... Was Velten in seinem Traktat mit der 13 im
Sinn hatte, möchte ich lieber nicht untersuchen.
Der uns vorliegende Text stammt ganz augenscheinlich nicht aus der
Feder Veltens selbst, sondern wurde von einem uns Unbekannten
niedergeschrieben.
Und er besteht aus zwei recht unterschiedlichen Teilen.
Im ersten werden nach ein paar blumigen Zeilen Einleitung
4 Schauungen, die "Velten" zugeschrieben werden, wiedergegeben.
Und der Berichterstatter schliesst:
"...da füllt sich nach wenigen Jahren das Land wieder
mit Bevölkerung, wenn der Segen des Himmels in reichen Ernten
azuf die Erde niedertaut."
Gefolgt von Teil 2, einer: "und dann denke ich mir mal -
Politschwadronade",
die auf das Ende des amerikanischen Bürgerkrieges zur Zeit
der Niederschrift des Textes 1866 hinweist und dann
sich in wirren Zukunft-Phantastereien der damaligen Zeit verspekuliert.
=>
...draussen auf der Flur ginge der Dampfpflug...es gäbe Dampfmähmaschinen
Prozesse...würden immer weniger...keine wüsten Lieder mehr,...
sondern gesittete Weisen...auch die Ärmeren könnten nun heiraten...
ein Segen des Familienlebens...die Frühlinge seien milde...
die Menschen seien reinlicher gekleidet...die USA führen See-Krieg mit
England, das seine Besizungen an die USA verliert, aber auch den Franzosen
werden die Köpfe blutig gewaschen, die Riesengeschütze verstummen, was
wiederum die Engländer freut...die Russen greifen die Türkei an, worauf
der Sulten fliehen muss...der Zar trägt nun auch die Krone
Konstantinopels...
Österreich dehnt sich an der Adria weit aus, weil es im Bunde mit Russland
war...Kaiser Napoleon unterstützt mit Kriegsschiffen den österreichischen
Kaiser Mexikos, jedoch fallen nun gleich die USA in Mexiko ein und
vertreiben die Franzosen... und so weiter...
Und all das steht im eklatanten Gegensatz zu "Teil eins",
das durchgängig nur Naturgeschehen in Süddeutschland beschreibt.
Und jener zweite Teil endet dann mit einer Rückschau-Schwadronade
des Verfassers auf "Velten" im ersten Teile:
"So wären dann die 13 Jahre und ihre schweren Ereignisse
wie ihr glückliches Ende dem lieben Leser vor Augen gestellt...
dass...das alte Sprichwort gilt: Ende gut - alles gut!"
Weil der Verfasser 4x aus verschiedenen Blickwinkeln
das "Jahr X" zu Ohren bekommen hat, worauf jeweils
nach zwei weiteren Jahren das Gröbste Überstanden ist.
= 12 Jahre...wie er irrig vermeint.
Plus "1" = 13.
Gruss,
BB