moin,
Danke Detlef für Deine Rückmeldung.
vorneweg, statt rueck- eine anmeldung:
nicht alle hier sind akademiker (da sich die hier wichtigen phaenomene nicht nach akademischen titeln richten), deshalb bitte ich, 1) den usus an fremdwoertern auf ein minimum zu reduzieren. (klartext: kaempft gegen die akademische versuchung an, andere mit wortgewalt (sowohl in quali- als auch quantitaet) zuzutexten.
und 2) widersteht dem Aküfi! (ein "gegenwartspunkt" statt einem "GP" erhoeht die lesbarkeit)
um zum 3) nicht in den fehler zu verfallen, die allgemeine gueltigkeit irgendwelcher annahmen einfach vorauszusetzen. (z.b. ueber das wesen der zeit)
wenns euch beiden also um die natur der schauungen und die vorbedingungen zur entstehung dieser geht, warum knuepft ihr dann nicht da an, wo andere schon angefangen haben?
Ja gerne, dazu muss man aber die Baustellen finden, oder wenigsten ein Hinweis auf die, die aufgegeben wurden.
deshalb haben wir hier die haeufig wiederholten dezenten hinweise an neue teilnehmer, sich "gefaelligst, verdammt-noch-mal" in das forum einzulesen.
ich persoenlich privatisiere zwar seit einiger zeit, bin aber trotzdem weder arbeits- noch beschaeftigungslos. deshalb freue ich mich immer wieder, wenn neue teilnehmer mir neuauflagen bereits durchgekauter themen aufzwingen wollen.
Schließlich muss man nicht jeden als falsch erkannten Weg zweimal gehen. Da genügt es, die Schlüsse nachzuvollziehen oder auch zu anderen zu gelangen, vielleicht, weil sich inzwischen die Bedingungen geändert haben oder sich im Laufe der Zeit andere Erkenntnisse hervortraten.
geenau! - leider setzt dieses nachvollziehen zuerst kenntnisnahme voraus.
Aber erreichen einer gewisser Unfehlbarkeitsklasse, ist man über Irrtümer natürlich erhaben. Und da ist diese Art vorzugehen selbstredend überflüssig.
DAS erklaert mir endlich, warum bei neuzugaengen so eine aversion gegen unsere frueheren themen vorherrscht.
und als ps: dass genetik bei der entstehung von schauungen beteiligt sein koennte, haben wir hier durchaus schon erwogen.
allerdings nicht als verstrahlte anomalie durch irgendwelche felder, sondern in der hinsicht, dass es familien gibt, wo dies phaenomen generationen lang immer wieder auftritt.
Gibt es gewichtige Gründe die Wirkung von Feldern auszuschließen? Welche Folgen hätte es denn, wenn sie sich eben nicht als verstrahlte Anomalie, sondern als natürlichen Bestandteil der Umwelt verstehen würde und wir nur nicht wissen, ob wir dafür wirklich nie ein Sinnesorgan hatten oder ob es nur verkümmert ist...
nein, gibt es nicht. - gegenfrage, gibt es gewichtige gruende, sie als massgeblich anzunehmen?
ich sehe zwei "arten"
?) von feldern.
staendige und zeitlich oder oertlich begrenzte.
wenn es sich um staendige handelt, kann ihr vorhandensein nicht die hauptursache fuer schauungen sein. (sonst muessten ja alle menschen seher sein)
da muesste dann mindestens ein anderer faktor bestimmend sein (z.b. unterschiedliche genetik, die unterschiedlich auf die felder reagiert)
zeitlich begrenzte felder muessten zeitliche haeufungen an schauungen hervorrufen. solche sind aber nicht erkennbar.
oertlich begrenzte felder muessten oertliche haeufungen an schauungen hervorrufen.
auch dies ist nicht gegeben.
(wobei ich einraeumen muss, dass oertlich begrenzte felder eventuell auf die interpreten von schauungen wirken. siehe die vorliebe fuer bajuwarische schauungen in diesem forum)
die bekannten haeufungen, die wir haben sind a) personell (z.b. nostradamus und cayce) sowie verwandschaftlich/voelkisch.
womit die genetik ins spiel kommt. (nicht als objekt fuer felder, sondern als eigenstaendiger faktor)
Aber eigentlich können wir das auch ausschließen, denn wir wissen es schon ganz genau, seit Lord William Thompson Kelvin festgestellt hat: „Diese Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als Betrug herausstellen.“
Nunja.
nun ja, da beschleicht mich der verdacht, dass der herr roentgen vielleicht die eigenart hatte, langatmige, schwer verdauliche texte zu schreiben....
und noch einen kleinen tip: wenns dir ernst ist, in dieser hinsicht zu forschen, dann versuch mal ueber moeglichst viele (lebende) seher die anzahl ihrer chromosomen zu erfahren.
Ich darf unterstellen, dass dieses Unterfangen von Dir ernsthaft erwogen wurde.
Dann solltest Du bitte genauso ernsthaft annehmen, dass ich zuvor ein Zeitraster mit möglichst viele Schauungsergebnissen erfassen will, sagen wir mal über die letzten 500 Jahre, bis ich eine Aussage über die Häufung von sagen wir mal 250 verifizierbaren Schauungen samt ihrem Zeitbezug zusammen habe, um am Ende die lebenden Seher von den Nichtsehern unterscheiden zu können.
