Re: Widersprüche (Schauungen & Prophezeiungen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 08.04.2010, 19:19 (vor 5881 Tagen) @ Gerhard (2380 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 08.04.2010, 19:25

Hallo Gerhard!

"Nach meinen Kenntnissen hat sich Papst Johannes XXIII. nicht gesträubt, das Konzil einzuberufen. Im Gegenteil, er war für eine "Öffnung der Kirche". Die Pläne waren im Übrigen schon vorher schon da. Aber er wollte es sorgfältig machen und alles gründlich vorbereiten. Letztendlich, wie Du ausführst, hat die Kirche den Spagat zwischen konservativ und progressiv nicht geschafft, also keine Synthese bzw. Erneuerung im Geist ihrer ursprünglichen Tradition gefunden. Nun wird das Knirschen und Krachen im Kirchengebälk immer gefährlicher. Ich bin nicht katholisch, aber es tut mir weh. Die "Prophezeiung" sieht in Rom Ruinen - "von Dingen und von Menschen".

Der von Dir erwähnte Zyklus hat 84 Jahre, die Astrologen kennen ihn als Uranus. Inhaltlich sorgt er für eine Ausrichtung auf Neues, ist also das Gegenteil von Konservatismus. Dieser Zyklus hat die nachkonziliare Entwicklung vorangeschoben. Es ist aber wie beim Pendel: nur für die Hälfte der Schwingung trägt die Energie aus (also 42 Jahre). Danach schwingt das Ganze zurück. Vereinfacht ausgedrückt.

Gemäß "John XXL" soll es ein neues Konzil geben (in Alexandria), wenn alle die erwarteten Trübsale überstanden sind."

Gegen die Einberufung des Konzils war John XXL nicht, im Gegenteil,
er hat die Sache mitgeplant.
Logisch, die Planungen fürs Konzil liefen schon seit den 50ern.
Gerüchten zufolge (was weiß man schon genau, wir beide z.B. waren
da noch gar nicht auf der Welt) soll er aber in den letzten Wochen
seines Lebens händeringend davon abgeraten haben, also im Winter
/Frühjahr 1963, als man schon mittendrin war. Freilich wußte er
genau, daß er die hervorgerufenen Veränderungen durch das Konzil
nicht mehr stoppen oder revidieren konnte.

Zu den Ruinen von Dingen und Menschen: Rom wird im kommenden
Weltgeschehen nur beschädigt, was die Gebäude angeht, aber nicht
völlig zerstört werden. Ist anschaulich bei Don Bosco nachzulesen:
"Viermal werde ich über Rom kommen, usw."
Aus diesem Grunde ist auch der letzte Satz bei Malachias'
Papstweissagung nicht auf das kommende Weltgeschehen zutreffend,
denn bei "Petrus Romanus, dem letzten Papst, wird die
Siebenhügelstadt zerstört werden."
Die Russen sollen nicht ganz bis Rom vordringen, einigen
Quellen zufolge.
Dies sagt aber nichts über das rote Regime aus,
das Italien übernehmen wird, sondern ist nur auf die
russischen Invasions-Truppen bezogen.
Irgendwo heißt es z.B., daß auf dem Petersplatz die
rote Fahne gehisst wird, was auf die Machtergreifung
der italienischen Kommunisten hinweist.

Das mit dem Uranus-Zyklus ist ein interessanter Aspekt.
Ab 2007, 42 Jahre nach dem Ende des Konzils, rudert der
Papst laut vernehmbar zurück in der Liturgie.
2010 ist überdies 42 Jahre nach 1968, danach müßte der
Einfluß der 68er Generation, die sämtliche Schlüssel-
Stellungen in Staat und Gesellschaft übernommen hat,
ebenfalls bald zu schwinden beginnen.

Von einem Konzil in Alexandria wußte ich bisher nichts.
Benennt dies John XXL konkret oder ist das nur Auslegung?
Im Lied der Linde (inzwischen hier leider auch als
Fälschung klassifiziert) wird "preist das 21.Konzil"
gesungen. Dieses fand 1870 statt, was heißen würde,
(nach meinem Verständnis) daß das 22.Konzil von 1962-
1965 nach der 3tf anulliert würde.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil


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