Hallo Joe,
ich habe auch geschrieben, dass es sicherlich hier jemanden gibt, der das besser
erklären kann. Ich habe mir nicht angemaßt es besser zu wissen.
Deine Überheblichkeit ist wirklich widerlich. Du schreibst als wären alle Ingenieure und Techniker
eines Atomkraftwerkes doof und nur Du weißt wie es funktioniert.
Zudem finde ich Deine Aussage:
"bei einem POPPELIGEN 9.0 Erdbeben nicht funktioniert, wie soll das beim 'Weltbeben' gewährleistet werden können?"
ziemlich dumm.
Ein Erdbeben der Stärke 9.0 ist alles andere als poppelig.
Wieviele Erdbeben der Stärke 9.0 und stärker hat es denn bisher gegeben?
Die kannst DU an einer Hand abzählen.
Du hast tatsächlich den Anspruch, dass nach einem Weltbeben ALLE Atomkraftwerke ohne Schäden funktionieren?
Träum weiter.
Anscheinend kennst Du auch die Prophezeihungen nicht richtig.
Lies einfach mal das nächste Posting.
Matimuc
Hallo Mati,
der Artikel, 'warum ich mir keine Sorgen ueber japanische AKWs machen
sollte', ist vom Samstag und durch die zwischenzeitlichen Ereignisse so was
von überholt dass es dem Autor sicher peinlich ist den Artikel weiterhin zu
verlinken.
Das Abschalten der AKWs bei Erdbeben (ich war schon mal in einem AKW)
geschieht u.a. dadurch dass von oben irgendwelche Stäbe zwischen die
Brennstäbe 'fallengelassen' werden. Diese Stäbe bestehen aus Material was
die Kettenreaktion abbremsen soll. (In Tschernobyl war da wohl Graphit
drin, dummerweise hat es sich wohl entzündet da es zu höheren Temperaturen
wie geplant kam).
Bei alten AKWs werden die Stäbe gegen die Schwerkraft von unten eingeführt
(erfordert Energie), während bei neueren AKWs die Stäbe dank der
Schwerkraft von alleine 'reinfallen' sollen. Mit diesem Stäben wird u.a.
auch die Leistung des AKW gesteuert, je tiefer die Stäbe eindringen desto
mehr wie die Kettenreaktion abgebremst.
Das funktioniert aber nicht immer 100%, es kommt vor dass sich da was
verklemmt (die Stäbe sind ja mehrere Meter lang), bei einem Erdbeben kommt
noch die Erschütterungen sehr erschwerend hinzu und die Erdbebenforschung
ist gerademal in der Lage ein Erdbeben wenige Sekundenbruchteile
vorherzusagen (was wohl auch nicht ausreicht die Steuerstäbe sicher
einfahren zu lassen).
Das ist nicht das Thema, bisher bin ich davon ausgegangen dass ein
'abgeschaltetes' AKW bei/nach einem Erdbeben von alleine sicher wäre. Aber
Japan hat deutlich gezeigt dass ein AKW danach eine aktive Kühlung
über Tage braucht, d.h. es muss Strom da sein und es muss ein Kühlmittel
zugeführt werden können. Siehe auch die Ergebnisse einer Studie zur AKW
Sicherheit,
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,717748,00.html
Es reicht aus die Stromversorgung innerhalb des AKW für die
Sicherheitssysteme zu zerstören damit der GAU eintritt!
Wenn eine aktive Kühlung, d.h. Stromgenerator, ausreichend Diesel,
kunftionieren Leitungen usw... bei einem poppeligen 9.0 Erdbeben nicht
funktioniert, wie soll das beim 'Weltbeben' gewährleistet werden können?
Und diese starken Erdbeben soll es ja auch in Europa geben (wo die AKWs
nicht auf 8,x Beben wie in Japan ausgelegt sind).
Und, warum bauen die Japaner AKWs mit so schwacher Auslegung (es ist nicht
das erste Beben dort, und bei den drastischen Folgen eines GAUs auf einer
dicht besiedelten Insel hätte man deutlich mehr Vorsorge treffen muessen,
d.h. man nimmt das stärkste bekannte Beben als Mindest-Auslegung und packt
noch ein bischen Sicherheit oben drauf ).
PS, mit meinem 20 Jahre altem AKW Wissen scheine ich besser gebildet zu
sein wie der MIT japanische AKWs sind sicher Artikel. Scheint dass auch die
Atom-Industrie nur noch pisa-geschädigte Praktikanten beschäftigt.
Gruss, Joe
―
Du kannst nie so dumm denken wie es nachher kommt.