Hallo!
Da die meisten Schauungen, die wir haben, aus Europa und davon wiederum die meisten aus Deutschland stammen, können wir keine sichere Aussage über andere Erdteile machen.
Die Finsternis in Deutschland ist vielfach belegt.
Marie-Julie Jahenny aus der Bretagne (im Westen Frankreichs) berichtet ebenfalls von der Finsternis:
Es wird eine dreitägige Finsternis in der Natur eintreten; während dreier Nächte und zwei Tagen wird eine ununterbrochene Nacht sein. Die geweihten Kerzen von Wadis werden allein noch Licht spenden. Eine einzige Kerze wird für drei Tage hinreichen.
Pater Pio kann man stellvertretend als italienische Quelle nehmen:
Diejenigen, die diesen Rat nicht beachten, werden augenblicklich getötet. Der Wind wird die Giftgase über die ganze Erde verteilen. Die, die leiden und unschuldig sterben, werden Märtyrer sein, und sie werden mit mir in mein Himmelreich einziehen. Satan wird triumphieren! Aber in drei Nächten wird das Erdbeben und das Feuer aufhören. Am folgenden Tag wird die Sonne wieder scheinen, Engel werden vom Himmel herabsteigen und den Geist des Friedens über die Erde verbreiten.
Die Engländerin Theresa Helena Higginson (1880) berichtet von einer Finsternis, die sich "um die Erde" legt. Unklar ist, ob sie den gesamten Planeten gesehen hat.
Ich sah mich - ich weiß nicht wie und wo - an einen erhöhten Ort versetzt, von dem aus ich die Erde überschauen konnte. Zuerst sah ich eine schwarze Wolke die Erde umhüllen; es war eine wirkliche, dichte, materielle Finsternis, - Sinnbild der geistigen Finsternis, in welche sich die Menschen gestürzt haben. Dann hörte ich das starke Rollen des Donners, ich sah Blitze zucken, und es erschien mir, als fielen feurige Kugeln auf die Erde, die bis in ihr Innerstes drangen, Felsen zermalmend. Hierauf hörte ich das gewaltige Rauschen der Fluten, und ein schreckliches Trauerseufzen entstieg der Erde.
Der Schotte Coinneach Odhar Fionsiche berichtete womöglich 1665 von der Finsternis, die er als schwarzer Regen bezeichnete:
Schottland wird so verlassen und entvölkert sein, daß kein Hahn mehr kräht. Das Rotwild und andere wilde Tiere werden durch einen furchtbaren schwarzen Regen ausgerottet.
Michael McClellan berichtet als einziger Amerikaner über die Finsternis. Allerdings ist er Prophezeiungskenner und hat auf seiner Internetseite u. a. Irlmaier in englischer Übersetzung. Es ist daher nicht auszuschließen, daß er deutsche Quellen verwurstet hat und folgendes nicht stimmt:
Ich hatte keinen Eindruck von einer unnatürlichen dreitägigen Dunkelheit. Für mich war es einfach Nacht. Ich lief durch die Straßen der Nacht und bemerkte sehr wenige andere Menschen, die das gleiche taten. Ich lief in die Vororte, wo ich gelegentlich den Schatten einer Person in der Entfernung sah. Fast alle Häuser waren dunkel im Inneren oder den Anzeichen nach verlassen. Ich empfand, daß in den meisten niemand lebte, oder nicht mehr am Leben war. Als ich um die Ecke bog und eine vertraute Straße entlanglief bemerkte ich einen grünen schwach glänzenden Schnee überall herunterrieseln. Er lag schon auf dem Boden und auf den Bäumen und im Gebüsch. Ich hatte den Eindruck, daß viele Leute tot waren, und ein überwältigendes Gefühl von Trauer. Die Zeit meines Traums war der Monat Oktober, nicht lange vor Halloween.
Daß die Finsternis ganz Europa oder zumindest große Teile davon einnimmt, ist sehr wahrscheinlich.
Für andere Erdteile ist die Quellenlage äußerst dünn.
Von McClellan abgesehen haben wir nur noch Detlef:
Bei Detlef in Paraguay schien die Sonne, als die Welle sein Boot erfaßte. Nach unbekannter Zeit wieder an Deck war der Himmel stets "diesig, trüb mit der Helligkeit einer Vollmondnacht". Mit einem Sextanten fixierte er die Position eines "verschwommenen helleren Fleckes am Himmel", den er als die Sonne interpretierte.
Da wir auch Aussagen über weltweite Erdbeben haben, einen Himmelskörper, der sich mit Sicherheit nicht nur auf Europa auswirken wird, daß Land im Atlantik auftauchen, andere Gebiete untergehen würden, daß offenbar eine Polverschiebung, bzw. Verschiebung der Erdkruste stattfinden würde, ist auch mit weltweiten Rissen in der Erdkruste und Vulkanausbrüchen zu rechen. Daraus folgt, daß es auch in weiten Teilen der Welt oder gar überall eine Verdunkelung geben wird, auch wenn uns konkrete Aussagen dazu fehlen.
Der Waldviertler sagte 2001: "Die lange Finsternis dauert vermutlich mehr als nur drei Tage."
Und ich erinnere mich, daß Wizard ähnliches gesagt hat.
Daß es sich bei den drei Tagen um biblische Symbolik handelt, die sich sozusagen durch die Hintertür des Unterbewußtseins in die Schauungen gedrängt hat, ist anzunehmen. Man bedenke, daß die Länge der Finsternis mit den Sinnen nicht eingeschätzt werden kann, weil ohne die Sonne jeglicher Bezugspunkt in der Natur fehlt. Bei Experimenten zu Erforschung der inneren Uhr verloren Menschen, die von der Umwelt isoliert wurden, schon binnen kurzem das Zeitgefühl.
Darüber hinaus haben wir es bei Schauungen immer mit einer verzerrten, unscharfen, symbolischen Wahrnehmung der Welt zu tun. Es gibt keine Schau, die exakt drei Tage umfaßt oder andauert. Die Bilder sind indessen symbolisch gestaucht. Freud sprach bei Träumen von "Verdichtung", "Verschiebung" und "Symbolisation" von Elementen des Wachbewußtseins. Ähnliches trifft vermutlich bei Schauungen für Elemente der räumlichen und zeitlichen Welt zu.
Daß es sich um drei Tage handele, ist bestenfalls eine Information, die als "mystisches" Wissen dem Seher während der Szene bewußt wird. An dieser Stelle wird, was tatsächlich geschieht, mit unserer Mythologie entweder als platter Bezug zur biblischen Finsternis in Ägypten oder zu einer numerologischen Information, die der Drei innewohnt, verknüpft.
Schon Aussagen wie die Pater Pios, daß nach drei Tagen die Sonne wieder scheinen würde, weisen auf einen symbolischen Gehalt hin, denn davon ist auf naturwissenschaftlicher Basis sicher nicht auszugehen. Vielmehr muß man sich auf eine längere Dämmerungsphase einrichten, bis sich die Stäube so weit gelegt haben, daß wieder Wachstum möglich ist.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“