Öh, ja...
der erste teil deines vorhabens ist eigentlich genau das, was wir hier seit jahrzehnten treiben.
fuer die trennung von sehern zu nichtsehern haben wir einmal die simple feststellung der tatsache, dass von nichtsehern im allgemeinen keine schauungen berichtet werden.(ausnahmen bestaetigen die regel)
ansonsten bedienen wir uns des sehr ungenauen instrumentes der datensammlung und abgleichung der schauungen untereinander und mit der realitaet der gegenwart und vergangenheit. mit (bei bedarf) anschliessendem versenkungsritual in unserer tonne.
Es wird dann noch eine ganze Weile dauern, ehe ich mich mit den Chromosomenzahlen derer auseinandersetzen werde, die die meisten Treffer hatten/haben. Vielleicht kommst Du nach Deiner Methode schneller zu Ergebnissen.
Also ein herzliches Danke für den kleinen Tip. Und ich nehme an, dass es Dir nicht unrecht ist, wenn diese Forschungen sehr lange dauern werden.
tja, da hast du, meiner meinung nach, ein problem. ein zeitliches.
wenn meine schauungen valide sind, dann stehen dir noch ein bis drei jahre fuer das grosse vornehmen zur verfuegung.
da ich so vermessen bin, meine eigenen schauungen fuer zutreffend zu halten, wirst du sicher verstaendnis haben, wenn ich mich nicht an deinem projekt beteilige, alles, was wir in jahrzehnten nur andeutenderweise festmachen konnten, noch einmal von neuem anzugehen.
Hoffentlich bleibt mir da noch ein bisschen Zeit, um mich mit Sehern und Schauungen zu beschäftigen. Ich bedanke mich für die überaus taktvolle Verabschiedung.
verabschiedung?
nanu? wenn ich dich verabschiedet haette, dann muessten wir doch beide den stiefel im hintern spueren. (wobei ich mich - frei nach einstein - dabei relativ besser stehen wuerde)
folglich werde ich deinen folgenden satz mal souveraen ignorieren:
Alles Gute für Dich
Wenn der Wind der Veränderung weht, errichten die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (altes chinesisches Sprichwort)
wenn einer die backen aufblaest, kann das statt einem wind auch einen pfurz bringen.
(neue paraguayische bauernweisheit)
so, und jetzt mal ohne spitzen und gerueche:
du hast hier durch alle beitraege ein modell der "Zeit" vorausgesetzt.
ohne welches deine anderen annahmen kein solides fundament mehr haetten.
die "Zeit" ist eine, um deinen ausdruck zu benutzen, Baustelle, die fuer uns noch nicht abgeschlossen ist.
es gibt da eine reihe von moeglichkeiten.
1) deterministisches system. alles ist in einem "buch des lebens" vorherbestimmt, freier wille ist nur eine illusion, schauungen treffen zu, da ja alles vorbestimmt ist. nichtzutreffende schauungen sind demnach vom "chef" als wertlose verzierungen eingebaut.
2) lineare zeit. mit einem "zeitstrom", in welchem manche "knotenpunkte" vorgegeben sind, mit nicht vorgegebenen abschnitten dazwischen. das wuerde erklaeren, warum einige schauungen (mit wenigen beteiligten) sich nur teilerfuellt haben (die strassenbahnsache), und trotzdem eine gewisse unausweichlichkeit fuer grossereignisse zulassen.
3) die illusion von zeit (darueber sind ITOma und ich grade am hirnen) es gibt keine zeit. alles geschieht gleichzeitig (ewig?) zeitablauf ist lediglich eine illusion fuer uns dumme. schauungen waeren demnach lediglich kurze blicke nach "nebenan".
4) platzhalter fuer mir vom alzheimer vorenthaltenes.
5) deine "gegenwartspunkt" geschichte.
wenn ich das recht verstanden habe, nimmst du an, die zukunft bestaende aus (unendlich vielen?) moeglichkeiten, die erschaut werden koennen. je naeher ein "zeitpunkt" dieser moeglichkeiten an den "gegenwartspunkt" rueckt(oder umgekehrt), um so weniger dieser moeglichkeiten stehen noch offen. (mit dem nebeneffekt, dass eine groessere anzahl schauungen der nahen zukunft zu "treffern" werden, als bei welchen, die zeitlich fernes vorhersagen)
hab ich das einigermassen kapiert?
davon ausgehend, das ja - einige gedanken:
wenn du damit recht hast, waere es also sinnvoll, die noch "offenen" schauungen der alten seher samt und sonders zu ignorieren, da die moegliche trefferwahrscheinlichkeit immer weiter abnimmt?
dann waere es also sinnvoll, uns rein auf das sammeln moeglicher neuer schauungen zu konzentrieren.
WAS ist in deiner ueberlegung der "Gegenwartspunkt"? ein auf einer zeitschiene gleitender knotenpunkt, der sich ueber die moeglichkeiten der zukuenfte schiebt, um daraus die gewissheit der vergangenheit zu machen?
oder schlicht und ergreifend das zentrum des multiversums?
aus deinen verschiedenen beitraegen meine ich die auffassung zu erkennen, dass schauungen eine rein mechanische angelegenheit sind.
fuer uns ist das eine der hauptfragen. sind schauungen zufaellige ereignisse, oder sind sie etwas gesteuertes? (von wem auch immer ist dann die naechste frage)
so, nachdem ich mir jetzt ne halbe nacht dafuer um die ohren geschlagen hab, reichts erstmal.
wenn du antwortest, versuch bitte dich so auszudruecken, dass nicht nur Gerhard, sonden auch autodidakten wie ich es verstehen koennen, ohne den text in muehseeliger kleinarbeit zu kondensieren.
gruss,detlef