Hallo Taurec,
Die Verunreinigung durch eigene Vorstellungen, Ideen, Wünsche, Befürchtungen dürfte wie bei allen Techniken, die Informationen suchen, extrem hoch sein nach dem Motto: man bekommt immer eine Antwort, auch wenn nichts zu erfahren gibt. Notfalls wird mit eigenen psychischen Inhalten aufgefüllt.
ja, die Psyche inkl. Erinnerungen, Moralvorstellungen, Persönlichkeitsstruktur usw. färbt die Aussagen der Stellvertreter immer.
Ich selbst sehe einen Unterschied zwischen "Informationen suchen" und "Eine Absicht haben". Letzteres ist der Ansatzpunkt für eine gelungene Aufstellung. Oftmals geht eine Aufstellung auch in eine völlig andere Richtung, als der Klient will
oder der Aufsteller vermutet. "Suchen" funktioniert nach meiner Erfahrung nicht.
Es kommt durchaus vor, dass (relaxte Stellvertreter, welche nichts "beweisen wollen" vorausgesetzt) ab einem gewissen Punkt keine Informationen mehr bekommen. Dann ist die Aufstellung an diesem Punkt zu Ende.
Es kommt auch vor, dass man Stellvertreter austauschen muss, weil die kommenden Informationen zu nah an ihrem eigenen ungelösten Themen/Traumata liegen, so dass sie hochgradig persönlich verfälscht werden. Das spüren i.d.R. alle Anwesenden, dass es "nicht mehr stimmig" ist - z.B. weil es das Verbalisierte im krassen Gegensatz zur Körpersprache steht.
Gegen Mißverständnisse: Natürlich ist diese Technik genau so fehlbar, wie die Menschen, welche sich ihrer bedienen.
Die Idee, daß uns Russland helfen könnte, ist allerdings nicht neu und wird z. B. von mir hier und im gelben Forum kolportiert. Auch in anderen Foren, auf Pegidaveranstaltungen usw. schlägt das immer wieder durch. Es scheint im Volk allmählich zu dämmern und sich zu verbreiten.
Ich fand es interessant, dass verlinktes Video von einem Seminar aus dem Jahre 2012 ist.
Nicht zuletzt gibt es im Wechselspiel der Großmächte für Deutschland in seiner Mittellage nur einen natürlichen Verbündeten, wenn es gegen die angloamerikanische, demokratische Hegemonie geht, nämlich Rußland. Die Idee ist eigentlich zwangsläufig und uralt. Die Einbindung Rußlands war schon für Bismarck wichtig zur Absicherung des Reiches und Jahrzehnte zuvor gegen Napoleon. Es wundert daher nicht, wenn sie an geeigneter Stelle aus dem Unbewußten hochkommt.
Ja, es ist u.a. bei Zbigniew Brzeziński in Buchform nachzulesen, dass das der geopolitische Albtraum der Amerikaner wäre.
Es war nicht meine Absicht, hier etwas revolutionär Neues zu schreiben. Es ging mir hauptsächlich um ein Indiz aus einer völlig anderen Ecke, als den wohlbekannten.
Beste Grüße,
Positiv.