quellenangaben fügt melzer den einzelnen fragmenten nicht bei (leider,
genau das macht sein buch ja so unseriös), er schreibt nur pauschal im
quellenverzeichnis, er habe die texte aus:
a) einer handschrift (undatiert)
b) einer kleinen broschüre bzw. einer art flugblatt (undatiert, text im
großen und ganzen wie (a))
c) einer mündlichen quelle
d) dem matreier gemeindebuch von 1980
die stelle mit dem gratten ist im matreier gemeindebuch nicht erwähnt, muß
also auf (a), (b) oder (c) zurückgehen. das ließe sich nur prüfen, indem
man melzer direkt fragt (wie taurec vorschlägt) bzw. durch recherchen in
matrei direkt vor ort, wo zumindest (b) zu finden sein müsste, mit ein
bischen glück auch (a).
hallo nochmal,
unabhängig von melzer konnte ich inzwischen den originaltext von (a) aufspüren und tatsächlich findet sich dort die stelle mit dem gratten, nur in etwas anderer formulierung:
"Der Wert und der Preis des Viehes und des Grund und Bodens wird derart in die Höhe steigen, als wenn man langsam einen Wagen zuoberst auf einen Berg hinauf ziehen würde und alles wird einen ungeheuer hohen Preis bekommen. Darnach werden die Preise so schnell fallen, als wie man diesen Wagen zuoberst auf dem Berge zurücklaufen lassen würde und daher wird auch alles seinen Wert verlieren und daher werden beinahe alle ausgeliehenen Gelder in Verlust kommen. Und nur derjenige kann sich glücklich schätzen, welcher einen freien Grund und Boden besitzt."
diese handschrift stammt vermutlich aus den frühen 1920er jahren (spätestens 1924), ist aber möglicherweise sogar noch einige jahrzehnte älter. mehr dazu demnächst in aufsatzlänge (@BB "demnächst" = innerhalb dieser dekade
)
viele grüße,
randomizer