicht zu üben, wenn Schädlinge die eigene Integrität angreifen wollen.

Die Freiheit des Einzelnen ist wertvoller als jeder Kollektivismus. Denn ohne Einzelne ist die Masse tot.

Durch meinen Hang zur Eindrücklichkeit vermittele ich oft den Eindruck, als wollte ich die Welt aus den Angeln heb(l)en. In der Tat bin ich da etwas bescheidener.

Die Erfolgsformel wäre im Grunde, jeden nach seinen angeborenen Anlagen dahin zu hieven, wohin es seine Anlagen gebieten.
Was passierte denn, wenn wir es täten?

Die nächsten 34 Seiten rollen sich vor meinem geistigen Auge auf.

Ich kann für mich nur konstatieren, daß Leben mit Mühen nicht das Beste zu Tage fördert, sondern alles lähmt, bremst, kränkt, vergiftet und letztlich eine Teilhabe am Leben im Kern verhindert.

Vielleicht fallen mir weniger altkluge und weniger martialische Ideen ein, wie denn morgen das Geld für übermorgen verdient werden soll.

Möge eine sanfte Böe uns emporheben, um noch bessere Perspektive zu gewinnen.

Ich bin ein Steingesicht.
Ich gebe keinen Geschlechtsverkehr.
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Ein Hoch auf alles, was ernstlich berührt!
Was fühlt, lebt dann doch - noch.

Mit Dank und besten Grüßen,
ULV


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