Ich bestreite nicht, das Herr Notredame viel Gehaltvolles anzubieten hat.
Ich betone einfach mein Missfallen über die Art, wie er es serviert.
Wenn man ein mehrjähriges Studium relevanter Schriften und Hintergründe
benötigt um jemanden zu entziffern, dann fühle ich mich von diesem Jemand
ein wenig veralbert. Vielen anderen geht es gegenteilig - sie sind
fasziniert vom großen Geheimnis. Auch gut.
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Das hört sich doch schon ganz anders an, als "Notradamus hat ganz genau gewußt, wie er sein Geheimnis zu inszenieren hatte."
Aber weshalb sollte man sich von jemandem veralbert fühlen, der schon seit Jahrhunderten nicht mehr unter den Lebenden weilt?
Verständlich ist natürlich, daß man irgendwann die Nase voll von seinen Prophezeiungen hat, wenn man bei der Beschäftigung damit ständig auf Granit gebissen hat.
Aber in so einem Fall ist Umdenken angesagt - statt dunkle Geheimnisse lüften zu wollen, reicht es nämlich vollauf aus, Rätsel zu lösen.
Und richtig, diese vermaledeiten Prophezeiungen sind faszinierend und eine echte Herausforderung an jeden wachen Geist.
Aber was wäre wohl geschehen, hätte Nostradamus seiner Nachwelt die Prophezeiungen in Klartext hinterlassen, wie beispielsweise Irlmayer?
Die Antwort liegt auf der Hand. Sie hätten keine 100 Jahre überlebt...