Angst vs Furcht (Schauungen & Prophezeiungen)

offtopic, Montag, 03.02.2014, 18:14 (vor 4650 Tagen) @ traumtaenzerin (8074 Aufrufe)

Hallo Traumtaenzerin,

schönen Nick hast Du Dir da ausgesucht :) Um die Frage nach der Angst zu beantworten, sollte man meines Erachtens erst einmal klären, was das ist. Angst ist ein mentaler und abstrakter Zustand, der in die Zukunft weist und noch nicht sicher begründet ist. Zum Beispiel eine Wohnung in LA haben, obwohl der San Andreas Graben gleich nebenan liegt. Der Intellekt malt sich dann aus, was geschehen könnte, wenn... Ob es dazu kommt, steht in den Sternen.

Furcht dagegen ist etwas konkretes, körperliches und auf das Jetzt bezogen: z. B. findest Du Dich einem Wolf gegenüber. Hier werden keine Gedankenspiele veranstaltet, es geht einfach zur Sache und der Instinkt übernimmt.

So, jetzt zu den 3 finsteren Tagen: Sich Angst zu machen, bringt gar nicht weiter, weil wir gar nicht mal wissen, ob das überhaupt passiert. Es spricht vieles dafür, nur wissen wir nicht wann. Das ist das gleiche, wie sich mit einem Zahnarzttermin fertig zu machen, den man haben wird und der noch nicht mal feststeht oder auch vielleicht nicht, da er nur dann anrufen wird, sofern es auch nötig ist.

Furcht ist etwas ganz anderes, die kommt, wenn Du mal 3 Tage weder geschlafen, noch gegessen hast und trotzdem nicht weißt, wie es weitergeht. Ich hatte das schon, habe auch auf der Strasse gepennt, bzw. bin herummarschiert, wenn Winter war. Das erste Mal ist das richtig Scheisse, schon beim zweiten Mal hat der Körper die Erfahrung aus dem ersten Mal, dass man das (als normal Gesunder) locker überlebt und die Furcht weicht eher einer Art Wut und Entschlossenheit.

Man kann sich nicht einfach so hinlegen und sterben. Du würdest staunen, was der Geist und Körper so alles kann und aushält, wenn er etwas in Form von Problemen aller Art "trainieren" kann. Man gibt nur auf, wenn der "Sprung" zu groß ist.

Also, schaff Dir Probleme, fordere Dich selbst, und das knallhart. Später werden Dir die alltäglichen Sorgen der Mitmenschen jetzt dann klein vorkommen, denn Du hast wesentlich Schwierigeres erfolgreich durchgemacht.

Durch Erfahrung wird auch Furcht etwas steuerbar. Um den Zahnarzt zu bemühen, man kann vom Phobiker zum relativ gelassenen Zahnarztbesucher mutieren, wenn man sich klarmacht, dass wenn schon Angst, man damit bis zum Tag des Termins, dann bis eine Stunde davor und schließlich so lange warten kann, bis man auf dem Stuhl sitzt. Und dann kann man im Geschehen sehen, ob die Angst begründet war. Meistens war sie es nicht. Und so bin ich das losgeworden. Übertragbar auf alles andere...

Kopf hoch, nur keine Angst

OT


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