Das "Aus" für Irlmaier? (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur, Freitag, 25.10.2013, 14:13 (vor 4752 Tagen) @ Baldur (3994 Aufrufe)

Hallo, NeuOrest,

Gehst du von einem Kontakt mit der mutmaßlich realen verstorbenen Person aus? Das halte ich für einen voreiligen Schluss. Bei dem beschriebenen Experiment war mit großer Wahrscheinlichkeit das Wissen des Versuchsleiters das wahrgenommene Ziel, nicht jedoch der Verstorbene.


Sehr gut möglich.


Irlmaier hatte in Versuchen einer Zeitungsredaktion überragende Ergebnisse erzielt, wenn nur einer der Anwesenden diese Informationen kannte (lt. Sonderdruck aus der Sonntagspost), in der nahen Zukunft oder im Unbekannten liegende Ereignisse aber eben nicht mehr zutreffend übermitteln können.

Kann man daher annehmen, dass er die Fähigkeit hatte, seine Informationen insbesondere aus dem Gegenüber zu beziehen, incl. aus deren unbewussten Vorahnungen (Angehörigen-Traum des Scharfschützen-Beobachters) ?

Wenn ja, hat er auch alles aufgenommen, was die Fragestellenden (Adlmaier und Co.) erwarteten, zu hören, denn die kannten ja alle einschlägigen Prophezeiungen.
In der noch früheren Literatur stammt praktisch alles aus kirchennahen Quellen, entsprechend erwarteten die fragestellenden Geistlichen, von drei finsteren Tagen zu hören. Man darf annehmen, dass diese allesamt mindestens Don Bosco kannten.

Waren die "Seher" nun hauptsächlich wie Irlmaier begabt, aus dem Gegenüber zu lesen, haben wir die Erklärung für die Misere.

Es wurden stets die immer gleichen Erwartungen wahrgenommen, und als echte Schauung interpretiert - die natürlich nie eintreten konnte, weil sie nie echt war.

Vielleicht erklärt das auch den Antichrist-Rübezahl beim prophetischen Franzosen des Rill.

Und da sage jetzt noch einer, es bringe nichts, sich kritisch unter Einbezug eigener Erfahrungen und im Diskurs mit Gleichgesinnten über diese Thematik auseinanderzusetzen...

beste Grüsse vom Baldur


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