verschiedene ansaetze (Schauungen & Prophezeiungen)

detlef, Samstag, 14.01.2012, 23:20 (vor 5400 Tagen) @ Nullmark (3720 Aufrufe)

moin,

als erstes fiel mir auf, dass ich deinen zugrunde legenden ansatz nicht teilen kann.
Toffler (von dem ich zwei buecher gelesen habe) extrapoliert bestehende zustaende.
so wie die meisten zukunftsforscher. d.h. er sucht aktiv nach indikatoren und kombiniert diese aktiv um ein ergebnis zu erhalten.

ein seher dagegen bekommt (meistens ohne sein zutun) informatives material von einer ueber- oder auch nebengeordneten instanz/wesen ausserhalb unseres normalen erlebnisraumes.

zu 2 - ja, die mitteilung von geschautem ist bereits mit qualitaetsverlust verbunden.
alleine deshalb, weil eine oftmals mit mehreren sinnen empfundene schau dabei in lediglich worte gefasst werden muss.

Die Schau wird in der Nähe des GP auf immer weniger mögliche Zukünfte reduziert und schließlich auf eine Einzige, bevor diese dann zur Vergangenheit umschlägt. Die abnehmende Anzahl von möglichen Zukünften vor dem GP korreliert deshalb auch eher mit geschauten Bildern und würde erklären, dass diese auch präziser erinnerlich sind (etwa so: das habe ich vorhergesehen oder besser: VORHER gesehen).
Umgekehrt muss mit dem Abstand zum GP die Anzahl der Zukünfte einer Exponentialfunktion folgen. Daraus schlussfolgernd ist in der Nähe der Unendlichkeit jede mögliche Zukunft gleich wahrscheinlich.

dies anzunehmen ist eine verlockende moeglichkeit diskrepanzen zu erklaeren, leider aber in keiner weise irgendwie bewiesen.
sowohl der determinismus, wie auch andere denkmodelle ueber die zukunft haben den gleichen stellenwert.

Da solche Ereignisse nicht einfach so oder aus heiterem Himmel passieren und der Mensch als gesellschaftliches Wesen auf die Kommunikation und Interaktion mit seiner Umwelt und seinem Umfeld angewiesen ist und er sich diesem unmöglich völlig entziehen kann, muss unterstellt werden, dass das Niveau seiner psychosozialen Gesundheit Einfluss auf die Schau nimmt.
Es muss also angenommen werden, dass auch Erwartungshaltungen auf die Auswahl der Zukünfte Einfluss haben, und somit den Seher beeinflussen. Ich vermute weiter, dass die „sich selbst erfüllende Prophezeiung“ aus dem Spannungskreis in der Nähe des GP resultiert und kollektive Erwartungshaltungen auf die Zukünfte selektierend wirken.

da schauungen nicht aus dem seher selbst kommen, sondern von ihm lediglich empfangen werden, sind einfluesse durch die persoenlichkeit des sehers und seiner einstellung nicht zwingend.
im gegenteil, sie sind, so sie einfliessen, "verunreinigungen", oder erste interpretationen des geschauten.

gruss,detlef


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