provisorisch geantwortet (Schauungen & Prophezeiungen)

detlef, Samstag, 14.04.2012, 12:50 (vor 5247 Tagen) @ nickela (4851 Aufrufe)

moin,

bitte lies im zusammenhang mit dieser antwort auch, was ich auf herons gute beitraege vor und nach dem deinen schreiben werde.

dem möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen: Bei meinem zweiten Déja-Vu-Erlebnis, dem mit dem Schauspielerwerden und dem Blick auf die Bühne beim Auftritt unserer Nachfolgertruppe, da handelt es sich praktisch um eine sich selbst erfüllende Geschichte. Nach meinem Traum habe ich gefühlt und zusätzlich geschlossen, dass ich "Schauspieler werde". Deshalb habe ich mich zum Theaterprojekt in der Projektwoche angemeldet. Und nur deshalb habe ich nach unserem Auftritt da gesessen und konnte sehen, was ich vorher geträumt hatte. Ohne den Traum hätte es nicht die Perspektive für das Déja-Vu gegeben.

das, was du hier schilderst, wuerde ich nicht als déja vu einordnen.
die tatsache, dass du vor eintreten von diesem "traum" wusstest (bewusst wusstest)zwingt mich, ihn als schauung einzuordnen.


Offenbar ist es beim präkognitiven Déja-Vu prinzipiell nicht möglich, etwas am Geschichtsverlauf zu ändern. Ist es genau so bei Schauungen? Oder ist vielleicht der grundsätzliche Unterschied zwischen Déja-Vus und Schauungen, dass Schauungen abstrakter sind, aber bei den richtigen Schlüssen daraus und angepasstem Verhalten auch Änderungen des Geschichtsverlaufs zulassen?

meine grundmeinung - geschautes kann nicht (wesentlich) abgeaendert werden.
... aaaber da ist dann noch diese stoerende "strassenbahnschau", wo doch geschautes abgeaendert werden konnte...


Sind Schauungen vielleicht deshalb abstrakter, weil sie nicht aus einem fest vordefinierten Geschichtsverlauf entstehen, im Gegensatz zu den von mir erlebten praktisch fotografischen Deja-Vu-Träumen?

nach meinen persoenlichen erfahrungen haben schauungen und déja vus gerade dies gemeinsam.


gruss,detlef


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